So bereitet man sich richtig auf Analsex vor, laut Experten

Mit diesen 12 Tipps und Tricks läuft's POsitiv

So bereitet man sich richtig auf Analsex vor, laut Experten
In diesem Artikel

„Es passiert oftmals einfach so“, erklärt Sex-Coach Mareen Scholl und spielt damit auf die Schwierigkeiten von Analsex an. „Und dann kann es sein, dass es halt einfach so auch mal wehtut.“

Neben Schmerzen würde Analsex etwa auch aufgrund der Angst vor Dominanz, aus Scham oder aufgrund der gesellschaftlichen Tabuisierung vor allem von Frauen abgelehnt werden. Eine etwas holprige Herangehensweise der Männer tue ihr Übriges: „Weil dann Männer oftmals auch so rangehen, dass sie sagen, ach komm, jetzt mach doch mal oder das wird schon gehen oder das tut schon nicht weh.“

Auch eine US-amerikanische Studie aus dem Jahre 2015, an welcher 32 Frauen teilnahmen, enthüllte, dass „falsch“ durchgeführter Analsex einen sehr negativen Eindruck hinterlassen und die Neugier darauf komplett auslöschen kann. So führte eine Teilnehmerin aus: „Sie (Männer) wissen nicht, was sie tun. Sie wollen es einfach mal machen… sie penetrieren dich aber total hart, anstatt langsam und sanft vorzugehen… Sie sind nur auf sich fokussiert und darauf, was sie wollen. Dabei merken sie nicht, dass es uns vielmehr wehtut als ihnen.“

Vor allem bei Frauen hat Analsex also einen schalen Beigeschmack. Dabei ist sowohl der Analbereich von Männern als auch von Frauen eine höchst empfindliche erogene Zone, durch deren Stimulation sehr viel Lust und sogar ein Orgasmus entstehen kann. „Also, für mich hat es sich gut angefühlt. Aber, wie schon gesagt, wir haben ein Kondom und Gleitgel benutzt. Und wir haben uns Zeit gelassen, weißt du? Es gab keinen Zeitdruck, weißt du?“, berichtete eine andere Frau aus der oben genannten Studie.

Richtig guter Analsex will also gelernt sein und braucht ein gewisses Maß an Vorbereitung, Vertrauen, Kommunikation, Geduld, Einfühlungsvermögen, Leidenschaft sowie einen guten Tropfen Gleitgel. Wer all dies mitbringt und folgende Tipps beherzigt, kann seinen Partner/seine Partnerin sicherlich von Analverkehr überzeugen.

1. Suche ein offenes Gespräch mit Deiner Partnerin/Deinem Partner

Beim Geschlechtsverkehr plötzlich auf Analsex zu pochen, ist ein absolutes No-Go. Du solltest vor dem ersten Mal zunächst mit Deiner Partnerin/Deinem Partner sprechen und herausfinden, wie er/sie zu dieser Sexualpraktik steht.

Im Jahre 2018 befragte die Online-Arztpraxis ZAVA 1000 US-amerikanische sowie europäische Männer und Frauen zum Thema „Kommunikation und Sex“. Hierbei zeigte sich, dass sowohl Männer als auch Frauen bei einer ausgeprägten Kommunikationsfähigkeit des Partners/der Partnerin in sexueller Hinsicht viel zufriedener waren. 2/3 der Befragten bestätigten zudem, dass ihr Sexleben sich durch ein offenes Gespräch mit ihrem Gegenüber verbessert hat.

Trotzdem scheinen einige Themen doch noch ein Tabu darzustellen, sodass es vor allem Männern schwerfällt, mit ihrem Schatz darüber zu sprechen.

Zu diesen Tabuthemen gehört zunächst die Männer-Fantasie Nr. 1: der Flotte Dreier. Haarig sind aber auch Gespräche über Analsex. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass Sex zu dritt sowie anale Vergnügungen gesellschaftlich nicht sehr hoch angesehen sind. Männer oder Frauen, die diese Sehnsüchte haben, werden daher bei vielen PartnerInnen nicht immer auf Gegenliebe stoßen und schweigen daher.

