Heiße Nummer im Wasser? 10 Dinge, die du unbedingt wissen musst!

Plitschplatsch, wir lieben Wasser! Aber ist es auch eine gute Idee, sich darin zu lieben?

Sex im Wasser Gefahren
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Wasser ist nicht nur ein Lebenselixier, es ist insgesamt einfach fantastisch! Wir Menschen bestehen daher auch zu rund 70 Prozent aus dem feuchten Element und verbringen liebend gern unsere Freizeit in der Badewanne, am See oder am Meer.

So ist die beliebteste Art des Urlaubs (für Deutsche) seit jeher der Strand- und Badeurlaub. Außerdem gibt es laut einer Forsa-Studie in etwa 76 Prozent der deutschen Badezimmer eine eigene Badewanne.

Wasser ist für das Sexleben ebenfalls höchst interessant. Diverse Medien greifen dieses spannende Thema auf. So berichtete die WELT von einer Studie, nach der mehr als zwei Drittel der Befragten angaben, von Sex am Strand zu träumen. Nur das Bett tauchte häufiger als lustspendende Traumlocation auf.

Die Cosmopolitan empfiehlt hingegen ihre Sex-Bucket-List mit 55 Orten, an denen jeder einmal ein Schäferstündchen abgehalten haben sollte. Wenig überraschend ist, dass darin gleich mehrere Orte auftauchen, die mit Wasser in enger Verbindung stehen:

  • die Dusche
  • die Badewanne
  • der Whirlpool
  • der Strand
  • das Meer
  • der See
  • das Freibad
  • der Sommerregen

Wasser und Sex scheinen also eng zusammen zu gehören. Vielleicht ist auch dir schon einmal die Idee gekommen, ein erotisches Stelldichein ins erfrischende Nass zu verlegen, ohne dass du es bisher ausprobiert hättest.

Hattest Du schon einmal Sex im Wasser?

Wer in dieser Hinsicht noch nicht so viel Erfahrung besitzt, weiß oft nicht von den zahlreichen Tücken. Sei dir darüber im Klaren, dass Sex im Wasser ganz anders ist als an anderen Orten. Bevor du dich traust, solltest du daher die folgenden zehn Dinge wissen.

1. Im Wasser lauern Chemikalien und Keime.

Ein ruhiger See oder ein friedlich dahin plätschernder Fluss sehen auf den ersten Blick völlig harmlos und idyllisch aus. Doch der Schein kann trügen: Sie sind manchmal so verschmutzt, dass du grundsätzlich nicht hineinsteigen solltest, weil darin nicht einmal mehr ein Fisch überlebt. Sogar in Deutschland findest du inzwischen leider zahlreiche Gewässer, die du besser nur auf Abstand genießt.

Das liegt häufig am Menschen. Durch Betriebsunfälle oder Absicht geraten immer wieder giftige Chemikalien in die Umwelt. Ob das bei einem bestimmten See der Fall ist, lässt sich als Laie vor Ort aber nur schwer abschätzen. In wenigen Fällen sind immerhin Warnschilder vor Ort.

Hinzu kommt, dass natürliche Bakterienpopulationen während Hitzewellen im Sommer explodieren können, wodurch sie ein sauberes Gewässer sehr schnell in eine Gefahrenzone verwandeln. Die weit verbreiteten Blaualgen lösen zum Beispiel Allergien aus, verursachen Übelkeit und manchmal sogar Krebs.

Unser Tipp
Wählt für Sex im Wasser bewusst ein Badegewässer aus, das regelmäßig von Behörden untersucht und offiziell zum Baden freigegeben ist oder steigt besser gleich in einen gepflegten Pool.

2. Im Wasser lauert manchmal noch viel mehr.

In natürlichen Gewässern seid ihr eigentlich nie allein. Teiche, Seen, Flüsse und Meere sind bekanntlich Lebensraum für zahlreiche Lebewesen. Das Gute daran ist, dass diese meist kein großes Interesse an euch haben und für den Menschen selten gefährlich sind. Doch manche sind außerordentlich wehrhaft.

