Deine Persönlichkeit hat einen starken Einfluss auf dein Sexleben

Wissenschaftler fanden heraus, dass unsere Persönlichkeitsmerkmale unsere Sexualität in vielerlei Hinsicht beeinflussen.

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Auf einen Blick

  • Neue Studienergebnisse zeigen, dass unsere Persönlichkeit in vielerlei Hinsicht Einfluss auf unser Sexleben hat.
  • Unsere Charaktereigenschaften prägen neben unserer sexuellen Zufriedenheit auch, wie wir uns in einer sexuellen Beziehung verhalten und ob wir die sexuellen Bedürfnisse unseres Partners bzw. unserer Partnerin erfüllen.
  • Neurotische Personen sind eher sexuell unzufrieden, während das Persönlichkeitsmerkmal Gewissenhaftigkeit mit einer höheren sexuellen Zufriedenheit in Verbindung gebracht wird.
  • Personen mit dem Persönlichkeitsmerkmal Verträglichkeit neigen dazu, sexuell befriedigt zu sein, auch wenn die eigenen Bedürfnisse unerfüllt bleiben.
  • Extravertierte Menschen sind eher sexuell zufrieden, neigen aber auch dazu, fremdzugehen.
  • Personen, die offen für Erfahrungen sind, sind eher gute Sexualpartner:innen und erfüllen die sexuellen Bedürfnisse und Wünsche des Partners bzw. der Partnerin.

Wissenschaftler:innen sind überzeugt: Sex ist ein wesentlicher Bestandteil von Liebesbeziehungen und hat auch einen nicht unbeachtlichen Einfluss auf die Lebensqualität.

Du fragst dich, inwiefern Geschlechtsverkehr die Lebensqualität beeinflusst? Untersuchungen zeigen, dass Sex im Vergleich zu anderen Aktivitäten sogar den höchsten Anteil an positiven emotionalen Effekten hat. Und positive Emotionen sind ein Hauptindikator für unser Wohlbefinden.

Sexuelles Wohlbefinden wird im Allgemeinen mit Beziehungszufriedenheit, Beziehungsstabilität und Glück im Allgemeinen in Verbindung gebracht.

Die Bedeutung von Sex für die Lebensqualität wirft bei Forschenden die Frage auf, welche Faktoren es sind, die das sexuelle Wohlbefinden beeinflussen. Ein deutsch-luxemburgisches Forschungsteam beschäftigte sich genauer mit dieser Thematik. Und zwar untersuchten die beiden, welchen Einfluss unsere Persönlichkeit auf verschiedene Schlüsselaspekte der Sexualität hat.

Die Studie der beiden Forschenden stützt sich auf das berühmte Big-Five-Persönlichkeitsmodell.

Die Big-Five-Persönlichkeitsmerkmale

Die Persönlichkeit einer Person drückt sich Psychologen zufolge in ihren Gefühlen, Gedanken und Verhaltensweisen aus.

Das heute in wissenschaftlichen Kreisen am weitesten verbreitete Modell zur Beschreibung der Persönlichkeit ist das Big-Five-Modell, das in den 1930er Jahren entwickelt wurde. Es basiert auf fünf Charaktereigenschaften, die das Persönlichkeitsprofil eines Menschen im Wesentlichen ausmachen.

Das Big-Five-Persönlichkeitsmodell setzt sich aus folgenden 5 Dimensionen zusammen:

  • Extraversion: Dieses Persönlichkeitsmerkmal beschreibt Aufgeschlossenheit und Neigung zum Optimismus. Introversion ist der Gegenpol und beschreibt die Neigung zur Zurückhaltung.
  • Offenheit für Erfahrungen: Das Interesse an neuen Erfahrungen, die Neigung zur Wissbegierde.
  • Gewissenhaftigkeit: Die Neigung zu Disziplin und hoher Leistungsbereitschaft, Perfektionismus und Zuverlässigkeit.
  • Verträglichkeit: Die Neigung zur Selbstlosigkeit, Hilfsbereitschaft und Kooperationsbereitschaft.
  • Neurotizismus: Neigung zu emotionaler Labilität, Verletzlichkeit, Traurigkeit und Ängstlichkeit.