Über die eigenen Wünsche zu sprechen, ist jedoch wichtig, denn nur so kannst Du Deine individuelle Sexualität entdecken und ausleben. Auch wenn Analsex ein schwieriges Thema ist, solltest Du also ungehemmt mit Deinem Liebsten/Deiner Liebsten darüber reden. Sei jedoch darauf gefasst, dass er/sie Analverkehr ablehnt. Unter Umständen kannst Du auch erst mal nur Rimming oder die Nutzung eines kleinen Analplugs vorschlagen, damit Dein Gegenüber herausfinden kann, ob Popo-Spiele ihm/ihr gefallen.

Haben viele Menschen Analsex?

Unter Umständen hilft es Deinem Partner/Deiner Partnerin, zu wissen, dass Analsex nicht nur in Pornofilmen vorkommt, sondern auch von ganz normalen Menschen ausgeübt wird. Im Jahre 2017 befragten Forscher der Universität Hildesheim 2524 Männer und Frauen zu ihrem Sexualverhalten.

Hierbei kam heraus, dass 19 % der Männer bereits aktiven und 17 % der Frauen schon mal passiven Analverkehr hatten. Die sexuelle Spielart ist also längst nicht so beliebt und verbreitet wie Vaginal- oder Oralverkehr. Sie wird aber auch nicht ausschließlich von einer kleinen Minderheit praktiziert wie etwa manche Fetische. Wer Lust darauf hat, kann sich also ruhig trauen – viele andere Paare haben es bereits vorgemacht.

2. Was, wenn mein Partner/meine Partnerin nicht möchte?

Dass Dein Partner Analsex ablehnt, obwohl Du diese Sexvariante als Frau freudestrahlend vorschlägst, ist sehr unwahrscheinlich, denn Analverkehr ist eine sehr reizvolle Vorstellung für viele Männer. „Allgemein wird geschlussfolgert, dass Frauen, die sich auf Analsex einlassen, tendenziell abenteuerlustiger, sinnlicher sowie entspannter im Bett sind und auch einfacher zum Orgasmus kommen“, sagt Dr. David J. Ley in PSYCHOLOGY TODAY.

Außerdem ist der Po einer Frau wie ein Schatz, den jeder Mann gerne heben möchte. Analsex ist nun einmal nicht so normal wie Vaginalverkehr, sodass Popo-Spiele die Neugier vieler Männer wecken. Falls Dein Liebster jedoch tatsächlich gegen Analverkehr ist, dann nutze doch zum Beispiel einen Analvibrator und verwöhne Deinen knackigen Po auf eigene Faust.

Dass Deine Partnerin Analsex ablehnt, ist dahingegen viel wahrscheinlicher, denn Frauen sind nicht gerade die größten Fans von Hintertürchen-Vergnügungen. Dies liegt einerseits am gesellschaftlichen Druck. Andererseits haben sie Angst vor Schmerzen oder fühlen sich gedemütigt, wenn etwas in ihren Po eingeführt wird. Als Mann kannst Du natürlich versuchen, Deiner Partnerin diese Ängste zu nehmen.

Falls sie Analsex jedoch partout nicht möchte, musst Du dies akzeptieren und Dir anderweitig helfen. Wie wäre es beispielsweise mit einer Taschenmuschi? Modelle der Firma FLESHLIGHT gibt es auch in der analen Version. Dank der realistisch aussehenden Rosette, des verführerisch engen Kanals und der aufreizenden Struktur im Inneren entsteht durch eine Anal-Fleshlight ein ähnliches Gefühl wie beim Analverkehr. Vielleicht reicht das ja bereits aus, um Deine Neugier zu stillen?!

3. Nicht mit irgendjemand

Laut einer Umfrage des Frauenmagazins LISA sind sich 82 % der befragten Männer und Frauen darin einig, dass Sex am schönsten ist, wenn er mit einer vertrauten Person stattfindet. Dies gilt für Analsex ungleich mehr, denn weil viele Männer und Frauen nur wenig Erfahrung mit der Sexspielart sowie unter Umständen Vorurteile haben und Schamgefühle verspüren, müssen sie langsam an Analverkehr herangeführt werden. Dies klappt am besten mit einem Menschen, dem sie wirklich vertrauen.

