9 Dinge, die du übers Sperma schlucken wissen musst

Und was das für den nächsten Blowjob bedeutet

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Sperma, die wohl seltsamste Flüssigkeit des Körpers, mit beeindruckenden Eigenschaften. Das männliche Ejakulat wird, ebenso wie die Eizelle der Frau, zur Schaffung von neuem Leben geeignet. Zwischen 2 und 6 ml der milchig-trüben Flüssigkeit wird bei einem Samenerguss in ordentlichem Tempo aus dem Penis geschleudert.

Es enthält verschiedene Substanzen, nur 1- 5 % davon sind wirklich aktive Samenzellen. Rund 80 Prozent des Ejakulats besteht aus Wasser. Die Flüssigkeit selbst wird in der männlichen Prostata produziert, die Samenzellen stammen aus den Nebenhoden. Beides verbindet sich und gelangt dann beim Samenerguss durch die Harn- und Samenleiter aus dem Penis.

Das passiert nicht nur beim Sex, sondern auch beim Blowjob und dann stellt sich die Frage: Spucken oder schlucken? Grundsätzlich spricht nichts dagegen, das Sperma deines Partners zu schlucken, vorausgesetzt er ist gesund, du hast Lust darauf und du bist nicht gerade allergisch dagegen. Wir verraten dir interessante Fakten rund ums Schlucken, die du unbedingt wissen musst.

Welche Inhaltsstoffe hat Sperma

Jedes Lebensmittel hat eine Liste mit Inhaltsstoffen, auf dem Penis allerdings steht leider nicht drauf, was drin ist. Wir sehen uns also mit der weißen Flüssigkeit konfrontiert, wollen sie möglicherweise sogar schlucken und haben keine Ahnung, was eigentlich drin ist. Daher erstmal ein kleiner Check des Inhalts:

  • Fruktose und Glukose
  • Zink, Kalzium, Magnesium
  • Harnstoff
  • Chlorid, Citrat, Spermin
  • Prostaglandin

Zugegeben, das liest sich wie die Packungsbeilage von Vitamin-Tabletten oder Hustensaft, aber nicht wie die Inhaltsstoffe des kleinen Teelöffels Sperma, den der Mann beim Samenerguss ausstößt. So viel drin in dem bisschen Sperma?

Es geht sogar noch mehr. Neben all diesen Inhaltsstoffen, die übrigens für gute Laune, Allergien und so einige andere Symptome verantwortlich sein können, befinden sich in jedem Milliliter Sperma auch noch rund 50 Millionen – 200 Millionen Spermien.

Auf Diät – macht Sperma dick?

Wir kennen das Problem doch alle: Ständig glauben wir, dass ein Lebensmittel nicht viele Kalorien hat und dann entpuppt es sich als Dickmacher. Ist Sperma auch so ein Produkt? Stammen die kleinen Polster also gar nicht von der leckeren Schoki am Abend, sondern vom Sperma schlucken?

Keine Sorge, hier kannst Du ganz beruhigt sein, ein Teelöffel Sperma hat rund 5 kcal. Das entspricht einem Hundertstel einer Tafel Schokolade. Du kannst also verdammt viel Sperma schlucken, bis Du auch nur annähernd die Kalorien von 100 Gramm Schoki auf den Hüften hast.

Wie schmeckt Sperma?

Aber nun die viel wichtigere Frage: Wie schmeckt Sperma eigentlich? Wenn du noch nie einen Blowjob gegeben hast oder dein Schatz noch nie in deinem Mund ejakuliert hat, ist die Frage berechtigt. Wie stammt etwas, was sich aus so vielen Einzelteilen zusammensetzt und dann noch durch die Harnröhre wandert? Etwa nach Urin?

Hier kannst du cool bleiben, nach Pipi schmeckt Sperma eigentlich nie. Die Harnröhre wird nämlich vorher schon geputzt, durch den sogenannten Lusttropfen, von dem du übrigens sogar schwanger werden kannst.

Der Geschmack lässt sich sehr unterschiedlich beschreiben, denn Sperma kann durch die Nahrung des Mannes und seine Lebensumstände im Geschmack beeinflusst werden. Der Mythos, dass Ananassaft für süßes Sperma sorgt, ist tatsächlich wahr. Das gilt aber auch für Melonen und andere Obstsorten, es kommt hier auf die Fructose an. Er kann die Qualität seines Spermas somit sehr aktiv beeinflussen.