Diese fünf Persönlichkeitsmerkmale bestimmen in der Psychologie – je nach Ausprägung – den individuellen Charakter eines Menschen. Jeder Mensch besitzt diese fünf Persönlichkeitsmerkmale, und zwar über alle Kulturen hinweg.

Selbstverständlich gibt es deutlich mehr Charaktereigenschaften, allerdings wird unsere Persönlichkeit im Wesentlichen von diesen fünf Faktoren charakterisiert.

Wissenschaftler:innen gehen übrigens davon aus, dass diese Persönlichkeitsmerkmale eine hohe Vorhersagekraft für eine Reihe von wichtigen Lebensereignissen haben (wie zum Beispiel den Bildungserfolg, die Arbeitsleistung und die Gesundheit oder etwa, ob man kriminell wird oder sich scheiden lässt).

Persönlichkeitstest der Uni Leipzig

Du möchtest wissen, wie stark die fünf Persönlichkeitsmerkmale bei dir ausgeprägt sind? Es gibt im Internet unzählige kostenlose und wissenschaftlich fundierte Big-Five-Persönlichkeitstests, wie etwa den der Universität Leipzig. Solche Tests können dir Aufschluss über deine eigene individuelle Persönlichkeit und mithilfe der in diesem Artikel diskutierten Studienergebnisse auch über deine Sexualität liefern.

Wie die Persönlichkeit unsere Sexualität beeinflusst

Die beiden Studienautor:innen erklären, dass unsere Persönlichkeit nicht nur Einfluss auf unsere sexuelle Zufriedenheit hat, sondern auch entscheidet, welche sexuellen Vorlieben wir haben.

Wie wir uns in einer sexuellen Beziehung verhalten, geht ebenfalls auf unsere Persönlichkeit zurück. Dieses Verhalten hat einen Einfluss auf die Qualität und Quantität des Geschlechtsverkehrs, den wir haben. Dadurch wird wiederum unser sexuelles Wohlbefinden sowie das unseres Partners bzw. unserer Partnerin beeinflusst.

  • Unsere Persönlichkeit beeinflusst zum einen, wie wir kommunizieren und ob bzw. wie wir uns über unsere sexuellen Vorlieben austauschen: Kommunikation trägt dazu bei, dass beide Partner:innen von den sexuellen Vorlieben des/ der jeweils anderen wissen und so gegenseitig auf die Wünsche eingehen können.
  • Zum anderen beeinflusst unsere Persönlichkeit, wie wir mit den sexuellen Vorlieben unseres Partners bzw. unserer Partnerin umgehen, die von unseren abweichenden: Sprich, ob wir der anderen Person zuliebe auf die Wünsche eingehen oder wir uns darum bemühen, Kompromisse einzugehen.

Die Persönlichkeit beeinflusst, ob und wie weit die eigenen Bedürfnisse hinter die des Partners bzw. der Partnerin gestellt werden und wie Kompromisse eingegangen werden.

  • Außerdem beeinflusst unsere Persönlichkeit, wie wir mit Problemen umgehen, die unsere Partnerschaft betreffen: Wir können versprechen, dem/ der Partner:in treu zu sein oder auf bestimmte sexuelle Wünsche eingehen. Wir können allerdings auch in Versuchung geraten, unsere Versprechen zu brechen. Ob ein Versprechen eingehalten wird, hängt davon ab, wie fair und kompromissbereit wir sind.

Was die Studienergebnisse zeigen

Die in Deutschland durchgeführte Studie des deutsch-luxemburgischen Forschungsteams kam zu folgenden Erkenntnissen:

  • Die Big-Five-Persönlichkeitsmerkmale haben einen bedeutenden Einfluss auf unser Sexualleben.
  • Unsere Persönlichkeitsmerkmale beeinflussen neben unserer sexuellen Zufriedenheit auch unser Verhalten in einer sexuellen Beziehung und somit, ob und inwieweit wir auf die sexuellen Wünsche unseres Partners bzw. unserer Partnerin eingehen.
  • Die Persönlichkeitsmerkmale stehen zudem in Verbindung mit der Qualität der sexuellen Kommunikation.
  • Unsere Persönlichkeit beeinflusst auch, wie häufig wir uns wünschen, Sex zu haben und wie häufig wir tatsächlich Sex haben.
  • Unsere Persönlichkeit hat letztlich auch einen Einfluss darauf, wie sehr wir zu unserem Partner bzw. unserer Partnerin stehen bzw. uns der Beziehung “committen” und verbunden fühlen (und ob wir uns auf eine Affäre einlassen oder nicht).