Natürlich ist Analsex auch mit einem One-Night-Stand möglich und dies ist auch nicht verwerflich. Bedenke jedoch stets, dass es sich um eine Spielart für Fortgeschrittene handelt, bei der man sich viel Zeit nehmen muss. Wer auf eine schnelle Nummer zwischendurch aus ist, sollte auf Analverkehr lieber verzichten.

4. Selbstversuch

Bei der oben bereits erwähnten Untersuchung der Universität Hildesheim kam außerdem heraus, dass nur 4 % der befragten Männer schon mal passiven Analverkehr hatten. Da an der Umfrage auch ein kleiner Teil homosexueller Herren teilnahm, für die passiver Analverkehr durchaus üblich ist, scheint es fast so, als hätten nur sehr wenige heterosexuelle Männer bereits die Erfahrung gemacht, etwas in ihren Anus hineingeschoben zu bekommen. Dahingegen ist aktiver Analsex eine der häufigsten Männer-Fantasien überhaupt. Das hört sich für uns fast ein bisschen wie Doppelmoral an.

Wenn Du ein Mann bist

Gleiches Recht für alle – wenn Du Deine Liebste/Deinen Liebsten anal penetrieren willst, dann probiere doch zunächst selbst aus, wie es sich anfühlt, wenn ein Gegenstand in den Anus eingeführt wird. Nutze hierzu beispielsweise einen kleinen Analdildo oder Analplug. Hierdurch erfährst Du am eigenen Leib, wie langsam Du vorgehen musst, wann es wehtut oder was sich besonders gut anfühlt. So kannst Du viel besser auf Dein Gegenüber eingehen und verstehst seine/ihre Sorgen.

Wenn Du eine Frau bist

Falls Du Dir nicht sicher bist, ob Du Deinem Ehemann oder Freund erlauben sollst, Analverkehr mit Dir zu haben, dann übe doch zunächst mit Dir selbst und finde heraus, ob es Dir gefällt. Trage hierzu genügend Gleitgel auf Deine Rosette auf und schiebe dann beispielsweise Analkugeln in Deinen After. Der Vorteil dieser Art von Sextoys ist, dass die Kugeln nicht allzu groß sind und Stück für Stück eingeführt werden können. So kannst Du Dich langsam an das Gefühl, dass etwas in Deinem Po steckt, gewöhnen. Da Dir niemand zuschaut und auch kein Zeitdruck besteht, kannst Du Dich ferner völlig fallenlassen und nach und nach erkunden, ob Popo-Spiele für Dich geeignet sind.

Tipp: Fokussiere Dich beim Einführen der Analkugeln nicht nur auf Deine Analregion. Streichle auch Deine Klitoris und Brustwarzen oder nutze einen Massagestab, um zusätzlich Deine Vulva zu verwöhnen. Vielleicht merkst Du so ja, dass diese Kombination aus analer und klitoraler Stimulation genau das Richtige für Dich ist. Bitte Deinen Partner beim „echten“ Analverkehr dann, ebenfalls auf Deine anderen erogenen Zonen zu achten.

5. Ein sauberer Po beim Analsex macht froh

Im Normalfall ist im letzten Bereich des Darms, welcher beim Analsex mit dem Penis berührt wird, kein Kot vorhanden. Nur wenn Du Druck verspürst und auf die Toilette musst, ist auch der Analkanal gefüllt. Dann solltest Du natürlich erst aufs stille Örtchen gehen, bevor Du passiven Analsex hast. Nach der Darmentleerung solltest Du Deinen Analbereich zudem mit warmem Wasser und milder Seife reinigen. Dies genügt schon, um zur Tat zu schreiten.

Trotz ausreichender Hygiene kann es jedoch immer mal dazu kommen, dass beim Analverkehr Kotrückstände am Penis bzw. am Kondom hängenbleiben. Wer dies nicht aushalten kann, sollte von Analverkehr lieber Abstand nehmen. Dem Partner/der Partnerin nach dem Analsex entgegenzuschleudern: „Iiiihhhh, wie ekelig ist das denn?“ ist jedenfalls nicht akzeptabel.

