Richtig Fingern: 10 Tipps & Techniken, damit es wirklich gut klappt

Wirklich wirklich gut

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Fingern – kaum ein anderes Thema wird so heiß und innig diskutiert oder totgeschwiegen, wie die Befriedigung der Frau mit den Fingern.

Mädels: Ihr habt doch alle irgendwo diese fiese Erinnerung an früher, wenn es bei der Masturbation nicht geklappt hat oder wenn euer, noch unerfahrener Partner, wie ein Höhlenforscher einfach nur in die Tiefe gehämmert hat, oder?

Jungs: Ihr habt doch alle irgendwo diese Angst, dass ihr mit den Fingern Fehler macht und sie eher langweilt, anstatt sie zum Stöhnen, Wimmern und im besten Fall zu einem gigantischen Orgasmus zu bringen, oder?

Vergesst all das was war! Lasst eure Ängste los und konzentriert euch auf das Hier und Jetzt! Denn beim Fingern könnt ihr zwar jede Menge falsch machen, aber mit der richtigen Technik auch so ziemlich alles richtig und dann kann es heiß werden!

Der weibliche Orgasmus oder – warum der Penis nicht reicht

Ohne es böse zu meinen gibt es eine ganze Menge Männer, die den Sinn von manueller Stimulation der Vagina einfach nicht sehen. Doch hättet ihr gedacht dass verglichen mit den Männern nur ein Bruchteil der Frauen beim Sex überhaupt zum Höhepunkt kommt bzw. es eher eine Glückssache als eine Sache des Talents ist?

Schuld daran sind nicht etwa die fehlenden Kompetenzen des Mannes, sondern die weibliche Anatomie! Nur rund 27% der Frauen gaben in einer Umfrage an, jedes Mal beim Sex zum Orgasmus zu kommen und das ist zu wenig! Grund genug also, noch einmal eine kleine Anatomiestunde zu nehmen.

Das Wunderwerk Vulva – weit mehr als nur ein Tor zum Glück

Klar, für den Penis ist der Scheideneingang das Ziel, was es zu erreichen gilt, doch schauen wir uns mal an, woraus eine Vulva noch besteht:

  • Venushügel – Sensibilität 3/5
  • Große und kleine Schamlippen – Sensibilität 4/5
  • Klitoris – Sensibilität 5/5

Die beeindruckende Anatomie der Klitoris lässt erahnen, dass da viel mehr hinter steckt als nur ein dekorativer kleiner Knubbel, der irgendwo zwischen den Schamlippen verborgen liegt.

Tatsächlich haben Forscher bei der Suche nach dem G-Punkt sogar eine interessante Erkenntnis gemacht! Der sogenannte CUV-Komplex besteht aus mehr als nur dem sichtbaren Teil der Klitoris. Die Ärmchen des empfindlichen Organs reichen bis in die Vagina und umschließen die Harnröhre, so dass ganz neue Möglichkeiten der Stimulation und Erklärungen für den weiblichen Höhepunkt möglich sind.

Es ist bewiesen, dass die Klitoris der wichtigste Aspekt der sexuellen Erregung einer Frau ist. Durch die Entdeckung ihrer wahren Größe ist es aber nicht nur möglich sie von außen zu stimulieren, sondern auch von innen! Und das kannst du beim Fingern berücksichtigen. Doch dazu später noch mehr, jetzt widmen wir uns erstmal den absoluten Basics, die du erfüllen musst!

