Lasst Väter Vater sein

Aus dem Schatten, bitte

Buchcover "Lasst Väter Vater sein" von Barbara Streidl,   (c) Beltz Vater sein ist ein Glück. Doch viele Väter werden blockiert: von sturen Chefs, die Kind und Karriere für unvereinbar halten, aber auch von Müttern, die Erziehungsfragen allein entscheiden wollen. Dabei belegen zahlreiche Studien, dass einem Kind nichts Besseres passieren kann als ein Vater, der Verantwortung übernimmt und nicht bloß Aufgaben. Das wünschen sich auch immer mehr Väter: nicht nur anwesend, sondern unverzichtbar sein.

Aus dem Buch: »Meine Vorstellungen von einer Welt, in der niemand aufgrund seines Geschlechts benachteiligt wird, haben immer sehr viel mit der Stärkung der gesellschaftlichen Position von Frauen zu tun gehabt. Doch es ist höchste Zeit, auch die Position von Männern, von Vätern zu bedenken.«

Barbara Streidl ruft zu einem Umdenken auf und möchte Väter gleichberechtigt und auf Augenhöhe mit Müttern sehen: Nach Generationen abwesender »Erzeuger« und »Ernährer« ist es Zeit für ein neues Vaterbild und die entsprechenden Veränderungen in Familie, Job und Gesellschaft. Ein flammender Appell zum Wohle aller – Kinder, Väter und Mütter.

Aus dem Buch: »Was ist der Ernst im Leben eines Vaters? Dass sein Job, seine Erwerbstätigkeit wichtiger sind als die Familie. Dass er in der Regel als Ernährer und Erzeuger gilt, Aufgaben übernimmt, aber kaum Verantwortung. Dass viele Väter fast unsichtbar sind im Leben ihrer Kinder, obwohl sie keineswegs in einer Trennungsfamilie leben. Dass ihr liebevolles Engagement auch in unserer heutigen Gesellschaft immer noch keinen rechten Platz hat. Dass die Bedeutung ihrer Beziehung zum Kind eher belächelt als anerkannt wird. Und dass sie das ohne viel Widerstand akzeptieren.«

Barbara Streidl: „Lasst Väter Vater sein. Eine Streitschrift.“ Beltz, 2015. 168 Seiten, erscheint am 24.8.2015
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