Adrenalin-Feuerwerk und Erregung: Das musst Du über Erotisches Spanking wissen

Lässt Du Dir auch gerne auf erotische Weise den Po versohlen?

Erotisches-Spanking
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Wenn Du früher den Po versohlt bekommen hast, war das sicherlich alles andere als erregend. Eltern nutzten Klapse aufs Hinterteil ihrer Kinder vielmehr als Bestrafung, wenn ihr Sprössling sich vermeintlich danebenbenommen hat.

Die Zeiten der „körperlichen Züchtigung“ sind heutzutage glücklicherweise in weite Ferne gerückt. In einem Bereich sind Hiebe auf den Allerwertesten aber immer noch angesagt: beim Sex. Vor allem BDSMler nutzen diese Züchtigungsmethode gerne und verwenden hierzu sogar spezielle Gegenstände. Aber auch bei „normalen“ Pärchen findet das sogenannte „Spanking“ immer mehr AnhängerInnen. Was genau sich hinter der erotischen Spielart verbirgt, erklären wir Dir in diesem Artikel.

Prügelstrafe strafbar: Bitte beachte, dass es in diesem Artikel allein um einvernehmliches, erotisches Spanking geht. Eine körperliche Züchtigung, die der/die andere nicht wünscht, ist selbstverständlich nicht in Ordnung und kann zu strafrechtlichen Konsequenzen führen, beispielsweise zu einer Bestrafung aufgrund von § 223 Abs. 1 StGB.

Gleiches gilt übrigens für den berühmten Klaps auf den Po bei Kindern. War dieser früher noch durch das elterliche Züchtigungsrecht gerechtfertigt, so ist dies seit der Schaffung des neuen § 1631 Abs. 2 BGB nach der Jahrtausendwende nicht mehr der Fall. Hierin heißt es ausdrücklich, dass Kinder ein Recht auf gewaltfreie Erziehung haben. Dies schließt nicht nur Schläge, sondern etwa auch seelische Gewalt oder Herabwürdigungen mit ein.

Dass diese Regelung dringend nötig war, zeigen verschiedene Untersuchungen, die die negativen Folgen von Gewalt in der Erziehung aufzeigen. Hierzu gehören zufolge des Schweizer Kinderschutzes etwa depressive Symptome, Ängste, aggressives Verhalten oder sogar Suizidgedanken im Erwachsenenalter.

Was ist Spanking?

„Beim erotischen Spanking werden Schläge strategisch auf dem Po verteilt, sodass Erregung, eine tiefe Entspannung und ein Wohlfühlgefühl entstehen. Die Spielart kombiniert Rhythmus, Geschwindigkeit, Intensität und Vibrationen am Hinterteil, dort, wo die Nervenenden mit den gleichen Nerven verbunden sind wie die Genitalien“, erklärt Jessie Fresh, Sex- und Intimitäts-Coach.

„Die Methode kann als eine Serie von Hieben ausgeführt werden, ein bisschen wie beim Trommelspielen. So wird Schritt für Schritt ein überwältigendes Erlebnis, welches zwischen fünf und 90 Minuten andauern kann, kreiert. Spanking kann aber auch in Form eines einzigen zufälligen Schlages, welcher einen Überraschungseffekt während anderer sexueller Aktivitäten erzeugt, erfolgen. Das Gefühl, den Hintern auf erotische Weise versohlt zu bekommen, führt dazu, dass sich die Kapillaren der Haut öffnen und eine psychologische, gefühlsbasierte Erregung entsteht“, so die Sexpertin.

Ob Spanking besonders häufig vorkomme, könne Fresh übrigens nicht genau sagen. Sie wisse jedoch, dass vor allem in der Kink-Szene Spielarten, die Schläge und auch erotisches Spanking beinhalten, sehr weit verbreitet sind.

Die britische Psychologin Dr. Lori Beth Bisbey stimmt dem zu: „Dieser Kink ist sehr verbreitet im Mainstream. Eine britische Studie aus dem Jahre 2019 fand heraus, dass von insgesamt 4500 TeilnehmerInnen 75 % der Frauen und 66 % der Männer auf Spanking stehen.“ Die Spielart ist also nicht nur BDSMlern vorbehalten, sondern findet auch bei Paaren ohne speziellen Fetisch großen Anklang.

