Sind Schamhaare sinnvoll? Was Studien und Experten sagen

Tolle Wolle - Intimbehaarung im Faktencheck

Schamhaare Sinnvoll
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Schamhaare – sie sind in aller Munde, obwohl gefühlt niemand darüber spricht. Und doch kannst du kaum durch eine Drogerie gehen, ohne zig Methoden zur Haarentfernung, auch für den Intimbereich zu finden. Doch was hat sich Mutter Natur eigentlich mit dem Busch im Höschen gedacht? Woher stammt der Trend, dass Schamhaare gestutzt, getrimmt oder gar brasilianisch radikal entfernt werden?

Tatsächlich gibt es (fast) nichts, was nicht irgendwie einen biologischen Sinn hat. So auch Schamhaare. Sie dienten unseren Vorfahren einerseits als Schutz vor Kälte und regulierten die Körpertemperatur im empfindlichen Intimbereich. Außerdem halten sie Keime und Krankheitserreger ab, ähnlich wie Nasenhaare sind sie also ein Hygienefilter. Doch wieso haben wir sie heute immer noch? Mittlerweile gibt es Bekleidung und einen Schutz vor Kälte brauchen wir untenrum auch nicht mehr.

Selbst Wissenschaftler sind sich nicht ganz darüber im Klaren, warum den heutigen Menschen noch immer Schamhaare wachsen. Der biologische Grund ist nicht mehr vorhanden. Und immerhin, die Schamhaarentfernung ist heute fast so etwas wie ein Schönheitsideal, wie unter anderem diese Studie beweist. Ganz schön viel Druck, der da von außen kommt.

Intimrasur wird erwartet, davon gehen 61 Prozent aller Menschen aus, wenn sie sich vor einem neuen Sexpartner entblößen.

Also was ist dran an der Intimmatte und brauchen wir heute überhaupt noch Schamhaare?

Damals und Heute – die Veränderung der Intimfrisuren

Eins ist klar, zum Schutz vor Kälte brauchen wir heute keine Schamhaare mehr. Dafür haben wir wärmende Unterwäsche und Bekleidung. Doch es gibt weitere Gründe, warum Mutter Natur uns ausgerechnet dort mit Haaren versorgt hat. Einer davon sind unsere sexuellen Lockstoffe. Pheromone werden dort produziert, wo wir die meisten Drüsen besitzen, im Intimbereich und unter den Achseln. Diese Pheromone machen mögliche Sexualpartner darauf aufmerksam, dass hier ein (paarungswilliges) Gegenstück wartet.

Durch Schamhaare werden Pheromone länger gespeichert und der Duft wird stärker an die Umgebung abgegeben. Durch Deodorants und Intimspray überdecken wir diesen natürlichen Lockstoff allerdings in den meisten Fällen

Bedeutet das also, dass wenn wir jemanden „besonders gut riechen“ können, dieser jemand untenrum nicht rasiert ist? Keine Sorge, dein Gegenüber wird nicht erschnüffeln können, wie es um deine Intimfrisur bestellt ist. Die Wahrnehmung sexueller Lockstoffe passiert unterbewusst und ist ein biochemischer Vorgang im Gehirn.

Auch Schamhaare können gepflegt sein

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Eine Studie hat sich mit der Entfernung der Intimbehaarung beschäftigt und fand heraus, dass rund 80 Prozent aller Frauen und 40 Prozent aller Männer ihre Schamhaare entfernen. Trotz Verletzungsrisiko und unkomfortabler Handhabung nutzen statistisch gesehen die meisten Frauen hierfür den klassischen Einwegrasierer. Zum Waxing tendieren hingegen die wenigsten.

Doch warum machen wir das eigentlich? Schamhaare dienten ursprünglich unter anderem als Schutz vor Krankheiten. Frauen und Männer hatten in frühen Jahren wenige Möglichkeiten den Intimbereich regelmäßig zu waschen. Das dichte Haar sorgte dafür, dass der Intimbereich sich vor Keimen schützte. Doch auch wenn die heutigen Hygienemöglichkeiten anders sind als damals, beschäftigen sich Forscher mit der Auswirkung der Intimrasur auf die Gesundheit. Tatsächlich konnte nachgewiesen werden, dass eine Änderung der Frisur das Mikrobiom verändert. Allerdings ist hier eine Änderung in jede Richtung eingeschlossen.