Am Strand sind zum Beispiel Seeigel und Quallen ein Problem. Sie haben es gar nicht auf euch abgesehen, dennoch gehen versehentliche Berührungen meist schmerzhaft aus. Auch bissige Fische in Seen lassen den Spaß schnell enden.

Unser Tipp
Während aggressive Wasserbewohner nur schwer abzuwehren sind, lassen sich immerhin die Füße mit Schwimmschuhen vor spitzen Steinchen, Scherben und Müll im Grund schützen. Wer sich vor tierischen Begegnungen fürchtet, geht sowieso lieber ins Schwimmbad.

3. Wasser hat Auswirkungen auf die (Schleim-)Haut.

Beim Sex gelangt mit jedem Stoß etwas Wasser in ihre Vagina. Selbst unter sauberen und hygienischen Bedingungen kann das zu Problemen führen. Badezusätze und chloriertes Wasser brennen zum Beispiel an empfindlichen Schleimhäuten.

Die Scheidenflora lässt sich außerdem leicht durcheinander bringen. Wasser wäscht nicht nur Schmutz weg, sondern auch die wertvollen Milchsäurebakterien. Frauen fangen sich aus diesem Grund schnell Infektionen und Pilzkrankheiten durch häufigen Sex im Wasser ein, weil die natürliche Schutzbarriere abnimmt.

Zu allem Überfluss geht auch noch ihr natürliches Gleitmittel flöten, sodass mit etwas Pech sogar Mikroverletzungen im Genitalbereich bei beiden Liebhabern drohen. Dadurch verbreiten sich Geschlechtskrankheiten einfacher. Warmes Wasser erleichtert auch noch die Übertragung der Erreger.

Unser Tipp
Sex im Wasser sollte eine Ausnahme bleiben und nur stattfinden, wenn beide frei von ansteckenden Geschlechtskrankheiten sind.

4. Kondome sind im Wasser nicht sicher.

Eigentlich gelten Kondome als relativ sichere Möglichkeit zur Verhütung und als Schutz vor Syphilis und Co. Leider gilt das im Wasser nicht mehr.

Sobald Feuchtigkeit zwischen Penis und Kondom gelangt, kann es leicht abrutschen. Im schlimmsten Fall bemerkt ihr beiden das nicht einmal und habt dann ungewollt ungeschützten Sex miteinander. Selbstverständlich kann das sogar in einer Schwangerschaft münden, wenn er in ihr kommt.

Leider greifen manche Stoffe im Wasser wie Chlor, Badezusätze und Salzwasser auch noch chemisch das Material des Kondoms an. Im Wasser treibender Sand in der Nähe eines Strandes ist zudem in der Lage, das Kondom mechanisch aufzuscheuern. Letzteres ist immerhin so schmerzhaft, dass ihr das zumindest merkt.

Unser Tipp
Er sollte ein Kondom in der richtigen Größe wählen und es möglichst schon im Trockenen überziehen, damit es besser sitzt. Wirkliche Sicherheit bieten Pariser im Wasser aber nicht. Andere Verhütungsmittel wie die Pille schützen euch hingegen mit einer gewissen Sicherheit vor einer ungewollten Schwangerschaft – allerdings nicht vor Geschlechtskrankheiten.

5. Niemand möchte ungefragt zusehen.

Seen, Meere und Flüsse sind bekanntlich sehr anziehend. Stellen, die du magst, mögen andere wahrscheinlich ebenfalls. Es ist daher schwierig, einen Ort zu finden, den ihr beiden für euch allein genießen könnt. Manche Pärchen suchen daher erst gar nicht nach einem ruhigen Plätzchen.

