Eine andere Form der Liebe – Alternative Bezeichnungen der Masturbation

... ich bin 'mal eben das Bäumchen schütteln

Alternative Bezeichnungen der Masturbation

Wenn wir von Masturbatoren und Masturbation sprechen, klingt das ein wenig gestelzt. Doch als seriöse Plattform setzen wir auf eine gepflegte Ausdrucksweise. Nichtsdestotrotz sind uns viele Begriffe bekannt, die die auto-erotische Handlung umschreiben. Mit der nachfolgenden Liste gönnen wir dir und uns das Vergnügen, sie näher zu beleuchten:

Beim Wort genommen

Bleiben wir zunächst ganz sachlich. Der Fachbegriff für die selbstgesteuerte Stimulation der eigenen Geschlechtsorgane lautet Masturbation. Woher das Wort stammt, konnten Wissenschaftler bisher nicht sicher klären.

Einige gehen davon aus, dass es sich von der lateinischen Handlungs-Umschreibung manibus turbari ableitet – zu Deutsch: “sich mit den Händen reizen”. Das klingt ebenso hochgeistig wie logisch; wird aber von anderen Deutungen widerlegt.

Viele Linguisten glauben nämlich, der Begriff beinhalte die lateinische Vorsilbe mas-, die für “männlich” steht. Das impliziert allerdings, dass Masturbation eine Angelegenheit für Herren ist – und dürfte demnach nicht stimmen.

Auch die Annahme des französischen Philosophen Michel Eyquem de Montaigne trifft die Sache nicht ganz – weswegen sie ebenfalls angezweifelt wird. Der Gelehrte vermutete den Ursprung des Wortes im Griechischen, wo mastropeuein so viel heißt wie “Prostitution ausüben” oder “sich prostituieren”.

Im Zeitenwandel

Später hinzugekommene Interpretationen lassen den gesellschaftlichen Ruf der Masturbation erkennen. In der versuchten Herleitung über das lateinische manu stuprare stecken die Begriffe “Hand” und “Vergewaltigung” – welche die Selbstliebe in den Bereich des Verbrechens rücken.

Einen ähnlichen Kontext hat die alternative Bezeichnung Onanie, die im 18. Jahrhundert aufkam. Sie bezieht sich auf die biblische Gestalt des Onan, der sich weigerte, seine Schwägerin zu schwängern. Um die Zeugung eines Babys zu verhindern, praktizierte er Coitus interruptus. Aus Sicht der Kirche ein ähnlich schweres Vergehen wie das ziellose Verschleudern des Samens durch Masturbation – und daher in ein und denselben Topf geworfen.

Und sonst so?

Die mit Abstand meisten Ausdrücke für Masturbation sind in der Vulgärsprache verwurzelt. Hier geht es von relativ harmlosen Umschreibungen wie

  • fünf gegen einen oder
  • Bäumchen schütteln

über martialisch wirkende Begriffs-Kombis wie

  • Handpanzer fahren,
  • den Jürgen würgen oder
  • sich einen runterholen / keulen

bis zu Veterinär-Vokabular wie

  • abmelken oder
  • wichsen.

Du bist gefragt!

Warum sich bis dato keine schöneren Worte gefunden haben, blieb bei unseren Recherchen ein Rätsel. Vielleicht kennst du weitere Alternativ-Bezeichnungen fürs Masturbieren und möchtest sie uns mitteilen? Wir sind sehr gespannt auf deine Vorschläge und Ideen!