Warum finden manche Menschen Spanking so erotisch? Worin liegt der Reiz?

Doch warum ist dies so? Was ist der Reiz von Spanking? Sexpertin Jessie Fresh kennt die Antwort: „Für den aktiven Part – während du spankst, bekommst du einen wackelnden, bebenden Po zu Gesicht und nimmst wahr, wie der/die Empfangende vor Lust stöhnt oder sich windet. Außerdem verleiht Spanking dem aktiven Part eine gewisse Macht, die er dazu nutzen kann, die Bedürfnisse des Spankees zu befriedigen, sodass dieser ein besonders angenehmes Erlebnis hat.“

„Für den passiven Part – es ist heiß, weil es sich gut anfühlt!“, so die Sexpertin weiter. „Meine Vermutung ist, dass Spanking der erste Vibrator war, es fühlt sich einfach an, als würden deine Genitalien vibrieren. Es hat auch eine therapeutische Wirkung, entspannt das Nervensystem, stoppt Grübeleien, zieht Dich ins Hier und Jetzt und setzt Wohlfühl-Endorphine wie Serotonin, Dopamin und Oxytocin frei. Spanking kann auch Machtspiele durch Kontrolle und Unterwerfung umfassen, welche ebenfalls verführerische Gedanken hervorrufen.“

Fresh nennt zudem einen weiteren reizvollen Punkt: Du kannst Spanking wundervoll in Eurer Liebesspiel einbauen und hierdurch effektvolle Kontraste schaffen. „Du lässt nicht nur intensive Empfindungen einfließen, sondern kannst die Intensität so weit aufbauen, dass der/die Empfangende kurz vorm Orgasmus steht. Gehe dann zu einem seichten Verwöhnprogramm über und nutze hierbei weiche, wohltuende Texturen wie Fell oder Materialien, die sich so zart wie ein Pfirsich anfühlen.“

Fresh führt des Weiteren aus: „Durch intensives Spanking wird der Kampf-Flucht-Reflex des Sympathikus aktiviert, wodurch Adrenalin und Dopamin ausgeschüttet werden. Zartes Streicheln regt wiederum den Parasympathikus an, was zu einer Freisetzung von Oxytocin und Serotonin führt. Wenn du dieses Wechselspiel immer wieder durchführst, erhält der/die Empfangende einen umwerfenden Hormon-Cocktail, welcher euphorische Gefühle auslöst.“

Als Menschen würden wir Spanking aus den gleichen Gründen genießen wie Achterbahnfahrten, so der erfahrene Sexcoach – „der Rausch, der Reiz des Neuen, die kontrollierte Angst, die Aufregung, die Freude, die wir verspüren, wenn der Hormon-Cocktail wirkt und wir merken, dass wir lebendig sind.“

7 Dinge, die es beim Spanking zu beachten gilt

Um diese Frage zu beantworten, holen wir uns am besten Tipps von einer Spanking-Expertin: Madame Morgenroth. „Der, der schlägt, hat einfach die Verantwortung für den anderen. Ich will ja nur Schmerz zufügen, ich will aber nicht verletzen. Das ist ein ganz großer Unterschied“, so die erfahrene Domina.

„Bitte dieses Buch („Fifty Shades of Grey“) nicht als Vorlage nehmen. Weil jemanden so lang zu schlagen, dass er weinend rausläuft und dann mit dir Schluss macht, kann auf keinen Fall die Methode sein. Das ist nicht richtig!“, ergänzt Sexpertin Sandra. Auch sei es falsch anzunehmen, dass immer nur der schlagende Part Spaß habe. „Es ist immer eine zweiseitige Geschichte“, erklärt Madame Morgenroth.

