10 Fakten, die du mit Sicherheit noch nicht über deine Prostata wusstest!

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10 Fakten, die du mit Sicherheit noch nicht über deine Prostata wusstest

Die Prostata ist in ihrer exakten Form nur den Männern vorbehalten, wobei Frauen unter Umständen zumindest ein ähnliches Drüsengewebe aufweisen, welches aber nicht konkret mit der männlichen Vorsteherdrüse vergleichbar ist. Während der Männerwelt zwar meist bekannt ist, dass sie mit einer Prostata gesegnet ist, fristet sie doch zugegebenermaßen ein wenig ein Schattendasein. Dabei ist sie enorm wichtig, da sie sich unter anderem um die Produktion von Ejakulat sorgt und damit für die Fortpflanzung unerlässlich ist – aber vielleicht wusstest du das schon. Mit den folgenden zehn Fakten kannst du dich selbst auf die Probe stellen: wie viel ist dir über deine Prostata bekannt?

#1 – Die Prostata macht deine Spermien beweglicher

Die Prostata macht deine Spermien beweglicher

Die Vorsteherdrüse ist in der Lage ein spezielles Sekret zu produzieren, das für die Fortpflanzung und damit dem Fortbestand der Menschheit von größter Wichtigkeit ist. Das Sekret der Prostata besitzt einen pH-Wert von 6,4, wobei sich Spermien in einer Umgebung von pH-Werten zwischen 6 und 6,5 optimal bewegen. Die Vagina hingegen hat einen pH-Wert von 4. Folglich ist genau das Sekret der Prostata erforderlich, damit sich deine Spermien durch die Vagina bewegen können, ohne dabei abzusterben. Nur so besteht letztlich die Chance, dass die Spermien schließlich zur Eizelle gelangen.

#2 – Die Vorsteherdrüse ist genau genommen nicht nur eine Drüse

Die „eine“ Prostata gibt es nicht! Tatsächlich setzt sich diese nämlich aus bis zu 50 einzelnen Drüsen zusammen, das Gebilde dieser gibt dann das, was als Prostata beziehungsweise Vorsteherdrüse bezeichnet wird. Das Gewebe, welches die einzelnen Drüsen miteinander verbindet, ist ungefähr kastaniengroß und bringt bei einer gesunden Prostata rund 20 Gramm auf die Waage. Mit einem steigenden Lebensalter können die Drüsen anschwellen, was zu einer Vergrößerung der Prostata führt – was hingegen nicht zwangsläufig wünschenswert ist, sich aber nicht konkret verhindern lässt.

#3 – Prostatakrebs ist beim Mann leider der häufigste Krebs

So wichtig die Prostata ist, gibt es keine andere Krebsart, die beim Mann häufiger vorzufinden ist, als der Prostatakrebs. Im Zentrum Krebsregisterdaten werden regelmäßig Daten dazu erhoben. Aktuell erkranken mehr als 60.000 Männer pro Jahr an Prostatakrebs, jedoch nur sehr selten vor dem 50. Lebensjahr. Besonders häufig tritt das Karzinom bei Männern jenseits der 70 auf. Die Wahrscheinlichkeit erhöht sich, wenn Prostatakrebs bereits in der Familie vorkam. Eine gute Nachricht gibt es aber zumindest: Prostatakrebs ist nur sehr selten tödlich, zumindest im Vergleich zu anderen, aggressiveren Karzinomen.

#4 – Die Prostata kann man melken

Das hört sich vielleicht komisch an, ist aber tatsächlich so! Indem sie sanft massiert und gedrückt wird, setzt sie eine kleine Menge Ejakulat frei, ohne dass überhaupt ein Orgasmus eingetreten ist. Das „Melken“ wird beispielsweise im BDSM-Bereich häufig genutzt, um den Orgasmus des Mannes hinauszuzögern, da er durch die „frühzeitige“ Entleerung einer Teilmenge des Ejakulats nicht so schnell zum Höhepunkt gelangt. Zum „Melken“ reicht es, wenn die Prostata in festen Intervallen leicht massiert und gedrückt wird – aber natürlich nicht so, dass es Schmerzen verursacht!