Die Vorbereitung auf den perfekten Handjob bei ihr

Einfach die Hand in die Hose schieben und loslegen? Vergiss es gleich wieder, diese Nebenbei-Nummer führt nur selten zum Ziel und diesmal willst du es doch richtig machen. Daher bereite dich auf deinen Einsatz vor. Das gilt übrigens auch, wenn du es dir selbst machst und bislang immer noch Schwierigkeiten hast, dabei voll auf deine Kosten zu kommen. Die wichtigsten Basics, die du noch vor den 10 entscheidenden Faktoren wissen musst sind:

  • Schneide deine Fingernägel und mach sie sauber! Trauerränder sind ein No Go
  • Gleitgel, Gleitgel, Gleitgel! Nein, Spucke ist kein Gleitgel!
  • Slowmotion! Du bist keine Rakete der NASA also musst du nicht von 0 auf 100 durchstarten

Nachdem du dieses Basis-Wissen verinnerlicht hast, geht es nun ans Eingemachte! Die 10 wichtigsten Tipps und Tricks, wie du sie zum Höhepunkt bringst.

1. Schaffe ein Ambiente, in dem sie sich wohlfühlt

Es wird viel zu oft unterschätzt, wie wichtig das passende Ambiente ist! Ein schmutziges Bettlacken, stinkende Socken auf dem Stapel vorm Bett und der stummgeschaltete Netflix-Film im Background sind echte Lust-Killer. Viele Männer haben kein Problem damit, auch auf der Club-Toilette eine spannende Zeit zu haben, viele Mädels brauchen es aber eher schön und entspannt!

Mit einem frischbezogenen Bett, einer angenehm duftenden Kerze und leiser Musik im Hintergrund kannst du schon einmal dafür sorgen, dass sie sich entspannen und dir hingeben kann.

2. Starte mit einer Massage zum Relaxen

Sei mal ehrlich, als Mann gefällt es dir, wenn sie dir direkt in die Vollen greift und dich verwöhnt, oder? Das liegt daran, dass deine Erregungskurve ganz anders funktioniert als die deiner Partnerin. Während Männer typischerweise stärker auf sexuelle Reize ansprechen und die Kurve nach oben schnellt, baut sich die Erregung bei Frauen langsam auf.

Indem du sie also im Vorfeld mit einer erotischen Massage verwöhnst oder ihr sogar eine Yoni-Massage spendierst, kannst du ihre Lustkurve Stück für Stück nach oben treiben. Im Schnitt braucht eine Frau bei kontinuierlicher Stimulation der Vagina 15 Minuten bis zum Höhepunkt, es kann aber auch viel mehr Zeit vergehen. Daher keine Hektik, keine Hetze, sondern Entspannung und Genuss.

Zeitdruck ist der größte Killer für ihren Orgasmus! Hättest du gedacht, dass 68 Prozent aller Menschen zwischen 30 und 44 Jahren glauben, dass Frauen schonmal einen Orgasmus gefaked haben? Ein häufiger Grund warum Frauen zu diesem Trick greifen ist Zeitdruck. Daher gib ihr Zeit, bis sie bereit ist loszulassen. Auch wenn es eine Stunde dauert!

3. Es kann nicht feucht genug werden

Es herrscht immer noch oft genug die fälschliche Annahme, dass Gleitgel nur für Analverkehr gedacht ist. Böser Irrtum, es gibt eigentlich keine Art von Sex, bei der Gleitgel überflüssig wäre. Deine Partnerin produziert bei Erregung automatisch Vaginalsekret, allerdings reicht das oft nicht, um für ein flutschiges Vergnügen zu sorgen. Mit Gleitgel kannst du vorsorgen, dass es gar nicht erst zu Trockenheit kommt.

Denn: Wenn die Vulva einmal zu trocken geworden ist und du schabst mit deinen Fingerspitzen darüber, kann das nicht nur schmerzhaft sein, sondern die Erregungskurve ganz schnell zurückwerfen.

4. Orientiere dich an ihr, nicht an Theorie

Wir können dir hundert Tipps geben, wie du deine Partnerin am besten auf Wolke sieben bringst, aber ein wenig Mitarbeit von dir braucht es schon! Sehr wichtig ist deine Beobachtungsgabe, denn wenn du siehst, wie sie sich verhält, auf ihre Reaktionen achtest und ihr Stöhnen hörst, wirst du erkennen, worauf sie besonders steht.