Sollte ich vor dem Analsex eine Analdusche benutzen?

Falls Du das Gefühl hast, dass es nicht genügt, Deinen Darm auf der Toilette zu leeren und Deinen Po äußerlich zu reinigen, dann kannst Du etwa eine Stunde vor dem Sex einen Einlauf durchführen.

Nutze hierzu einfach eine Analdusche. Diese solltest Du je nach Modell zunächst mit warmem Wasser füllen, dann mithilfe von etwas Gleitgel in Deinen After einführen und schließlich das Wasser in Deinen Darm pumpen. Warte dann etwa zwei Minuten ab und gehe danach auf die Toilette, um Wasser und Kotreste auszuspülen.

Beachte jedoch, dass tägliche Einläufe nicht zu empfehlen sind, da Deine Darmflora in Mitleidenschaft gezogen werden könnte. Auch eine häufige Spülung mit Leitungswasser ist nicht empfehlenswert. Verwende im Falle von regelmäßigen Darmspülungen besser Ringerlösungen oder physiologische Kochsalzlösungen.

6. Stelle genügend Gleitgel bereit

Ein sehr wichtiges Hilfsmittel, welches bei analen Spielen auf keinen Fall fehlen sollte, ist Gleitgel. Da die Analschleimhaut und auch die Haut am Eingang des Anus sehr empfindlich ist, kann sie schnell reißen. Außerdem befinden sich im Enddarm – anders als in der Vagina – keinerlei Drüsen, die für einen Feuchtigkeitsnachschub sorgen. Wer also auf Gleitgel verzichtet und allein durch Druck versucht, ins Poloch seiner Partnerin/seines Partners vorzustoßen, wird nicht nur sein Gegenüber verletzen, sondern sicherlich auch Schmerzen an seinem besten Stück verspüren.

Übrigens: Spucke ist eine Alternative zu Gleitgel, jedoch keine sehr gute. In oben bereits genannter Studie der California State University empfand eine Teilnehmerin Ekel, nachdem ihr Sexpartner beim Analsex auf sein bestes Stück gespuckt hatte: „Wenn es zu trocken wird, ziehen sie ihren Penis einfach heraus, spucken und schieben ihn wieder hinein… als mir das zum ersten Mal passiert ist, hab ich gedacht „Oh, Gott!“ Es war ekelhaft.“ Zu spucken ist wirklich nicht die feine englische Art und wird viele SexpartnerInnen verschrecken. Halte daher immer etwas Gleitgel bereit und beweise so Stil und Klasse.

Für Analsex kannst Du prinzipiell jegliche Art von Gleitgel verwenden. Achte jedoch unbedingt darauf, dass sich die Flüssigkeit mit Materialien wie Latex verträgt, damit das von Dir verwendete Kondom nicht porös wird. Darüber hinaus hält vor allem die Wirkung von wasserbasierten Gleitgelen nicht allzu lange vor, was gerade für Analsex nicht sehr praktisch ist. Hier empfiehlt sich daher eher ein silikonbasiertes Gel.

Außerdem gibt es Flüssigkeiten, die extra für Analverkehr entwickelt wurden. Sie beinhalten etwa Benzocain, ein Wirkstoff, der eine leicht betäubende und schmerzlindernde Wirkung hat. Hierdurch wird Analsex gerade bei den ersten Versuchen etwas angenehmer für den passiven Part.

7. Vorspiel ist ein MUSS

Gleitgel macht den Analbereich schön flutschig. Allerdings bringt das beste Gel nichts, wenn der passive Part total verkrampft ist und überhaupt keine Erregung verspürt. Du musst wissen, dass der Anus, anders als die Vagina, mit einem starken Schließapparat ausgestattet ist, welcher eigentlich dafür zuständig ist, Kot im Inneren des Darms zu halten. Der innere und äußere Schließmuskel entspannt sich daher im Normalfall nur, wenn Du Stuhlgang verspürst und auf die Toilette gehst. Dass die Muskulatur erschlafft, weil ein Penis oder Dildo von außen eingeführt werden soll, ist also ein anormaler Vorgang, auf welchen sich der Körper Deines Partners/Deiner Partnerin zunächst vorbereiten muss.