#5 – Für die Prostata gibt es sogar ein eigenes Sextoy

Prostatavibrator als Sex Toy zur Stimulation

Bekanntlich befindet sich die Prostata im Rektum, ist also über den Enddarm zu erreichen. Das funktioniert aber nicht mit einfachen Analdildos oder -vibratoren, da sie etwas nach oben hin zum Bauch versetzt lokalisiert ist. Es ist daher erforderlich, ein spezielles Sextoy zu benutzen, welches die notwendige Krümmung besitzt. Diese aufregenden Sextoys heißen Prostatavibratoren und verwöhnen den Mann mit Vibrationen, wodurch die Prostata gereizt wird.

#6 – Die Prostata kannte man sogar schon in der Antike

Die Medizin entwickelt sich kontinuierlich weiter, beständig lernen wir neue Informationen über unseren Körper oder wissen Erkrankungen effektiv zu behandeln. Die Prostata ist eines der inneren Organe, welches bereits in der Antike bekannt war. Herophilos von Chalkedon hieß der griechische Arzt, der die Anatomie der Vorsteherdrüse schon im Jahr 300 v. Chr. beschrieb. Von dessen Beschreibung leitet sich übrigens auch der Name ab, denn damals wurde sie als „prostátes“ bezeichnet, was in der altgriechischen Sprache so viel wie „Vordermann“ bedeutet. Sowohl der Begriff „Prostata“ als auch der der „Vorsteherdrüse“ stammt also aus der Antike! Noch genauer hat es dann der Italiener Niccolò Massa in 1536 beschrieben.

#7 – Die Prostata kann sich vergrößern und Probleme bereiten

Gutartige Wucherungen der Prostata bezeichnet man in der Medizin als „benigne Prostatahyperplasie oder BPH“. Die Vergrößerung selbst kann, aber muss nicht sofort zu Problemen führen. Im weiteren Verlauf, wenn sie weiter wuchert und sich demnach noch mehr vergrößert, kann sich das aber ändern. Dann sind unter anderem Probleme beim Urinieren denkbar, unter anderem indem sich die Blase nicht vollständig entleert oder indem der Mann stärker pressen muss. Das ist übrigens ein weiterer Grund, warum viele Männer im gehobenen Alter in der Nacht aus dem Bett müssen, um urinieren zu gehen. Die Prostata drückt gegen die Harnblase und verursacht damit den Drang des Wasserlassens.

#8 – Testosteron kann Wucherungen der Prostata begünstigen

Testosteron kann Wucherungen der Prostata begünstigen2

Testosteron ist eigentlich ein Hormon, von dem Männer gar nicht genug bekommen können – es sorgt unter anderem für einen üppigen Bartwuchs, ist beim Muskelaufbau förderlich und stärkt die Manneskraft. Tatsächlich kann zu viel Testosteron aber auch schädlich sein, da es die fortschreitende Vergrößerung der Prostata begünstigt. Männer mit einem hohen Testosteronwert neigen dazu, eher an einer vergrößerten Prostata zu erkranken als solche, die einen gemäßigten oder niedrigen Testosteronwert aufweisen.

#9 – Das weibliche Pendant heißt Paraurethraldrüse

Für die weibliche Ejakulation ist die Paraurethraldrüse verantwortlich. Sie ist quasi das weibliche Pendant zur männlichen Vorsteherdrüse, aber hinsichtlich ihrer Wichtigkeit und Aufgabe keinesfalls mit der Prostata vergleichbar. Des Weiteren können nicht zwangsläufig alle Frauen ejakulieren, das ist auch von der Menge der vorhandenen Drüsen abhängig.

#10 – Die Prostata bringt die Harnleiter in Schwung

Wird die Prostata massiert beziehungsweise durch Vibration gereizt, fangen die Harnleiter an zu schwingen, auch die Muskulatur setzt sich in Bewegung. Das sorgt für das einzigartige Gefühl, von dem Männer während und nach ihrer Prostatamassage zu berichten wissen. Ebenso können die Schwingungen im Unterleib den eigentlichen Höhepunkt noch weiter intensivieren!

Die Prostata ist ein kleines Wunderwerk der Natur – ohne sie gäbe es keine Menschheit, da Spermien nicht überleben würden. Ebenso verströmt sie besondere Reize und Gefühle, die selbst die stärksten Männer schwach werden lassen. Falls du wissen möchtest, wie das funktioniert, haben wir in einem anderen Artikel wertvolle Tipps für das „erste Mal“ gegeben!