Eine Rasur war damals undenkbar, oder? Ganz so undenkbar scheinbar doch nicht, denn die meisten erotischen Darstellungen zeigten schon in der Antike haarlose Intimbereiche. Ist der intime Kahlschlag also keine Mode der heutigen Gesellschaft, sondern schon immer ein Thema gewesen? Sicher hatten die Frauen und Männer früher weniger Möglichkeiten der Enthaarung, dennoch wurde auch schon von unseren Vorfahren auf Rasur bzw. Enthaarung mit dem Rasiermesser gesetzt.

Doch eines darf dabei nicht vergessen werden: Nur weil etwas im Trend ist, musst du es noch lange nicht mitmachen! Schamhaare haben vielleicht heute keinen biologischen Nutzen mehr, doch was gefällt ist erlaubt. Du liebst deinen Busch? Dann steh zu deinem Busch. Denn die Pflegemöglichkeiten sind heute ganz anders. Ob gestutzt, gewaschen oder mit Conditioner zum streichelweichen Schmusepelz gestylt, Intimbehaarung kann durchaus ansprechend sein. Eine Pflicht zur Entfernung gibt es nicht!

Jeder Intimbereich ist schön! Ob behaart, getrimmt oder rasiert, die Vielfältigkeit der Schamhaarfrisuren ist reine Geschmackssache

Pro Busch? Oder lieber glatt?

Warum rasieren wir uns den Intimbereich?

Warum rasieren wir uns den Intimbereich

Frauen sind glatt, Männer mögen es glatt: Diese Studie zeigt deutlich, dass der Trend zum haarlosen Look geht. Mehr als 50 Prozent der befragten Frauen gaben ihren Intimstatus mit „haarlos“ an. Bei den Männern kommt das gut an, denn rund 60 Prozent bevorzugten vollständig rasierte Intimbereiche bei der Partnerin. Doch um welchen Preis? Was macht dieser enorme Druck und die Erwartungshaltung mit uns? Damit hat sich unter Anderem diese Studie beschäftigt.

Die Öffentlichkeit lebt es uns vor. Ob in Pornofilmen oder in Werbungen, enthaart ist gut, schön und gepflegt. Doch nur weil es erst in den letzten 20 Jahren so richtig publik wurde und vor allem bei der jüngeren Generation als „Muss“ gilt, ist die Enthaarung untenrum noch lange nichts neues.

Schon 3000 v. Christus enthaarten sich Frauen mit Steinen, Harzen des Baumes und Eselsfett ihre Vagina. Das geht aus zahlreichen antiken Funden und Grabmalereien hervor. Auch griechische Bildhauer gestalteten ihre Büsten fast ausschließlich mit haarlosem Intimbereich.

Die alten Römerinnen waren unsere direkten Vorläuferinnen. Sie prägten die Intimfrisur als Teil ihrer Körperkultur und dadurch breitete sich der Trend in die afrikanischen Breiten, in den Orient und schließlich bis nach Europa aus. Während die Rasur mit dem Bronzemesser regelmäßig wiederholt werden musste war die Haarentfernung mittels Bienenwachses von längerem Erfolg. Auch die „Fadentechnik“, die hierzulande von Barbieren für die Augenbrauen-Gestaltung genutzt wird, fand Anwendung.

Und warum das ganze? Schon bei den Römerinnen galt ein dichter Schambusch als unzivilisiert und unhygienisch. Die Gefahr von Filzläusen wurde angenommen, obwohl die Natur uns das Haar zum Schutz des Intimbereichs gegeben hat. Und dieses Gefühl der Hygiene haben wir bis heute übernommen.

Von der Antike bis ins Jetzt und Hier

In der Tierwelt dient Sex der Fortpflanzung und auch in früheren Jahren des Menschen war die schönste Nebensache der Welt, wenn überhaupt für den Mann vergnüglich. Es galt Nachwuchs zu zeugen und Familien zu gründen. Heute jedoch leben wir im Zeitalter der modernen Sexualität. Nichts ist mehr unmöglich, vom Paarvibrator bis zur Taschenmuschi sind wir ein modernes und offenes Volk geworden.

Auch die Intimrasur und Intimpflege gehört heute zum Standard. Während der Zeit des Nationalsozialismus war es in Europa verpönt, die natürliche Behaarung zu entfernen. Es wurde mit Stolz und Würde in Verbindung gebracht, wenn deutsche Frauen ihre Schamhaare trugen. So kam es, dass bis Mitte der 80-er Jahre der Trend eindeutig zum Busch ging. Schaust du dir heute Sexfilme aus der damaligen Zeit an, wirst du kaum eine blank rasierte Vagina entdecken.