Sex in der Öffentlichkeit ist in Deutschland zwar nicht verboten, jedoch können erhebliche Probleme auf euch zukommen, wenn ihr andere bewusst belästigt. Stört sich jemand daran, dass ihr euch offensichtlich miteinander vergnügt, ist es möglich, dass ihr eine Anzeige erhaltet.

Es ist keine gute Idee, das belebte Freibad oder den Strand als Spielwiese zu benutzen. Auch der oft gehörte Tipp, einfach etwas abgelegenere Stellen für Sex im Wasser aufzusuchen, kann sich im Nachhinein als Fehler herausstellen. Gerade in öffentlichen Bädern gibt es häufig Unterwasserkameras, die den Bademeistern beim Überwachen des Betriebs helfen. Im schlimmsten Fall gibt es also einen Videobeweis eures Techtelmechtels!

Wer Unterwasser-Sex im Freien trotzdem ausprobieren möchte, muss sicherstellen, dass er niemanden stört. Es lohnt sich aber meist, sich einfach etwas Zeit zu nehmen und die perfekte Stelle für Sex im Wasser zu suchen.

Unser Tipp
Kontrolliert lieber doppelt, dass ihr wirklich allein seid und niemanden stört. Zieht euch nicht komplett aus: Er kann die Badehose etwas runter ziehen und sie schiebt den Schlüpfer ein wenig zur Seite. Seid unauffällig und leise, damit ihr andere nicht auf euch aufmerksam macht.

6. Die falsche Wassertemperatur zerstört die Lust.

Zu kaltes und zu heißes Wasser sind unangenehm. Beides wirkt sich auch stark auf die sexuelle Leistungsfähigkeit aus. So bekommen Männer keine Erektion oder verlieren sie schnell wieder. Auch die Lust der Frau lässt spürbar nach. Doch wie warm sollte das Wasser nun sein?

Beim Baden in der Badewanne empfehlen Dermatologen etwa 37 bis 39 Grad, damit man sich ausgiebig darin entspannen kann. Das Wasser sollte also etwas wärmer als der Körper sein. Im Hallenbad geht es allgemein etwas kühler zu, weil das Schwimmbecken auch für Sport genutzt wird. Hier hat das Wasser häufig nur 28 bis 30 Grad. Wer für seine Gesundheit kneippt, erlebt in unter 18 Grad kaltem Wasser den gewünschten Kältereiz.

Unser Tipp
Für Sex im Wasser ist die angegebene Badetemperatur meist zu warm und die Schwimmbadtemperatur zu kalt. Eisiges Kneippwasser eignet sich überhaupt nicht, um sich darin zu lieben! Als optimal für ein ausgiebiges Liebesspiel gelten hingegen 30 bis 32 Grad. Mit einem Wasserthermometer lässt sich das zumindest in der Badewanne oder im privaten Whirlpool regeln.

7. Wellen und Strömungen im Meer sind extrem gefährlich.

Du willst dich nicht von den bisher genannten Risiken entmutigen lassen und deinen Traum von Slow Sex im Meer ausleben? Dann wähle den Ort ganz genau aus. Du musst nicht nur darauf achten, dass sich niemand in der Nähe befindet, sondern auch den Wellengang und Strömungen im Blick haben.

Selbst vermeintlich ruhig wirkendes Wasser kann gefährlich sein. Leichte Wellen haben bereits genug Energie, um euch ein Stück zu bewegen. Außerdem ist es möglich, dass euch eine Strömung aus dem strandnahen Wasser aufs offene Meer zieht. Wer dabei nur Augen für seinen Partner hat, bemerkt oft gar nicht, dass der Abstand zum Strand immer größer wird.

Unser Tipp
Haltet wegen der Wellen ausreichend Sicherheitsabstand zu Klippen, Felsen und anderen harten Oberflächen. Beim Sex im Meer sollte immer einer von beiden mit den Füßen den Kontakt zum Boden behalten.