Wer also denkt, dass er beim Spanking einfach mal wild drauflosschlagen kann, hat weit gefehlt. Sowohl der Spankende als auch der Spankee sollten genau wissen, was sie tun, damit die Session für beide Parteien erfüllend abläuft. Folgendes gilt es zu beachten:

Zuvor Absprachen treffen

„Jeder hat seine Tabus“, erklärt Herrin Susanna, eine weitere Spanking-Expertin, die ihre BDSM-Leidenschaft daheim auslebt. „Tabus gehören besprochen. Denn wenn diese Tabus nicht besprochen sind, kann eine Session ganz, ganz böse enden, weil die Situation gebrochen wird, weil irgendwelche unausgesprochenen Dinge passieren. Darum ist es wichtig, das zu klären.“

Besprecht also im Vorhinein, was für Euch in Ordnung ist und auf was Ihr steht. Ist es für Dich beispielsweise ok, wenn Dein Partner Dir in der Doggy-Position auf den Po schlägt? Magst Du es, beim Spanking Nylon zu tragen oder hast Du noch einen anderen Fetisch? Darf Dein Partner/Deine Partnerin Dich mit einer Peitsche oder anderen Instrumenten hauen?

Macht ein Stoppwort aus

Dieser Punkt klingt tatsächlich etwas klischeehaft, ist jedoch ungemein wichtig. Überlegt Euch vor Eurer Session ein Safeword, welches der/die Sub nutzen kann, um den dominanten Part sofort zum Aufhören zu bringen. Stoppwörter sollten möglichst nichts mit BDSM zu tun haben, damit es nicht zu Verwirrungen kommt. Denn Sätze wie „Bitte aufhören!“ oder „Ich will das nicht!“ können im BDSM durchaus Teil des Spiels sein. Wählt also etwa Wörter wie „Schokopudding“ oder „Himbeermarmelade“.

Beliebt ist außerdem die „Ampelmethode“, die Herrin Susanna ebenfalls empfiehlt. Hierbei werden die Farben Rot, Gelb und Grün als Stoppwörter verwendet, wobei Grün „Weitermachen“, Gelb „Ich nähere mich meiner Grenze“ und Rot „Absolutes Stopp“ bedeutet. Das Stoppwort ist unbedingt zu befolgen!

Aufwärmprogramm

Bitte versohle Deinem/Deiner Liebsten nicht direkt mit einem harten Rohrstock den Hintern und schlage dabei richtig zu. Wie beim Sport ist auch beim Spanking ein ausreichendes Aufwärmprogramm nötig. „Grundsätzlich, wenn man beginnt mit einem Spanking, würde ich breitflächige Schlaginstrumente wählen, um die Haut und die dementsprechende Körperstelle, sprich den Hintern, vorzubereiten und aufzuwärmen. Je breitflächiger, desto besser“, rät Herrin Susanna.

Beginne auch nicht sofort mit heftigen Hieben, sondern steigere Intensität und Geschwindigkeit langsam, um abschätzen zu können, ab wann es Deinem Gegenüber zu viel wird.

Bringt Euch vorher auf Touren: „Zunächst solltest Du Dich mit Deinem Partner/Deiner Partnerin komplett wohlfühlen. Widmet euch zudem zuerst Aktivitäten, die eure sexuelle Erregung steigern, bevor ihr mit dem Spanking beginnt“, schlägt Dr. Lori Beth Bisbey vor. „Es ist einfacher, Schmerz in Spaß umzuwandeln, wenn du schon sexuell erregt bist. Beginnt dann mit leichten Schlägen auf den Po und steigert die Intensität Stück für Stück.“

Macht Euch also zunächst bei einem ausgiebigen Vorspiel gegenseitig heiß, erregt Euch mit Sextoys oder steigert Eure Lust durch Praktiken wie Cunnilingus oder einen Blowjob, bevor es ans Eingemachte geht.

Bleibt immer in Kontakt

„Der einfachste Weg, Spanking falsch durchzuführen, ist, sich nicht im Klaren darüber zu sein, was der andere braucht und welche Rückmeldungen er gibt, sowie nicht zu kommunizieren oder nachzuhaken“, erklärt Jessie Fresh. Kommunikation ist also nicht nur vor der Session, sondern auch währenddessen, extrem wichtig.