Anfang der 90-er Jahre kam der Umschwung. Mit kürzeren Röcken und achselfreien Oberteilen kam auch die Rasur der Achsel- und Schamhaare wieder in Mode. Und da ist sie bis heute geblieben. Heutige Generationen wachsen mit der Enthaarung auf, für sie ist der Trend ebenso natürlich wie das Zähneputzen. Und doch muss unbedingt noch einmal betont werden, dass es „die richtige Frisur“ für untenrum nicht gibt! Du trägst was dir gefällt, ob haarig, gestutzt oder blank ist allein deine Entscheidung.

Von der Landebahn zur Glatze – die Auswahl der Intimfrisuren

Von der Landebahn zur Glatze

Schaust du einem Friseur für einen Tag über die Schulter, wirst du so einiges feststellen. Manche Wünsche der Kunden kommen immer wieder, andere gelegentlich und dann gibt es die Exoten. Sie tragen ausgefallene Frisuren und fallen damit auf!

Ähnlich sieht es auch im Höschen aus, nur bekommen wir es da viel seltener zu Gesicht. Die gängigsten Frisuren für den intimen Schopf möchten wir dir einmal kurz vorstellen.

Die Nacktschnecke oder der Nacktmull

Wie der Name schon sagt, wird bei dieser Art der Frisur der Intimbereich komplett enthaart. Bei Frauen schließt das die Schamlippen und in vielen Fällen die Dammregion mit ein. Bei Männern bedeutet der Kahlschlag, dass auch die Hoden mitrasiert werden. Diese Art der Frisur wird am häufigsten getragen. Sie gilt als ungemein praktisch, schnell zu pflegen und einwandfrei hygienisch.

Die Landebahn

Die Landebahn ist bei Frauen beliebter als bei Männern, sie bezeichnet eine Frisur, die auf dem Schamhügel gestylt wird. Ein schmaler Strich oder auch ein etwas breiterer Streifen Haar wird übriggelassen, während der restliche Bereich enthaart wird. Die Landebahn ist eine Mischung aus völlig frei und komplett behaart. Viele Frauen bezeichnen diesen Look als zivilisiert, möchten sich aber nicht gänzlich rasieren, da sie sich dann zu nackt fühlen.

Der Busch

Der Busch ist das was der Name schon sagt, buschig, voluminös und gut zu erkennen. Schamhaare haben die lästige Eigenschaft nicht nur dort zu wachsen, wo sie gewünscht sind. Sie wuchern über den Damm in die Analregion (nicht nur bei Männern), in die Leisten und bis zu den Oberschenkeln herunter. Viele Buschträgerinnen- und träger sind daher keinesfalls schneller fertig mit der Frisur. Um Wildwuchs außerhalb des Schambereichs zu vermeiden wird getrimmt und gestutzt, so dass der Busch auch wirklich eine gute Figur macht.

Das Kunstwerk

Was Friseure auf so manchem Kopf zaubern, gestalten Frauen und Männer gern auch im Intimbereich. Ob Blitze, Herzen oder Totenköpfe, die Auswahl an Mustern für eine freche Frisur ist groß. Mit ein bisschen Geschick lassen sich hier herrliche Bilder ins Haar rasieren, die schon nach kürzester Zeit wieder verschwunden sind. Das gute ist: Einmal „falsch geschnitten“, kannst du mit einem Kahlschlag alle Spuren verwischen. Selbst Schamhaarfarbe ist hin und wieder gern gesehen. Es muss allerdings dringend beachtet werden, dass hier tatsächlich nur geeignete Farbe genutzt wird, da es sonst zu Irritationen kommen kann.

Die verschiedenen Enthaarungsmethoden im Check

Die verschiedenen Enthaarungsmethoden im Check

Rasieren? Trimmen? Schneiden? Wachsen? Wenn du dich für die Intimenthaarung entschieden hast stellt sich schnell die Frage nach der besten Methode. Der Einwegrasierer ist im Trend, doch es gibt weitere Arten der Enthaarung, die mehr oder weniger häufiger zum Einsatz kommen. Was zu dir passt, kannst du nur anhand deiner persönlichen Vorlieben festlegen. Ein bisschen ist es wie die Entscheidung für ein Sextoy. Ob ein Minivibrator oder ein Auflegevibrator das beste für dich ist, hängt von dir selbst ab.