Denkt Dein Schatz also die ganze Zeit: „Oh mein Gott, wird es wehtun?“ oder „Ist Analsex das Richtige für mich?“, spannt sich ihr/sein Körper unwillkürlich an, und somit auch die Schließmuskulatur im Po. In diesem Zustand wird es sehr schwierig, befriedigenden Analverkehr zu haben. Das zuvor erwähnte intime Gespräch ist die erste Maßnahme gegen einen verkrampften Analbereich. Hierbei gilt es zu entscheiden, ob Analverkehr wirklich gewollt ist. Wenn ja, sollte ein ausgedehntes Vorspiel erfolgen, damit sich der passive Part so richtig schön fallenlassen kann.

Folgendes könnte Bestandteil Eures Vorspiels sein:

Märchenhafte Massage

Schenke Deinem Liebsten/Deiner Liebsten doch eine unvergessliche erotische Massage, bevor Ihr zur analen Tat schreitet. Hierdurch kann er/sie sich wunderbar entspannen. Breite einfach ein Handtuch auf dem Bett aus, bitte Deine Partnerin/Deinen Partner sich nackt auf den Bauch zu legen und verteile dann wohlduftendes Massageöl auf ihrem/seinem gesamten Körper.

Wenn Du noch etwas tiefer in die Techniken der erotischen Massage eintauchen willst, dann informiere Dich doch über Tantra und verwöhne Dein Gegenüber auch mit einer erregenden Yoni- bzw. Lingam-Massage.

Sündiges Schaumbad

Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagt Ihr, wenn Ihr ein gemeinsames Schaumbad nehmt. Hierdurch stellt Ihr einerseits das nötige Maß an Hygiene vor dem Analsex her und könnt andererseits im heißen Wasser relaxen und Euch gegenseitig liebkosen.

Tipp: Stellt doch zwei Gläser mit prickelndem Sekt auf einen kleinen Tisch neben die Badewanne und genehmigt Euch zwischendurch einen kleinen Schluck. Natürlich raten wir nicht dazu, sich vor dem ersten Mal Analverkehr komplett abzuschießen. Doch ein wenig Alkohol lockert die Stimmung und entspannt den Körper, sodass ein Gläschen Sekt oder Wein zur Einstimmung sicherlich nicht schaden kann.

Verheißungsvolle Verführung

Verbinde Deinem Partner/Deiner Partnerin die Augen, fessle ihn/sie mit einem Seidentuch ans Bett und hauche dann zarte Küsse auf seinen/ihren Körper. Reize seine/ihre Sinne auch durch sinnliches Geflüster, romantische Musik, sanftes Streicheln der erogenen Zonen oder süße Versuchungen wie Schokolade.

Unbekannte Sinneseindrücke entstehen zudem, wenn Du mit einem Eiswürfel über den Oberkörper Deines Liebsten/Deiner Liebsten streichst oder Kerzenwachs auf seinen/ihren Bauch träufelst. Unter Umständen mag er/sie ja auch leichte Peitschenhiebe oder steht darauf, wenn seine/ihre Brustwarzen mit Nippelklemmen stimuliert werden. Erwecke durch solche und ähnliche Methoden die Lust Deines Schatzes, damit er/sie sich Dir vollkommen hingibt.

Lustvolle Lippen

Auch wenn Ihr Analsex haben wollt, solltet Ihr die anderen erogenen Zonen des passiven Parts nicht außer Acht lassen. Eine orale Stimulation der Klitoris oder des Penis bringt Deine Partnerin/Deinen Partner in Stimmung und macht Lust auf mehr. Ein Blowjob oder Cunnilingus ist eine sehr effektive Methode, einen anderen Menschen heiß zu machen. Wenn Dein Gegenüber sich vor Erregung windet und stöhnt, ist Analsex viel einfacher möglich.