Dies gilt übrigens für beide Seiten: So muss der dominante Part stets darauf achten, wie sein Sklave/seine Sklavin reagiert. Ist beispielsweise echter Schmerz und großes Unbehagen in den Augen Deines/Deiner Sub zu sehen, dann solltest Du einen Gang zurückschalten. Derjenige, der gespankt wird, sollte dahingegen nicht nur inaktiv auf dem Bett liegen und Schläge empfangen, sondern etwa durch seine Körpersprache oder Stöhngeräusche ausdrücken, ob es ihm/ihr noch gefällt.

Spanking kann negative Gefühle hervorlocken

„BDSM ist eine sehr psychologische Geschichte“, weiß Herrin Susanna. „Man kann Themen im Kopf öffnen, im Unterbewusstsein öffnen, die manifestiert sind und durch irgendwelche Handhabungen auf einmal herausbrechen können.“

Sei Dir also im Klaren, dass selbst leichte Klapser auf den Po nicht für jeden Menschen eine Trivialität darstellen. Manchen Männern oder Frauen wurde in ihrer Kindheit vielleicht stets der Hintern versohlt, sodass dies tiefe seelische Narben hinterlassen hat. Wenn Du nun einfach zuschlägst, könnten diese Narben wieder aufbrechen. Sei Dir dieser Verantwortung auch bei vermeintlich harmloseren BDSM-Spielarten stets bewusst.

Vermeide empfindliche Körperstellen

„Vermeide es, auf das Steißbein oder die Beckenknochen zu schlagen – dies ist sehr schmerzhaft und hat oftmals blaue Flecken zur Folge“, so Jessie Fresh. Auch die Nierenregion sei ein absolutes Tabu, so Herrin Susanna. Schlage also am besten nur auf die schön fleischigen und speckigen Bereiche des Pos.

Außerdem solltest Du möglichst treffsicher sein. Fehlgeleitete Klapse auf die Wirbelsäule oder Oberschenkel können nämlich ganz schön zwirbeln. Wenn Ihr zudem weitergehen und nicht nur den Po versohlen wollt, dann informiert Euch vorab unbedingt darüber, welche Körperpartien ausgespart werden sollten. Beispielsweise ist das Gesicht eine weitere höchst empfindliche Stelle, die nur mit absoluter Vorsicht in Züchtigungsspiele miteinbezogen werden sollte.

Immer nüchtern bleiben

Beide Seiten sollten während einer BDSM-Session ohne Rauschmittel auskommen. Benebelte Doms oder Dominas könnten ansonsten daneben schlagen oder zu fest hauen und nehmen unter Umständen die Warnzeichen der/des Subs nicht mehr wahr.

Bei den Subs besteht das Problem der verminderten Reizwahrnehmung: „Es ist wichtig, dass Du Spanking nüchtern ausprobierst, weil sich Dein Schmerzempfinden durch den Konsum von Rauschmitteln verändert“, erläutert Sexpertin Jessie Fresh. Hierdurch könnte es beispielsweise dazu kommen, dass Du nicht merkst, dass die Schläge des Doms eigentlich viel zu stark für Deinen Körper sind. Dies könnte wiederum zu ernsthaften Verletzungen führen.

„Kläre mit dem/der Empfangenden außerdem ab, ob er/sie Medikamente einnimmt oder Herzprobleme hat“, rät Fresh.

8 Instrumente, die Du für Spanking benutzen kannst

Deine Hände

Das einfachste Spanking-Instrument hast Du immer griffbereit bei Dir: deine Hände! Doch so simpel es klingt, den Hintern mit der Hand zu versohlen, so wichtig ist es auch, einige Dinge zu beachten:

„Wenn du deine Hand zum Spanken benutzt, dann solltest du dein Handgelenk nicht abknicken – niemand will ein Karpaltunnelsyndrom durch Spanking bekommen“, warnt Jessie Fresh. „Du kannst deine Handfläche analog zur Rundung des Pos, den du spanken willst, formen. Du kannst aber auch nur deine Fingerspitzen benutzen, um einen stechenden Schmerz zu erzeugen. Oder nutze die flache Handinnenfläche für intensivere Schläge.“

Peitsche

Weitere sehr bekannte Spanking-Instrumente sind Peitschen. Diese bestehen zumeist aus einem Peitschenstiel, einer beweglichen Schnur, auch Riemen genannt, sowie einer Treibschnur am äußersten Ende, durch welche bei richtiger Handhabung ein knallendes Geräusch entstehen kann.