Der Dauerbrenner – die Intimrasur

Keine Frage, der Griff zum Rasierer ist am häufigsten verbreitet. Etwas Schaum verteilen, Klinge befeuchten und nach wenigen Strichen ist alles glatt. Rasieren schont außerdem den Geldbeutel und ist morgens unter der Dusche einfach zu erledigen. Einmal drin in der Rasierroutine gewöhnt sich die Haut an die regelmäßige Reizung und es tut „fast“ nicht mehr weh, wenn du alle zwei bis drei Tage nachrasieren musst.

Größter Nachteil dieser Methode sind die Hautreizungen, die sich vor allem am Anfang gern bilden. Kleine Mikroschnitte, zu lange und zu heftig gegen die Haarwuchsrichtung rasiert und schon brennt da unten alles. Daher ein wichtiger

Tipp: Eine umfassende Intimpflege ist nach der Rasur ein Muss. Und wenn du selbst keine Lust zu cremen hast, wird dein Partner gerne helfen. Spätestens wenn du ihm ein Massage- und Pflegeöl in die Hand drückst, ist er sicher gern zur Stelle.

Für Mutige – das Waxing

Keine Frage, alle zwei Tage rasieren nervt ziemlich. Wenn du es aber dennoch glatt möchtest und du zufällig über die Extraportion Mut verfügst, ist ein Brazilian Waxing das Mittel der Wahl für dich. Entweder im do it yourself Verfahren zu Hause oder im Kosmetikstudio wird mittels flüssigen Wachses und Papierstreifen das Haar ruckartig herausgerissen. Da es direkt aus der Wurzel entfernt wird, dauert es bis zu sechs Wochen, bis sich die ersten Stoppeln zeigen. Ein langfristiger Erfolg, für den du aber gehörig die Zähne zusammenbeißen musst.

Die gute Nachricht ist, dass das Waxing auch dauerhaft für einen schwächeren Haarwuchs sorgen kann. Außerdem berichten zahlreiche Frauen und Männer, dass es beim ersten Mal am schlimmsten ist und danach deutlich weniger schmerzt.

Für noch Mutigere – der Epilierer

Aua! Einfach nur Aua! Ja, hier sind wir ehrlich und verraten dir, was du sicher längst schon weißt. Epilieren tut weh. Was an den Beinen noch mit viel Zähneknirschen erträglich ist, kann zwischen den Beinen schon zu ordentlich Wasser in den Augen führen. Und dennoch berichten immer häufiger Frauen, dass sie sich mit ihrem Epilierer einen längerfristig glatten Intimbereich gönnen. Die Vorzüge des Epilierens sind klar. Die Haut bleibt glatt und die Haare wachsen sehr langsam wieder nach.

Doch der Schmerzfaktor lässt sich eben nicht für jeden ausblenden.

Kleiner Tipp: Mit einem Sexkissen lässt sich eine bequeme Position finden, in der du den kompletten Intimbereich erreichen kannst. Da die Kissen abwaschbar sind, musst du dir auch um Hygiene keine Sorgen machen.

Für Langfristige – die IPL-Enthaarung

IPL ist ein neuer Trend und steht für „Intense Pulsed Light“. Mittels Lichtimpulsen wird bei dieser Enthaarungsmethode die Haarwurzel sukzessive zerstört. Das Wachstum wird verlangsamt und schließlich gehemmt. Allerdings sind vier bis acht Behandlungen innerhalb von vier bis acht Wochen nötig, um einen Erfolg zu erzielen. Darüber hinaus muss deine Haut hell, dein Haar aber dunkel sein. Das Ergebnis ist langfristig glatte Haut, die Behandlung ist vollkommen schmerzfrei.

Einschränkungen gibt es aber dennoch. IPL ist zeitintensiv, eine schnelle Enthaarung, weil der Freund am Abend zu Besuch kommt ist damit nicht möglich. Außerdem eignet sich dunkle, tätowierte oder gebräunte Haut nicht für die Nutzung von IPL.

Für Sichere – die Nutzung von Enthaarungscreme

Schmerzen magst du nicht und Rasieren ist dir zu aufwändig? Dann kommt die Enthaarungscreme für dich in Frage. Sie eignet sich perfekt für bequemes Enthaaren, doch ein bisschen Vorsicht ist nötig. Es handelt sich bei der Substanz nicht um ein harmloses Gleitgel, sondern um eine chemische Substanz, die auf den Schleimhäuten ziemlich stark brennt. Die Funktionsweise ist schnell erklärt: Die Creme enthält Schwefelverbindungen, welche nicht die Haarwurzel, sondern das Haar und das darin befindliche Keratin angreift. Das Haar wird aus der Haut gelöst, die Haarwurzel bleibt jedoch intakt.