Jede Frau ist ein Individuum, auch bei der bevorzugten Stimulation. Während die eine auf schnelle Bewegungen und Reibung im klitoralen Bereich steht, mag es die andere sanft und zärtlich. Wage dich also langsam vor, taste dich ran und finde individuell anhand ihrer Reaktionen raus, was das richtige für sie ist.

5. Penetration ist ein Zusatz, nicht die Basis

Einer der größten Fehler, den du beim Fingern machen kannst, ist der direkte Sturm auf den Vaginaleingang. Dieser Fehler entsteht oft aus Ahnungslosigkeit und aus der Annahme, dass Penetration das Mittel der Wahl ist. Wenn du die obigen Studien und anatomischen Besonderheiten der Vagina berücksichtigst erkennst du, dass das Zentrum ihrer Lust nicht in der Vagina, sondern außerhalb liegt.

Das heißt nun aber nicht, dass du deine Finger nicht auch im Innenbereich einsetzen darfst. Wenn sie bereit ist, wenn ihre Lust bereits auf dem Weg zum Höhepunkt ist, kann deine zweite Hand durchaus dazu eingesetzt werden, ihren CUV-Komplex, bestehend aus G-Punkt und Ausläufer der Klitoris zu stimulieren. Wichtig ist auch hier zu beobachten, wie sie auf deine Berührungen reagiert. Denn nochmal zum Merken: Frauen sind individuell und haben bestimmte Vorlieben!

6. Sextoys integrieren für optimale Kombination

Auch wenn es beim Fingern um den Einsatz deiner Finger geht, können Sexspielzeuge den Horizont gewaltig erweitern! Und nein, keine Konkurrenz, nur eine Ergänzung! Der Markt ist mittlerweile so groß geworden, dass es gleich eine ganze Menge an Auswahl gibt, mit denen du sie zum schweben bringst:

  • G-Punkt Vibratoren, für die optimale Stimulation des G-Punkts
  • Satisfyer, für den klitoralen WOW-Effekt
  • Fingervibrator, als geheimnisvolle Finger-Verlängerung
  • Vibrierende Liebeskugeln, für brummendes Vergnügen von innen

Der G-Punkt ist und bleibt ein Mythos, doch viele Frauen geben die Antwort auf die Frage seiner Existenz mit ihrem Verhalten. Schnelle Atmung, sanftes Seufzen, ein bebendes Becken – irgendetwas ist da auf jeden Fall. Mit einem G-Punkt-Vibrator kannst du die Stimulation auf den Höhepunkt bringen und dich währenddessen mit deinen Fingern um ihre Klitoris kümmern.

Der größte Konkurrent des Mannes? Es ist nicht der Chef, es ist nicht der Fitness-Trainer und auch nicht der Gärtner! Es ist der Satisfyer. Doch keine Sorge, er kuschelt nicht, er trägt den Müll nicht runter, er sorgt nur für eindrucksvolle Stimulation der Klitoris und darf daher beim Fingern nicht fehlen.

Du wünschst dir manchmal Zauberkräfte und würdest deine Finger gern vibrieren lassen? Hokuspokus – mit einem Fingervibrator kannst du genau das. Einfach über den Finger ziehen und schon wird aus manueller Stimulation ein vibrierendes Vergnügen, was direkt aus deinen Fingern stammt.

Für ein bisschen zusätzliches Vergnügen von innen, während du ihre Schamlippen und die Klitoris stimulierst, sind vibrierende Liebeskugeln der optimale Helfer. Mit viel Gleitgel eingeführt, reizt es den G-Punkt und den inneren Bereich der Klitoris.

7. Von außen nach innen

Wenn deine Partnerin in Stimmung ist, wird sie sich gern zurücklehnen und sich von dir verwöhnen lassen. Doch denke nochmal an das Phänomen der Erregungskurve. Anfangs ist die Klitoris noch unter ihrer Vorhaut verborgen, ist hypersensibel auf Berührungen und kann sogar unangenehm reagieren, wenn du direkt in die Vollen gehst. Weniger ist auf dem Weg zur heißen Straße einfach mehr!

