Wie überzeuge ich meinen Partner zum Ausprobieren eines Strap On Dildos oder anderer SexToys

Deine Fantasie muss keine Wunschvorstellung bleiben

Partner zu Sex Toys überzeugen

Wir hatten neulich eine ganz spannende Diskussion im Freundeskreis.

Spannend schon deshalb, weil der endgültigen Diskussion andere, zwischen den einzelnen Beteiligten hin und her fliegende Überlegungen vorausgingen: Wir sind alle recht jung, sexuell noch nicht endlos erfahren und merkten schon eine ganze Weile, dass wir alle einen mächtigen Bedarf haben, uns über gewisse Fragen bzw. Praktiken usw. zu unterhalten. Bloß hatte eigentlich keiner von uns Lust, mit einem oder gar mehreren Freunden detailliert die Einzelheiten seines Sexuallebens zu besprechen.

Darüber haben wir uns Gedanken gemacht, und schließlich folgende praktische Regelung gefunden: Es ist heute völlig normal und fast unausweichbar, in/auf Netz, TV, Foren, Magazinen etc. Informationen über Sex und sexuelle Praktiken aufzunehmen. Also kann man sich auch auf dieser Basis unterhalten: „Stell Dir vor, ich habe neulich gesehen, wie …“ – ohne näher darauf einzugehen, was man selbst zu Hause mit seinem Partner so alles treibt oder so alles vorhat.

In dieser Manier haben wir uns dann – es war knapp vor Corona, also alle zusammen – ausführlich darüber unterhalten, wie man einen sehr unerfahrenen oder sehr unschlüssigen Partner dazu anregt, gemeinsam etwas Neues wie z. B. einen Strap On Dildo auszuprobieren. Mit Erfolg, es kamen einige interessante Vorschläge zusammen, wie man den oder die Liebste auf neue Praktiken einstimmen kann:

1. Argumentation und Argumente

Bei den Paaren im Freundeskreis, die sich schon länger kennen und die häufig und lebhaft miteinander reden, stand ganz klar die direkte Ansprache der Wünsche im Vordergrund:

Einfach fragen, ob der Partner sich so etwas vorstellen könne. Bei Unentschlossenheit, die offensichtlich auf mangelnde Information zurückgeht, zunächst Argumente einbringen (Sex ist gesund, hilft bei der Erhaltung einer schlanken Linie und der Beweglichkeit, entspannt und bringt Paare näher zueinander; Abwechslung in den Sexpraktiken hält den „grauen Alltag“ draußen vor der Tür und macht Langzeitbeziehungen meistens erheblich dauerhafter; usw., usw.).

Wenn es sich um ein Paar handelt, dass wirklich miteinander redet, wurden all diese Argumente schon längst einmal erörtert, das Gespräch muss nur noch auf die angestrebten neuen Praktiken erweitert werden. Wenn der Partner währenddessen geschickt genug mit anreizenden Informationen versorgt wird, dürfte seine Zustimmung nicht ausbleiben …

Während der Diskussion kristallisierte sich aber auch schon heraus, dass das nicht alle so locker sahen („Das finde ich ungeschickt, den Partner so zu überfahren; zumindest so lange ich noch nicht seine grundsätzliche Einstellung zu diversen Varianten des Sex kenne“). Dieser und weitere Einwände („zu plump“, „zu Ich-bezogen“) wurden natürlich aufgenommen – wir diskutierten ja nur „theoretisch“. Dabei kamen diese weiteren Vorschläge heraus:

2. Über entsprechende Filme einschleichen

Wusstest du, dass „Shades of Grey“ bei seinen ersten Ausstrahlungen das Liebesleben der halben Bundesrepublik umgekrempelt bzw. aufgerüttelt haben soll?

Es gibt natürlich auch noch andere Erotik-Filme, überall und in Massen, du musst dir nur überlegen, wie du diesen Film bei euch einführst – und dann natürlich sehr genau auf die Reaktion des Partners achten sowie darauf, wo du für weiterführende Gespräche anknüpfen kannst.

In diesen weiterführenden Gesprächen musst du dann erst einmal herausbekommen, wie die tatsächliche, „ungeschminkte“ Meinung deines Partners über die angestrebte Praktik aussieht. Ist sie grundsätzlich positiv, kannst du in die Klärung der Details einsteigen, die dann irgendwann (ohne Hetze, bitte) in der gemeinsamen Besichtigung mehrerer Strap On Dildos endet und schließlich im Kauf des ersten Traum-Modells mündet.