Du kannst Deine Lippen übrigens auch dazu verwenden, den Anus Deines Schatzes zu stimulieren. Rimming ist eine Vorstufe zu Analsex und damit perfekt zur Einstimmung geeignet. Beim Anilingus kannst Du nicht nur die Rosette Deiner Partnerin/Deines Partners oral verwöhnen, sondern auch mit der Zunge ins Poloch hineinstoßen. So erhält sie/er einen ersten Eindruck davon, was sie/ihn später erwartet.

Sinnliches Spielzeug

Wenn Du nicht alles alleine machen möchtest, unterstützen Dich Sextoys dabei, Deine Partnerin/Deinen Partner in Wallung zu bringen. Stimuliere beispielsweise die Klitoris Deiner Liebsten mit einem Druckwellenvibrator oder Massagestab. Dildos oder G-Punkt-Vibratoren sorgen für einen erotischen Kick im Inneren der Vagina.

Wenn Du einen Mann an Deiner Seite hast und er später der passive Part beim Analsex oder Pegging sein soll, dann verwöhne sein bestes Stück doch beispielsweise mit einem Handjob, bei welchem Du zusätzlich eine Taschenmuschi einsetzt.

8. Dehnübungen speziell für den Analbereich

„Wenn wir Analverkehr machen wollen, ist es ganz, ganz wichtig, dass dieser Schließmuskel auf ist“, erklärt Dr. med. Sheila de Liz. „Und diesen Schließmuskel darf man nicht auf zwingen. Manchmal ist es so gerade in den Pornofilmen, da sieht so aus, als würde der Mann einfach mit dem Penis reingehen und juchhu, schon geht’s los. Das ist aber nicht die Realität. Ganz, ganz wichtig. Das ist nicht die Realität! Die Realität sieht anders aus. Man muss dieses Poloch ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz langsam dehnen. Man braucht super, super viel Zeit. Extrem viel Zeit und Geduld.“

Bevor Du also Deinen Penis genüsslich in den After Deines Partners/Deiner Partnerin gleiten lässt, sollten seine/ihre Schließmuskeln vorgedehnt werden. Dies funktioniert am besten, indem Du zunächst nur einen Finger nutzt und diesen mit kreisenden Bewegungen über die mit Gleitgel angefeuchtete Rosette Deines Schatzes bewegst. Drücke Deinen Finger dann sachte gegen sein/ihr Poloch und warte, bis sich dieses öffnet. Führe Deinen Finger dann langsam ein und spüre, wie die Schließmuskeln sich langsam lockern. Dringe erst dann weiter vor und achte auf die Signale Deines Gegenübers.

Zur Vordehnung des Analbereichs könnt Ihr außerdem spezielle Analplugs oder Analketten verwenden. Auch diese sollten mit Gleitgel angefeuchtet werden und dürfen gerade am Anfang nicht allzu groß ausfallen. Geübte Analsex-Enthusiasten können auch Analvibratoren oder Dildos für die neckischen Aufwärmübungen benutzen.

9. Auf Nummer sicher gehen

Liebe Leute, auch wenn wir klingen wie Eure Eltern oder Eure Sexualkunde-Lehrer, Analsex sollte immer mit Kondomen stattfinden, vor allem dann, wenn Ihr Popo-Spiele mit flüchtigen Bekanntschaften durchführt! Analverkehr birgt nämlich unter allen Sexualpraktiken das höchste Risiko, sich mit einer Geschlechtskrankheit anzustecken. Da die Analschleimhaut sehr dünn ist, kann es schnell zu Rissen kommen, wodurch Bakterien oder Viren sehr leicht übertragen werden können.

Welche Folgen kann ungeschützter Analsex haben?

  • Bakterielle Infektionen der Harnwege oder Vagina
  • Anschwellen von Hämorrhoiden oder Blutungen in diesem Bereich
  • Analfissuren; leichte Risse im Inneren der Analregion
  • Inkontinenz
  • Verletzungen der Haut am Darmausgang
  • Perforation der Darmwand
  • Geschlechtskrankheiten wie HIV, Hepatitis oder HPV

Achtung! Kommt bitte nicht auf die Idee, von Analverkehr direkt zu Vaginal- oder Oralsex überzugehen. Im Rektum befinden sich zahlreiche Colibakterien und Enterokokken, welche beispielsweise Scheiden- bzw. Magen-Darm-Infektionen auslösen können. Nach dem Analverkehr sollte das zuvor verwendete Kondom also abgezogen und durch ein neues ersetzt werden.