Auftrage, einwirken und abwischen – eine denkbar einfache Methode mit Tücken. Wenn du generell sehr empfindliche Haut im Intimbereich hast, solltest du vorsichtig vorgehen. Brennen, Irritationen und allergische Reaktionen sind möglich. Außerdem ist der Geruch von Enthaarungscreme nicht jedermanns Sache. Ziemlich chemisch und in der Nase beißend ist ein Fenster im Badezimmer hier ein Segen.

Mut zum Busch – die Schambehaarung pflegen

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„Back to Nature“ ist ein Trend, der erst in letzter Zeit immer ein wenig lauter gerufen wird. Baumwollunterwäsche, Periodenslips und Menstruationstassen sorgen für Nachhaltigkeit. Und zu diesen neuen Trends entwickelt sich bei einigen Frauen und Männer auch die Liebe zum eigenen Busch. Warum auch nicht? Jeder trägt was er mag, denn der eigene Wohlfühlfaktor ist der wichtigste.

Doch auch wenn du dich gegen Rasur, Waxing und Epilierer entscheidest, bist du aus der Pflegenummer noch nicht raus. Gepflegtes Schamhaar braucht natürlich ebenfalls Pflege, sonst wird es schnell trocken und störrisch und verliert an Volumen. Doch keine Sorge, so ein Busch lässt sich schnell in Form bringen und stört auch weder bei der Masturbation, noch beim Sex mit dem Partner.

Waschen, föhnen, legen

Okay, bevor du dir jetzt mit dem Föhn den ultimativen Afrolook zwischen die Beine zauberst, reicht es zunächst auf ein mildes Intimwaschgel zurückzugreifen. Denn ähnlich wie die Haare auf deinem Kopf, brauchen auch deine Schamhaare Pflege. Beim Duschen einschäumen, auswaschen und abtrocknen ist die Grundlage der Intimpflege.

Achtung: Verwende kein klassisches Duschgel oder Haarshampoo für den Intimbereich, du könntest deine empfindlichen Schleimhäute damit irritieren.

Trimmen statt rasieren

Völliger Wildwuchs ist trotz dem Wunsch nach Haaren fast bei niemandem wirklich beliebt. Für ein gepflegtes Gesamtbild lohnt es sich, das Haar zumindest zu trimmen. Hierfür eignen sich Effilierscheren ebenso gut wie elektrische Trimmer, die du wahlweise auf eine bestimmte Länge einstellen kannst. Vorteil beim Trimmen ist, dass du keine Hautirritationen erzeugst, sondern das Haar nur auf einheitliche Länge bringst.

Bartöl für den Intimbusch

Ja, richtig gelesen, Bartöl ist ein tolles Pflegeprodukt, was du auch für deinen Intimbereich verwenden kannst. Natürlich nur, wenn es auf natürlicher Basis hergestellt wurde. Doch das sind die meisten Bartöle und sie sorgen für herrlich geschmeidiges Haar. Die Struktur männlicher Barthaare ähnelt Schamhaaren. Sie sind dick, borstig und fest. Durch das Öl werden sie weicher, anschmiegsamer und bekommen einen schönen Schimmer.

Fazit: Jeder Look hat Style!

Ob rasiert oder getrimmt, ob gewaxt oder natürlich – jeder Intimbereich hat seinen Reiz und du solltest dich niemals von anderen zu etwas drängen lassen, was dir selbst nicht gefällt. Wenn du dich rasieren möchtest, tu es für dich. Wenn du Lust auf Busch hast, trag ihn für dich! Ausgiebige Pflege ist das Wichtigste, denn damit bringst du nicht nur deine Haare in Form, sondern schützt deinen Intimbereich vor Erkrankungen und Reizungen.

Trends halten nie für die Ewigkeit und auch wenn die brasilianische Glätte heute noch „en vogue“ ist, kann sich das morgen schon wieder geändert haben. Und außerdem: Manchmal ist es doch sogar ganz cool, gegen den Strom zu schwimmen. Von biologischer Seite ist alles okay, vom Busch bis zur Glatze. Denn als Wärmematte brauchen wir in der modernen Welt unser Schamhaar nicht mehr.