Im Folgenden wollen wir uns die Studienergebnisse im Detail ansehen und erfahren, wie die fünf verschiedenen Persönlichkeitsmerkmale unsere Sexualität beeinflussen.

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1. Neurotische Personen sind sexuell unzufriedener

Die Studienergebnisse zeigen, dass Neurotizismus in Verbindung mit einer geringeren sexuellen Zufriedenheit steht.

  • Einerseits kann ein höheres Maß an emotionaler Instabilität (das oftmals mit Neurotizismus verbunden ist) bedeuten, dass eine Person Sex weniger genießen kann. Viele neurotische Personen verspüren Ängste oder Ekel vor Sex und Nacktheit.
  • Andererseits legen die Ergebnisse nahe, dass ein höheres Maß an emotionaler Instabilität die sexuelle Zufriedenheit durch das generelle Verhalten der Person in der sexuellen Beziehung negativ beeinflusst.

Die sexuellen Bedürfnisse des Partners bzw. der Partnerin bleiben unerfüllt

Zum Neurotizismus tendierende Personen neigen dazu, von sich zu glauben, ein:e gute:r Sexualpartner:in zu sein. Wie die Studienergebnisse zeigen, erfüllen sie die sexuellen Bedürfnisse und Wünsche des Partners bzw. der Partnerin allerdings eher nicht.

Dies deutet darauf hin, dass die emotionale Instabilität einer Person auch die sexuelle Zufriedenheit des Partners negativ beeinflusst. Das macht es unwahrscheinlicher, dass beide ein zufriedenstellendes Sexleben genießen.

Die Untersuchungen zur sexuellen Kommunikation von neurotischen Personen bestätigen dies.

Neurotischen Personen fällt es schwer, sexuelle Vorlieben zu äußern

  • Die Studienergebnisse deuten darauf hin, dass neurotische Personen Schwierigkeiten haben, sexuelle Bedürfnisse und Wünsche zu kommunizieren.
  • Zudem haben sie seltener Sex und sind eher unzufrieden damit, wie häufig (bzw. selten) sie Sex haben.
  • Interessanterweise hängt ein höherer Grad an Neurotizismus sowohl mit dem Wunsch zusammen, seltener Sex zu haben. Gleichzeitig ist aber auch der Wunsch erhöht, häufiger Sex zu haben.

Dies deutet darauf hin, dass eine neurotische Person eher unbeständige sexuelle Präferenzen hat und von Impulsivität getrieben wird. Daher ist es für die Person und ihre:n Partner:in schwieriger, die individuellen Vorlieben richtig einzuschätzen. Auch der Umgang mit voneinander abweichenden sexuellen Interessen ist schwieriger.

Schließlich zeigen die Studienergebnisse auch, dass die Wahrscheinlichkeit, sich auf einen Seitensprung einzulassen, bei Personen, die zu Neurotizismus neigen, erhöht ist. Die Studienautor:innen erklären, dass dies auf eine geringere Selbstkontrolle und Bindungsängste, die neurotische Personen oftmals haben, zurückzuführen sein kann.

2. Gewissenhaftigkeit geht mit höherer sexueller Zufriedenheit einher

  • Gewissenhaftigkeit wird mit einer höheren sexuellen Zufriedenheit in Verbindung gebracht.
  • Darüber hinaus sind Personen, die zu Gewissenhaftigkeit tendieren, eher gute Sexualpartner:innen und erfüllen die sexuellen Bedürfnisse und Wünsche des Partners bzw. der Partnerin.
  • Die Studienergebnisse zeigen auch, dass es gewissenhaften Personen leichter fällt, über sexuelle Bedürfnisse und Wünsche zu reden. Sollten die eigenen sexuellen Wünsche von denen des Partners bzw. der Partnerin abweichen, sind diese Personen eher in der Lage, faire Kompromisse einzugehen.
  • Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse, dass zur Gewissenhaftigkeit neigende Menschen eine sexuelle Beziehung eher mit Verbindlichkeit/ Commitment verbinden und zu ihrem Partner bzw. ihrer Partnerin stehen. Gewissenhaftigkeit steht daher in Zusammenhang mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit, dass Affären geführt werden.

