2, 10, 30 – Wie viele Sexpartner haben Frauen & Männer im Schnitt?

Und was ist die optimale Anzahl?

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In diesem Artikel

Hand aufs Herz! Wie viele Sexpartner/innen hattest Du schon? Bist Du vielleicht noch während der Schulzeit mit Deiner großen Liebe zusammengekommen und hattest daher bisher nur mit ihm/ihr Sex? Oder gehst Du am Wochenende gern auf die Piste und schleppst auch schon mal den ein oder anderen Typen bzw. die ein oder andere Lady ab, sodass Du auf Deinem Sexpartner-Konto bereits ordentlich Punkte sammeln konntest?

1 vs. 50 – was ist normal? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, haben wir uns weltweite Statistiken zur durchschnittlichen Anzahl an Sexualpartnern angeschaut. Darüber hinaus haben wir uns die Frage gestellt, ob es eine ideale Anzahl gibt.

Falls Du also wissen möchtest, ob Du über oder unter dem Schnitt liegst, dann rechne schnell zusammen, mit wem Du bereits in die Federn gestiegen bist, und lasse Dich vom Ergebnis unserer Recherche überraschen.

Wie viele Sexpartner haben Frauen und Männer im Schnitt?

In diesem Video wurden 100 Männer und Frauen gefragt, wie viele SexpartnerInnen sie schon gehabt haben. Während einige von ihnen, die Frage mit einem Lächeln frei heraus beantworteten, zeigten sich andere Befragte schüchtern und wollten ihr Geheimnis partout nicht preisgeben.

„There is a lot of stigmas around, especially for women. People kind of judge you. It’s like the fewer people you have slept with you are like the saint (Es gibt viele Stigmata, besonders für Frauen. Menschen verurteilen dich. Wenn du nur mit wenigen Menschen geschlafen hast, dann bist du eine Heilige)“, erklärte eine Umfrage-Teilnehmerin.

Die Frage scheint also per se für manche Menschen mit sehr viel Scham behaftet zu sein, sodass der echte Schnitt gar nicht so einfach herauszufinden ist.

Zudem zeigt das Video, dass es allein zwischen den 100 befragten Personen sehr große Unterschiede gibt – von 0 Sexualpartnern bis 1500 war alles dabei. Wenn Du Dir also gleich die durchschnittlichen Zahlen anschaust, dann bedenke, dass es hierzu viele Ausnahmen gibt und dass sie keinesfalls auch für Dich gelten müssen. Wenn Du unter bzw. über dem Schnitt liegst, sagt dies zudem nichts über Dich als Person aus.

Wie bunt treiben es die Deutschen?

Im Rahmen einer Studie zur „Gesundheit und Sexualität in Deutschland – GeSiD“ wurden zwischen 2017 und 2018 nahezu 5000 Deutsche (2336 Männer und 2619 Frauen) zu ihren sexuellen Erfahrungen, partnerschaftlichen Beziehungen oder Einstellungen zum Thema Sexualität befragt. Bei der Frage nach heterosexuellen SexualpartnerInnen kam heraus, dass Männer durchschnittlich 9,8 Sexualpartnerinnen und Frauen durchschnittlich 6,1 Sexkontakte haben. Ein noch genaueres Bild zeigt ein Vergleich der verschiedenen Altersgruppen:

18-25 Jahre
Frauen: 3,8 (Sexkontakte)
Männer: 4,7

26-35 Jahre
Frauen: 7,4
Männer: 9,2

36-45 Jahre
Frauen: 6,6
Männer: 12,0

46-55 Jahre
Frauen: 6,4
Männer: 13,2

56-65 Jahre
Frauen: 6,0
Männer: 9,1

66-75 Jahre
Frauen: 3,8
Männer: 9,0

Ein wenig komisch kam es den GeSiD-Wissenschaftlern jedoch vor, dass Männer durchschnittlich mit nahezu zehn Frauen geschlafen haben, während Frauen sich nur mit etwa sechs Männern vergnügten; denn logisch betrachtet, müssten sich die Werte eigentlich ähneln.

Sie erklären sich diese Diskrepanz durch eine von gesellschaftlichen Erwartungen bedingte Antwortverzerrung. So möchten sich Männer sozusagen als „toller Hecht“ darstellen, während Frauen nicht als „leicht zu haben“ gelten wollen. Daher haben einige männliche Studienteilnehmer ihre Sexualpartnerinnen-Anzahl wohl etwas nach oben hin korrigiert. Weibliche Teilnehmerinnen hielten die Anzahl ihrer Bettgenossen dahingegen wahrscheinlich möglichst gering.