10. Die richtige Stellung finden

Gerade beim Analsex ist es wichtig, dass Ihr eine möglichst bequeme Stellung findet, denn nur so kann der passive Part seinen Po bestmöglich entspannen. Seht also von Positionen, bei welchen Ihr Euch komplett verrenken müsst, ab. Zudem ist es wichtig, dass das Poloch Deines Partners/Deiner Partnerin gut zugänglich und der Analkanal gestreckt ist. Auch hierdurch fallen einige Stellungen flach.

Gut geeignet sind etwa Doggy-Style, die Löffelchen- oder Missionarsstellung, wobei der passive Part sich bei letzterer Position am besten ein Sexkissen unter den Po schiebt, um diesen leicht anzuheben.

11. Gaaaaanz langsam

Was ist die Grundlage für erfüllten Analsex? Eine Sex-Expertin des Sextoy-Onlineportals EIS hat eine Antwort auf diese Frage: „Auf der empfangenden Seite nämlich zu vertrauen und die Kontrolle abzugeben, sich also hinzugeben. Und auf der gebenden Seite genau das Gegenteil, nämlich die Kontrolle anzunehmen, zu halten und sich auch der Verantwortung dem anderen gegenüber bewusst zu sein.“

Dies sei vor allem in zwei Bereichen sehr wichtig: beim Schamgefühl und beim Schmerzempfinden. „Dort sollte man als Geber, also als dominanter Part, besonders einfühlsam sein, denn nur wenn man wirklich mitbekommt, was fühlt der andere Mensch in diesem Moment, nur dann kann man ja auch wirklich die Verantwortung und somit die Kontrolle übernehmen.“

Wenn Du also den aktiven Part beim Analsex übernimmst, musst Du unbedingt darauf achten, welche Signale Dein Gegenüber Dir aussendet. Merkst Du beispielsweise, dass sein/ihr Anus sich zunächst nicht öffnet, dann taste Dich ganz langsam vor, nutze vielleicht noch mehr Gleitgel oder massiere den Po und Rücken Deines Liebsten/Deiner Liebsten, damit er/sie sich noch mehr entspannt. Versuche keinesfalls, Deinen Penis mit Nachdruck in den After Deines Gegenübers zu schieben. Dies führt zu Verletzungen, Schmerzen und zu einem sehr negativen Erlebnis für Deinen Sexpartner/Deine Sexpartnerin.

12. Stopp heißt Stopp!

Falls es Dir zu viel wird und Du beim Analsex Schmerzen verspürst oder Dich sehr unwohl fühlst, dann sage sofort „Stopp!“. Wenn Du der aktive Part bist, dann akzeptiere dieses verbale Stoppzeichen und kommuniziere mit Deinem Partner/Deiner Partnerin. Vielleicht musst Du einfach nur etwas behutsamer vorgehen und dem Schließmuskel Deines Gegenübers Zeit geben, sich zu entspannen. Möchte Dein Partner/Deine Partnerin Eure Popo-Spiele jedoch komplett abbrechen, dann versuche nicht, sie oder ihn weiter zu bedrängen – #neinheißtnein.

Fazit: Analsex ja, aber gut muss er sein

Da die Analschleimhaut mit zahlreichen Nervenfasern ausgestattet ist, ist es unbestritten, dass Analsex sexuelles Vergnügen bereiten kann. Vertrauen, eine gute Kommunikation, Einfühlungsvermögen und langsames Vorgehen sind jedoch Voraussetzung, damit es für beide Akteure auch wirklich befriedigend wird. Wenn dann noch Schamgefühle über Bord geworfen sowie Vorurteile aus dem Weg geräumt werden und nicht allzu große Erwartungen an Analverkehr geknüpft werden, ist diese Sexspielart einfach das, was sie ist: eine weitere erotische Variante, die Paare ausprobieren können, um ihr Repertoire zu erweitern und sich gegenseitig Lust zu verschaffen.