3. Verträglichkeit geht mit einer schlechten Kommunikationsweise einher

Das Persönlichkeitsmerkmal Verträglichkeit geht ebenfalls mit einer höheren sexuellen Zufriedenheit einher.

Allerdings deuten die Studienergebnisse anders als bei dem Persönlichkeitsmerkmal Gewissenhaftigkeit nicht darauf hin, dass gute Kommunikationsfähigkeiten der Grund hierfür sind.

Im Gegenteil: Die Daten deuten darauf hin, dass Verträglichkeit eher mit einer schlechten sexuellen Kommunikation einhergeht und Personen, die zu Verträglichkeit neigen, eher Schwierigkeiten haben, ihre Vorlieben beim Sex und ihre sexuellen Bedürfnisse zu äußern.

Die Studienautor:innen erklären, dass Verträglichkeit die Kommunikation auf zwei Weisen beeinflussen kann:

  • Einerseits kann Verträglichkeit mit einer harmonischeren und einfühlsameren Kommunikationsweise einhergehen.
  • Andererseits kann ein stärkerer Wunsch nach Harmonie und ein höheres Maß an Selbstlosigkeit bedeuten, dass eine zu Verträglichkeit tendierende Person ihre persönlichen Bedürfnisse nach hinten stellt.

Dennoch ist die sexuelle Zufriedenheit hoch

Die Ergebnisse der Studie legen allerdings nahe, dass der negative Einfluss von Verträglichkeit auf die Kommunikationsweise stärker ist. Interessant ist, dass eine zu Verträglichkeit neigende Person dennoch eine höhere sexuelle Zufriedenheit erfährt.

Die Studienautor:innen erläutern, dass sich dies dadurch erklären lässt, dass Personen, die zu Verträglichkeit neigen, eher bescheidene Menschen sind. Dies bedeutet, dass sie auch sexuelle Befriedigung erfahren, wenn die eigenen Bedürfnisse (zum Teil) unerfüllt bleiben.

Darüber hinaus zeigen die Studienergebnisse, dass die Wahrscheinlichkeit, dass sich Personen mit dem Persönlichkeitsmerkmal Verträglichkeit auf eine Affäre einlassen, eher gering ist, da das Commitment für die Partnerschaft eher hoch ist.

4. Extravertierte Personen haben häufiger Sex

  • Extraversion wird sowohl mit einer höheren sexuellen Zufriedenheit als auch mit häufigem Geschlechtsverkehr in Verbindung gebracht.
  • Außerdem neigen extravertierte Personen dazu, gute Sexualpartner:innen zu sein und die sexuellen Bedürfnisse und Wünsche des Partners bzw. der Partnerin zu erfüllen.

Somit scheint Extraversion zu einem für beide Partner:innen befriedigenden Sexualleben beizutragen. Es liegt nahe, dass extravertierte Menschen gute Kommunikationsfähigkeiten haben. Fällt es leicht, über die sexuellen Wünsche zu sprechen, ist das sehr förderlich für die sexuelle Zufriedenheit beider Partner:innen.

Extravertierte Personen neigen dazu, fremdzugehen

Allerdings ist Extraversion auch mit einer höheren Wahrscheinlichkeit verbunden, dass Seitensprünge vorkommen. So trägt die Extravertiertheit einer Person zwar zu einem befriedigenden Sexualleben des Paares bei, scheint aber gleichzeitig mit einem fehlenden Commitment für die Partnerschaft einherzugehen.