Einflussfaktoren auf den Geschmack des Spermas sind:

  • Zimt
  • Knoblauch und Zwiebeln
  • Ananas, Melone, Trauben, Orangen
  • Spargel, Brokkoli, Blumenkohl
  • Alkohol und Zigaretten
  • Kaffee und Tee

Eine Prise Zimt sorgt dafür, dass das Sperma einen angenehm weihnachtlichen Touch bekommt. Na gut, ganz so stimmt das natürlich nicht, doch wenn dein Partner sehr viel Zimt zu sich nimmt, kann das Einfluss auf den Geschmack des Spermas haben. Bevor du ihm nun aber teelöffelweise Zimt zum Essen gibst bedenke bitte, dass noch immer über die Giftigkeit von zu viel Zimt diskutiert wird.

Knoblauch, Zwiebeln, Blumenkohl, Spargel und Brokkoli sind nicht gerade besonders angenehm, zumindest wenn sich ihr Geschmack im Sperma verteilt. Sie lassen das Ejakulat eher streng schmecken, bevor dem Brokkoli einen Einfluss in Richtung nussigem Geschmack nachgesagt wird.

Bitter und eklig wird’s dann durch Alkohol, Kaffee und Zigaretten. Je mehr getrunken und geraucht wird, desto fieser schmeckt das Sperma. Dein Schatz sollte also nicht nur aus Eigenschutz die Zigaretten weglassen, sondern auch, um dir mehr Lust auf einen Blowjob zu machen.

Welche Konsistenz hat Sperma?

Die Konsistenz kann sehr unterschiedlich sein, von dick und klebrig, bis dünn und flüssig. Entscheidend ist oft, wie lange dein Partner bereits nicht mehr ejakuliert hat. Nach dem No Nut November beispielsweise wird sein Ejakulat deutlich fester und klebriger sein, als wenn er regelmäßig ejakuliert. Übrigens hat auch seine Trinkmenge einen Einfluss. Trinkt er viel, ist sein Sperma generell flüssiger.

Wie riecht Sperma?

  • Wie eine Kastanienblüte
  • Einfach nach gar nichts
  • Ein bisschen süß
  • Eklig
  • Wie Nüsse
  • Nach Chlor

Diese Auflistung ist die Zusammenfassung dessen die herauskommt, wenn verschiedene Frauen nach dem Geruch von Sperma gefragt werden. Und wir sind überzeugt davon, dass es da noch jede Menge weiterer Definitionen gibt. Durchschnittlich lässt sich der Geruch des Ejakulats aber tatsächlich als leicht nussig, ein bisschen süß oder auch völlig neutral bezeichnen. Eine fiese Duftwolke hast du hier nicht zu erwarten.

Kann Schlucken Allergien auslösen?

Ist sie ein Mythos oder gibt es sie wirklich? Die Spermaallergie ist immer wieder ein Thema und ja, es gibt sie wirklich. Schuld daran ist der Proteinkomplex, der im Sperma enthalten ist, wie diese Studie zeigt. Samenplasmaüberempfindlichkeit wird es genannt, wenn Frauen und Männer nach direktem Kontakt mit Sperma lokale oder systemische Reaktionen entwickeln. Wenn ein Kondom die Symptome verhindern kann, gilt die seltene Erkrankung praktisch als bewiesen.

Sehr interessant sind jedoch auch zwei Studien, die auf eine indirekte Übertragung von Allergien hindeuten könnten. Bei diesem Fall handelte es sich um eine angeblich durch Sperma getriggerte Nussallergie einer jungen Frau, die milde Atemnot entwickelte. Grund war, dass sie mit dem Sperma ihres Partners in Kontakt kam, der zuvor Nüsse gegessen hatte. Klingt unglaublich, oder?

Dieser Fallbericht lässt aber ähnliche Vermutungen zu. Hier hatte der Mann zuvor ein Antibiotika auf Penicillin-Basis eingenommen, was zu allergischen Reaktionen der Partnerin führte.