Bullenpeitschen oder neunschwänzige Katzen kommen im BDSM-Bereich gern zum Einsatz, sollten jedoch gerade von Anfängern mit Vorsicht verwendet werden. „Wie bei allen Geräten im SM-Bereich solltest du diese zuerst bei dir selbst ausprobieren“, rät Alexandra Haas, Besitzerin des Shops „Special Moments“ in Zürich. Bevor Du also mit einer Peitsche auf den Po Deines/Deiner Liebsten schlägst, wende das Schlaginstrument erst einmal an Deinem eigenen Unterarm an, um zu spüren, wie sich die Hiebe anfühlen und welche Schlagintensität bereits merkbare Schmerzen verursacht.

Flogger

Eine besondere Art der Peitsche ist ein Flogger, der auch Martinet oder Klopfpeitsche genannt wird. Er besteht aus einem kurzen, festen Griff und zahlreichen flexiblen (Kunst-) Lederriemen. Gerade bei Anfängern ist ein Flogger beliebt, da er vergleichsweise einfach zu handhaben ist und bei moderater Schlagintensität keine allzu starken Schmerzen verursacht.

Wenn Du wissen möchtest, wie genau Du einen Flogger einsetzen kannst, dann schaue Dir DIESES Video von „Tiger Lee“ an.

Rohrstock

Bestimmt hast Du schon mal davon gehört, dass Rohrstöcke früher in der Schule als Schlaginstrumente eingesetzt wurden, um ungehorsame SchülerInnen zu bestrafen. Diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei, doch zum erotischen Spanking eignen sich die dünnen Stöcke aus Schilf, Bambus, Rattan oder ähnlichen Materialien immer noch perfekt.

Aber Vorsicht: Ein richtiger Schlag mit einem Rohrstock zwirbelt ungemein und kann rote Striemen auf dem Allerwertesten hinterlassen. Setze das Instrument also maßvoll ein, gerade wenn Du Spanking-Neuling bist.

Gerte

Ein Schlaginstrument, welches vornehmlich im Reitsport eingesetzt wird, aber auch im BDSM nicht fehlen darf, ist eine Gerte. Dieser etwa 25 bis 120 cm lange Stab aus dünnem Fiberglas oder natürlichen Materialien besitzt an einem Ende einen verdickten Griff sowie am anderen Ende einen kurzen Schlag, welcher beispielsweise aus einer Lederlasche oder einer geflochtenen Schnur besteht.

Auch mit Gerten sind harte Schläge möglich, sodass Vorsicht geboten ist. Nutze anfangs am besten nur den Schlag am oberen Ende und klopfe damit leicht auf den Po Deines Partners/Deiner Partnerin. Steigere dann langsam die Intensität, indem Du die Distanz von Gerte und Hintern vergrößerst.

Du kannst außerdem zwischen leichten Schlägen und sanftem Streicheln mit der Gerte wechseln. So wägst Du Dein Gegenüber zunächst in Sicherheit, erzeugst aber gleichzeitig ein hohes Adrenalinlevel, da Dein Schatz nie weiß, wann Du zum Schlag ansetzt.

Teppichklopfer

Ein weiteres gern genutztes Schlaginstrument ist ein Teppichklopfer. Dieses früher zur Reinigung von Teppichen genutzte Haushaltsgerät besteht aus einem Weiden-, Rattan- oder Kunststoffgeflecht sowie aus einem langen Stab.

Wie ein Teppichklopfer in Action aussieht, kannst Du Dir HIER anschauen. In diesem Video erfährst Du auch, dass selbst leichte Schläge mit einem solchen Gerät ordentlich wehtun. Fokussiere Dich beim Spanken also auf Dein Gegenüber sowie das Schlaginstrument in Deiner Hand und führe zunächst keine übertrieben harten Schläge aus.

Paddle

Ein Züchtigungsinstrument, welches vor allem in den USA verbreitet war, jedoch in neuerer Zeit auch auf den europäischen BDSM-Markt schwemmte, ist das Paddle. Es sieht aus wie ein kleines Paddel, woher auch der Name stammt. Es besteht zumeist aus Holz, kann aber auch aus Leder oder Vinyl gefertigt sein.