8. Das Sonnenbrand-Risiko steigt im Wasser.

Die Sonne ist wunderbar: Wenn sie vom Himmel lacht, macht das Baden und Schwimmen gleich doppelt so viel Spaß. Klar, dass die Hormone dann Achterbahn fahren und die Funken zwischen euch nur so sprühen! Für die Haut ist das aber alles andere als optimal, denn mit der Sonne kommt der Sonnenbrand und so steigt das Risiko für Hautkrebs. Wasser bündelt die Sonnenstrahlen, was die Haut noch stärker angreift.

Falls ihr euch die Kleider vom Leib reißt, um euch gegenseitig zum Höhepunkt zu bringen, gelangt die Sonne auch an Stellen, die sonst nicht besonnt werden. Achtet daher darauf, dass ihr den Sonnenschutz eurer Wahl überall (außer auf den Genitalien) auftragt und er genug Zeit zum Einwirken hat, bevor ihr ins Wasser hüpft.

Unser Tipp
Eine wasserfeste Creme mit hohen UV-Schutz ist sinnvoll. In Gewässern wählst du am besten eine umweltfreundliche Sonnencreme. An manchen Stränden ist das sogar gesetzlich vorgeschrieben, zum Beispiel in der Nähe von Korallenriffen.

9. Sex im Badezimmer erhöht die Rutschgefahr.

Badewanne und Dusche haben viele Vorteile, wenn ihr Lust auf Sex im Wasser habt. Ihr könnt die Temperatur regulieren, dafür sorgen, dass keine unerwünschten Stoffe mit euch baden gehen, und seid sicher vor neugierigen Blicken. Ein Liebesspiel im eigenen Badezimmer ist daher eine prima Alternative zu anderen feuchten Locations.

Auf eure Unversehrtheit müsst ihr aber nicht nur am felsenreichen Strand aufpassen: Der Haushalt ist der Ort, an dem die meisten Unfälle passieren. Beim Sex im Bad liegt das Risiko vor allem im rutschigen Boden. Man kommt durch die Erregung außerdem schnell aus dem Gleichgewicht.

Unser Tipp
Nutzt im Wasser Antirutsch-Matten und legt Badezimmer-Teppiche auf glatte Fliesen. Wenn euch die Wanne zu eng wird, könnt ihr prima auf dem Teppich weitermachen.

10. Elektrogeräte können im Wasser tödlich sein.

Ihr habt beim Sex Lust auf gute Musik oder lasst nebenbei gern einen anregenden Porno laufen? Das kann im Badezimmer schief gehen: Stromschläge durch E-Geräte sind zwar selten, doch noch immer sterben jedes Jahr ein paar Dutzend Menschen in Deutschland durch Stromunfälle.

Unser Tipp
Achtet darauf, dass sich keine elektrischen Geräte in Wassernähe befinden. Der Laptop, das Smartphone und alle anderen E-Geräte sollten auf keinen Fall an einer Steckdose hängen. Auch im Akkubetrieb ist ein gewisser Sicherheitsabstand zum Wasser sinnvoll.

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Fazit: Lohnt sich Sex im Wasser?

Sex im Wasser ist für viele Menschen eine erregende Fantasie. Sie in die Tat umzusetzen, hat sogar Vorteile, denn durch den Wasserwiderstand verbrennt ihr mehr Kalorien als im Trockenen. Außerdem ist die Bewegung im Wasser schonend zu euren Gelenken, Bändern und Sehnen.

Leider ist das Ganze nicht annähernd so cool, wie sich die meisten das in ihren geheimsten Fantasien ausmalen. Sex im Wasser ist sogar häufig eine einzige Enttäuschung!

Ihr könnt unangenehme Erfahrungen allerdings vermeiden, indem ihr die Gefahren und Risiken kennt und umgeht. Dann entfaltet die Erotik ihren ganzen Reiz und erweist sich als ebenso schön wie im Bett.