Generell ist ein allergischer Schock durch Sperma aber sehr, sehr selten. Du musst stattdessen vor allem mit lokalen Reaktionen rechnen. Beim Schlucken sind diese vor allem im Bereich der Kehle vorhanden und treten rund 20 – 30 Minuten nach dem Kontakt auf:

  • Kratzen im Hals und Halsschmerzen
  • Anschwellende Rachenschleimhaut
  • Probleme beim Atmen
  • gerötete Kehle
  • Juckreiz im Mund

Tritt ein solches Anzeichen nach dem oralen Kontakt mit Sperma auf, solltest du aus Sicherheitsgründen deine Ärztin oder deinen Arzt alarmieren. Ein allergischer Schock mag unwahrscheinlich sein, ausgeschlossen ist er aber nicht. Vor allem wenn du unter Atemnot leidest, ist dieser Schritt sogar obsolet.

Überträgt geschlucktes Sperma Geschlechtskrankheiten?

Grundsätzlich kann Oralverkehr Geschlechtskrankheiten übertragen, auch das Schlucken von Sperma kann die Weitergabe begünstigen. Hierbei geht es um Herpes aber auch Chlamydien und Gonorrhoe, die drei Erkrankungen werden beim Oralverkehr besonders häufig übertragen.

Sicherheit bietet dir nur ein aktueller STI-Test, der eindeutig das Vorhandensein von Geschlechtskrankheiten ausschließt. Verlass dich bitte nicht darauf, dass du seinem Penis ansiehst, ob er eine Krankheit hat. Wenn er beispielsweise Chlamydien in sich trägt, siehst du an seinem Penis nichts, nimmst die Bakterien mit dem Sperma aber auf und die Infektion kann deinen Rachen befallen.

Warum macht Sperma gute Laune?

Nach jedem Blowjob könntest du erstmal jubelnd durch den Raum laufen, weil du dich gut fühlst? Vielleicht macht es dir Spaß, deinen Partner zu stimulieren. Vielleicht liegt es aber auch an den “Gute-Laune-Inhaltsstoffen”, die im Sperma enthalten sind. Moment, hatten wir nicht schon eine riesige Liste und jetzt wird aus dem Ejakulat auch noch ein Antidepressivum?

Tatsächlich weißt diese Studie darauf hin. Frauen, die häufiger Sperma schluckten, hatten weniger Depressionen als jene, die lieber spuckten oder ein Kondom verwendeten.

Wenn du dich also wieder einmal fragst, warum dich das Schlucken so fröhlich macht, liegt es wahrscheinlich an diesen Inhaltsstoffen:

  • Oxytocin, das Kuschelhormon
  • Prolaktin
  • Estradiol
  • Endorphine
  • Serotonin

Spucken oder Schlucken – was ist die bessere Lösung?

Jetzt weißt du jede Menge darüber, wie Sperma schmeckt, was es auslöst und wie es riecht, aber sollst du jetzt eigentlich lieber spucken oder schlucken? Das ist deine eigene Entscheidung und sollte nie von der Meinung eines anderen abhängig gemacht werden. Männer finden es toll, wenn ihr Sperma geschluckt wird, zumindest viele.

Wichtig ist aber nicht was er mag, sondern was du magst. Und wenn du lieber spuckst statt schluckst, ist das vollkommen deine Entscheidung. Wenn du hingegen nur seinen bitteren Geschmack nicht magst, den er nach einer alkoholdurchzechten Nacht mitbringt, gib ihm ein bisschen Zucker, für ein bisschen mehr “Good Taste”.

Fazit: Sperma schlucken ist reine Geschmackssache

Du siehst selbst, Sperma ist reine Geschmackssache. Es ist wie Lakritz, die einen mögen es, die anderen hassen es. Übrigens kann es durchaus passieren, dass du bei deinem Exfreund sehr gern geschluckt hast, weil dir sein Sperma geschmeckt hat und bei deinem jetzigen Partner findest du es einfach “ihhh”. Jeder Mann hat nicht nur lifestyleabhängig, sondern auch ganz persönlich seinen ganz eigenen Geschmack und wenn es nicht schmeckt heißt dass nicht, dass du ihn weniger begehrst.

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