Dass ein Zusammenhang zwischen Extravertiertheit und Seitensprüngen besteht, deutet auch darauf hin, dass eine extrovertiertere Person gute Chancen hat, außerhalb der Beziehung sexuelle Befriedigung zu finden, wie die Studienautor:innen anmerken.

Ist sich der Partner bzw. die Partnerin dessen bewusst, erhöht das die Verhandlungsmacht der extrovertierten Person innerhalb der sexuellen Beziehung. Eine stärkere Verhandlungsmacht ermöglicht es einer extrovertierten Person, ihre sexuellen Wünsche durchzusetzen.

5. Offenheit steht in Verbindung mit sexueller Zufriedenheit

  • Die Studienautor:innen fanden auch Hinweise darauf, dass das Persönlichkeitsmerkmal Offenheit für Erfahrungen mit sexueller Zufriedenheit und häufigem Geschlechtsverkehr verbunden ist.
  • Darüber hinaus belegt die Studie, dass Personen, die offen für Erfahrungen sind, eher gute Sexualpartner:innen sind und die sexuellen Bedürfnisse und Wünsche des Partners bzw. der Partnerin erfüllen.
  • Die Ergebnisse zeigen auch, dass Offenheit für Erfahrungen zu einer besseren sexuellen Kommunikation beiträgt. Zudem ist eine solche Person offener für die sexuellen Vorlieben des Partners bzw. der Partnerin.

Anders als beim Persönlichkeitsmerkmal Extraversion weisen die Studienergebnisse nicht darauf hin, dass Offenheit für Erfahrungen mit Fremdgehen verbunden ist. Die Analyse liefert also keine Beweise dafür, dass Offenheit für Erfahrungen mit Bindungsproblemen einhergeht.

Eine kleine Zusammenfassung

Die Studienergebnisse liefern einige Informationen, die wir zu einer besseren Übersicht noch einmal kurz zusammenfassen möchten:

  • Gewissenhaftigkeit: Gewissenhaftigkeit trägt zu einem für beide Seiten befriedigenden Sexualleben bei und erhöht das Commitment der Person für die Partnerschaft.
  • Neurotizismus: Das Gegenteil trifft auf Neurotizismus zu. Dieses Persönlichkeitsmerkmal geht nicht nur mit einer niedrigeren sexuellen Zufriedenheit sowohl bei der zu Neurotizismus neigenden Person als auch bei dem Partner bzw. der Partnerin einher. Neurotizismus ist auch mit einem geringeren Verbundenheitsgefühl gegenüber dem Partner bzw. der Partnerin verbunden.
  • Extravertiertheit und Offenheit: Extravertiertheit und Offenheit für Erfahrungen tragen zu einem für beide Seiten befriedigenden Sexualleben bei. Allerdings deuten die Studienergebnisse nicht darauf hin, dass ein Verbundenheitsgefühl in der Beziehung besteht. Ganz im Gegenteil, die Analysen deuten sogar darauf hin, dass extravertierte Personen eher weniger Commitment für ihr Partnerschaft haben.
  • Verträglichkeit: Verträglichkeit hingegen wird mit einem höheren Commitment für die Partnerschaft in Verbindung gebracht. Menschen, die zu Verträglichkeit neigen, sind jedoch zurückhaltender in der Äußerung ihrer sexuellen Bedürfnisse und Wünsche. Dies muss allerdings nicht die sexuelle Zufriedenheit beeinträchtigen.

Fazit: Anknüpfende Forschung wäre durchaus interessant

Die Studie unterstreicht die Bedeutung der Persönlichkeit für das sexuelle Wohlbefinden. Weitere Forschungsarbeiten, die hier anknüpfen, wären durchaus interessant. So könnte beispielsweise untersucht werden, wie sich Sex und Zufriedenheit gegenseitig beeinflussen und inwiefern hier Persönlichkeitsmerkmale eine Rolle spielen.

Die Persönlichkeit könnte nicht nur die Qualität und Quantität von Sex beeinflussen, sondern auch die Art und Weise, wie der Sex die Lebenszufriedenheit beeinflusst.

Zukünftige Studien könnten auch die Beziehung zwischen der Persönlichkeit und der Sexualität hinsichtlich verschiedener Kulturen und Gesellschaften untersuchen.

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