Beginne langsam, streichle über ihre Schamlippen, hauche Küsse auf den Venushügel und arbeite dich nach vorn, bis du ein Anschwellen der Klitoris bemerkst und an ihren Reaktionen feststellst, dass sie bereit ist für mehr. Kreise um die Klitoris, bevor du ein erstes Mal darüber streift. Und dann nochmal, nochmal und nochmal!

8. Sie ist mehr als eine Vagina

Die Vagina ist ein Sweetspot und so mancher Mann kann nicht genug davon bekommen, sie zu berühren, zu liebkosen und zu erkunden. Doch vergiss dabei bitte nicht, dass deine Partnerin mehr ist als nur eine Vagina. Ihr gesamter Körper beinhaltet erogene Zonen und neben deinen Händen hast du auch noch deinen Mund! Beug dich nach vorn, küss ihre Brustwarzen, ihre Lippen, hauche sanfte Küsse auf ihren Bauch und sorge so für Schauer auf ihrem Körper.

Wenn ihr beide darauf steht, kannst du auch ihr Perineum und sogar den Anus mit ins Liebesspiel einbeziehen. Hier darfst du aber auf keinen Fall das Gleitgel vergessen, denn das Hintertürchen ist sogar noch ein wenig sensibler und empfindlicher als die Vagina.

9. In Richtung Zielgerade gehen – no way back

Du kennst ihn: Den Point of no Return! Irgendwann ist er erreicht und das erkennst du sehr leicht an ihrem Verhalten. Die Atmung wird schneller, ihr Körper hebt und senkt sich, sie spreizt die Beine etwas weiter und drängt sich deinen Fingern förmlich entgegen. Glückwunsch, du machst alles richtig und du weißt: Never change a running System!

Jetzt gilt es: Weitermachen, weitermachen, weitermachen. Egal ob du einen Krampf in der Hand oder taube Fingerspitzen bekommst, wenn du spürst, dass ihr Höhepunkt auf dem Weg ist, verändere nichts. Schon eine kleine Abweichung kann dazu führen, dass ihre Erregungskurve wieder zurückgesetzt wird, was für euch beide frustrierend sein kann.

10. Den Orgasmus kommen lassen

Wenn sie kurz vorm Höhepunkt steht, darf dein voller Fokus auf der Vagina liegen. Jetzt würde sie eine Berührung an anderer Stelle wahrscheinlich nur noch irritieren. Lenke deine komplette Aufmerksamkeit auf den Hotspot, der sie jetzt auf den Gipfel bringen wird. Wenn sie kommt, mach weiter, stoppe deine Berührungen dann aber langsam, denn bei vielen Frauen ist die Berührung der Klitoris direkt nach dem Höhepunkt sogar unangenehm.

Lass sie jetzt auf keinen Fall allein, spring auf und schau deinen Film weiter. Kuschel dich stattdessen an sie, küsse sie, streichle sie, denn auch nach dem Höhepunkt ist die Erregungskurve einer Frau anders als die eines Mannes! Während du nach dem Samenerguss ziemlich schnell wieder zum Alltag übergehen kannst, braucht sie länger, bis ihre Orgasmuswelle abflaut. Und vielleicht gehört deine Partnerin sogar zu jenen Frauen, die du mit einem multiplen Orgasmus beglücken kannst.

Ob solo oder zusammen – Fingern wird zu oft unterschätzt

Wenn es darum geht eine Frau zum Höhepunkt zu bringen, wird klassischer Sex überschätzt, die Finger unterschätzt. Und auch viele Mädels selbst unterschätzen die Magie ihrer zehn Finger. Probiere einfach mal aus, welche Wunder und welche sinnlichen Momente du erzeugen kannst, wenn du die Kunst deiner Finger richtig einsetzt. Dein wichtigstes Werkzeug ist Gleitgel – alles andere kommt aus dem Handgelenk!

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