Steht dein Partner elaborierten sexuellen Praktiken grundsätzlich negativ gegenüber und kann er sich Sex mit einem Strap On Dildo überhaupt nicht und auf keinen Fall vorstellen – ist das ehrlich gesagt fast nie seine wirkliche Meinung, sondern eine anerzogene Einstellung, Rücksicht auf ein Umfeld, das „so etwas“ vermeintlich nicht macht, und so weiter. Dann geht es darum, sich an diese Blockade heranzuarbeiten – wie das vor sich gehen könnte, wird in den Überlegungen zum nächsten Vorschlag erläutert:

3. Öfter einmal nebenbei erwähnen

Geht natürlich nur, wenn man wenigstens schon so lange mit dem Partner zusammen ist, dass man anhand der Reaktion einigermaßen abschätzen kann, was der andere wirklich von diesem Vorschlag hält. Vor allem wenn die erste Reaktion sehr entschieden ausfällt, lohnt sich unbedingt eine Nachfrage, egal ob „entschieden“ positiv oder negativ war. Dabei sollten direkt die Gefühle des Partners angesprochen werden: Wovor hat er Angst bzw. was erhofft er sich oder was hat er eventuell erlebt, dass zu dieser Einstellung führte? Wenn das intime Gespräch erst in Gang kommt, wird es auch irgendwann Ergebnisse erbringen.

Äußert sich der Partner nicht oder kaum oder sichtlich schamig, brauchst du viele Wiederholungen der beiläufigen Erwähnung. In die dann natürlich auch mehr und mehr Informationen, eigene Wünsche, Ideen und Anregungen einfließen dürfen … Andererseits darfst du auch nicht so forsch vorgehen, dass du deinem Partner als „wildes Sexmonster“ erscheinst oder er sogar daran zweifelt, ob euer Sex dich wirklich befriedigt. Also brauchst du auch viel Geduld und Einfühlungsvermögen – was auf keinen Fall schaden kann, wenn du mit diesem Partner gerne noch eine möglichst lange Zeit deines Lebens verbringen möchtest.

Denn die Aufmerksamkeit, die du deinem Partner in diesen Situationen entgegenbringst, wird sich nicht auf diese Situationen beschränken, wenn du deinen Partner wirklich schätzt und achtest. Wenn ihr vorher eher in Eile und vielleicht sogar ein wenig „schlampig“ kommuniziert habt, merkt dein Partner sofort, dass du ihm mehr Aufmerksamkeit zuwendest (und bezieht das nicht auf „schnöden Sex“, wenn du geschickt genug vorgehst). In der Regel springt der Partner auf diese tiefere Art der Kommunikation sofort an und erwidert deine Bemühungen (wenn er sehr begeistert anspringt, könntest du daraus schließen, dass ihm eure Unterhaltungen bisher eher ein wenig zu oberflächlich waren).

Wie auch immer, die hier geübte gegenseitige Achtsamkeit dürfte die gegenseitige Kommunikation insgesamt verbessern, manchmal wird damit erst die Grundlage geschaffen, um sich über „ausgefallene Sex-Praktiken“ zu unterhalten. Auf jeden Fall kannst du so deinem Ziel („was denkt der Partner wirklich?“) immer näher kommen – und damit zugleich auch dem Sex mit Strap On Dildo, weil es eigentlich keine vernünftigen Gründe dafür gibt, den Sex mit einem solchen Spielzeug nicht einfach einmal auszuprobieren.

Als wir soweit gekommen waren, ebbte unsere „“theoretische Gruppendiskussion“ übrigens ziemlich plötzlich ab – unausgesprochen stand jedoch ziemlich klar im Raum, dass das Gespräch in einigen Fällen paarweise im privaten Rahmen weitergehen würde.

Eine der an der Diskussion beteiligten Frauen zeigte sich dann auch höchst interessiert, als ich in die Vorbereitung zur Auswahl der besten Strap On Dildos und des entsprechenden Artikels einstieg; auch zwei der Männer wollten getrennt voneinander wissen, wo dieser Artikel denn veröffentlicht werde …