Mit einem Paddle ist vor allem gezieltes Klopfen auf den Po möglich. Modelle aus flexiblerem Leder eignen sich aber auch für stechende Hiebe. Darüber hinaus existieren auch Paddles mit Textur, also beispielsweise mit Noppen oder abgerundeten Spitzen, die für ein noch intensiveres Spanking-Erlebnis sorgen. Dies gilt auch für Modelle mit einem oder mehreren Löchern in der Schlagfläche. Da hierdurch die Luft, die sich beim Schlag noch unter dem Paddle befindet, schnell entweichen kann, kreieren Paddles mit Löchern härte Hiebe als Varianten ohne Öffnungen.

Alltagsgegenstände

Wenn Du Dir nicht extra spezielle BDSM-Instrumente zulegen möchtest, Spanking mit der Hand jedoch zu langweilig findest, dann bietet Dein Haushalt sicherlich ein breites Repertoire an geeigneten Züchtigungsinstrumenten. Fliegenklatsche, Lineal, Haarbürste, Kochlöffel, Kabel, Gürtel, Pfannenwender, Bücher, Pantoffeln, Kleiderbügel – Durchforste einfach mal Deine Schubladen und Du wirst sicherlich fündig werden.

Wie kann ich Spanking mit meinem Partner/meiner Partnerin durchführen?

„Rede mit deinem Partner/deiner Partnerin zunächst detailliert über deine Wünsche“, empfiehlt Dr. Lori Beth Bisbey. „Wenn du dir nicht sicher bist, dann schaue dir erotische Filme, Literatur etc. an, um herauszufinden, welche Art von Spanking dir gefallen könnte.“

Stimmt Dein Gegenüber zu, so könnt ihr langsam mit Eurer Spanking-Session beginnen. Nehmt hierzu nicht direkt Schlaginstrumente zur Hand, sondern lasst es langsam angehen. Wenn Du Deinen Schatz spanken möchtest, dann beginne doch zunächst mit einer erotischen Massage, um seinen/ihren Körper aufzuwärmen und sie/ihn zu erregen.

Wenn Deine Liebste/Dein Liebster dann schön entspannt und nackt vor Dir auf dem Bauch liegt, dann ist sein/ihr Po bereits in der perfekten Position, um ein wenig versohlt zu werden. Beginne mit leichten Klapsern und steigere dann die Intensität. Du kannst außerdem mit der erotischen Massage weitermachen, ihre/seine Genitalien ebenfalls streicheln oder etwa mit einem Vibrator verwöhnen, Praktiken wie Rimming anwenden und Spanking immer nur zwischendurch zur Abwechslung einsetzen.

So liegt der Fokus nicht allein auf Schlägen aufs Hinterteil, sondern Spanking ist nur Teil eines heißen Abends, welcher immer aufreizender wird. Auf diese Weise wird die Züchtigungsmethode sicherlich auch PartnerInnen ansprechen, die eigentlich nicht auf SM-Spielchen stehen.

Fazit – Spanking sorgt für ein wahres Adrenalin-Feuerwerk

Spanking ist eine abwechslungsreiche Sexspielart, die sowohl alte BDSM-Hasen als auch Anfänger in ihr Liebesspiel integrieren können. Denn leichte Schläge auf den Po können auch bei Männern oder Frauen, die normalerweise nicht auf Schmerzen stehen, große Erregung auslösen. Mithilfe von Peitschen, Floggern oder anderen Instrumenten sowie durch aufregende Machtspielchen kommen aber auch echte BDSM-Fans beim Spanking voll auf ihre Kosten.

Die Sexpraktik ist zudem einfach durchzuführen und kann schnell mal ins Liebesspiel eingebaut werden. Einzig vorherige Absprachen, eine gute Kommunikation während des Aktes sowie Maßnahmen wie Stoppwörter sind notwendig, damit beide Parteien die Züchtigungsmethode genießen können. Dann jedoch verspricht Spanking ein wahres Adrenalin-Feuerwerk auszulösen, sowohl beim Spankenden als auch beim Spankee.

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