Die Ergebnisse einer anderen Umfrage aus dem Jahre 2016 legen jedoch nahe, dass zumindest die grobe Richtung stimmt: Befragt wurden diesmal 908 Männer und Frauen ab 18 Jahren. Die meisten TeilnehmerInnen gaben an, bislang zwei bis fünf SexualpartnerInnen gehabt zu haben (37 % der Frauen, 31 % der Männer). Die Range von sechs bis zehn PartnerInnen belegte den zweiten Platz (17 % der Frauen, 20 % der Männer).

Die Wahrheit liegt also sowohl bei deutschen Männern als auch bei Frauen wahrscheinlich etwa bei sechs Sexualkontakten im Durchschnitt. Findest auch Du Dich in diesem Bereich wieder?

Sind die Deutschen im internationalen Vergleich Sexpartner-Spitzenreiter oder doch eher Matratzensport-Mitte?

Die Drogeriekette Superdrug befragte mehr als 2000 US-AmerikanerInnen und EuropäerInnen zu ihrem Sexualverhalten (1263 Männer, 917 Frauen; 1058 US-AmerikanerInnen, 1122 EuropäerInnen). Hierbei bestätigte sich zunächst die oben genannte These, dass sowohl deutsche Männer als auch deutsche Frauen etwa sechs Sexualpartner in ihrem Leben haben.

Ähnlich sieht es bei den US-AmerikanerInnen aus. Ihre durchschnittliche Sexpartner-Anzahl liegt bei 7,2. Allerdings zeigten sich während der Befragung teils riesige Unterschiede zwischen den einzelnen US-Bundesstaaten. So haben EinwohnerInnen aus Louisiana im Schnitt 15,7 BettgefährtInnen, während Männer und Frauen im Bundesstaat Utah nur mit durchschnittlich 2,6 Menschen Geschlechtsverkehr hatten.

Wie kann dies sein, wo doch noch im Jahre 2018 nahezu 70 % der US-AmerikanerInnen bestätigten, dass sie Sex zwischen unverheirateten Paaren moralisch durchaus akzeptabel finden? Es liegt wohl vor allem daran, dass 60 % der Bevölkerung von Utah der „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ (Mormonen) angehört.

Religiöse Wertvorstellungen beeinflussen die Anzahl an Sexualpartnern also in hohem Maße.

In Deutschland stehen etwa 26 % Protestanten und 29 % Katholiken 27 % Ungläubigen gegenüber; und selbst bei Menschen, die einer Religionsgemeinschaft angehören, ist nicht gesichert, dass sie so tief glauben, dass sie ihr Sexualleben hierdurch beeinflussen lassen. Da zudem immer mehr Deutsche aus der Kirche austreten, im Jahre 2019 immerhin 272771 KatholikInnen und 266738 ProtestantInnen, wird sich der Sexualpartner-Durchschnitt in Zukunft wahrscheinlich noch etwas weiter nach oben hin entwickeln.

Ergebnisse weiterer Staaten:

Dank der Studie können auch Schlüsse auf die Sexpartner-Anzahl in anderen Staaten gezogen werden:

  • UK: 7,0
  • Niederlande: 6,9
  • Belgien: 5,41
  • Italien: 5,4
  • Europäischer Durchschnitt: 6,2

Weitere Erkenntnisse der Studie:

Wer flunkert eher über seine Sexpartner-Anzahl, Frauen oder Männer?
Oben haben wir schon beschrieben, dass ein gewisser sozialer Druck auf Männern und Frauen lastet, wenn es um die Anzahl Ihrer SexpartnerInnen geht. Ein Effekt hiervon ist, dass Zahlen häufig ein wenig beschönigt werden.

Zu diesem Ergebnis kam auch die Studie: So bestätigten 8,2 % der Teilnehmerinnen und 17,5 % der Teilnehmer, dass sie ihre SexpartnerInnen-Zahl schon mal nach oben hin korrigiert haben. 18,6 % der Frauen und 13,7 % der Männer gaben dahingegen zu, nicht immer all ihre Sexabenteuer aufgezählt zu haben.

Ab welchem Zeitpunkt in der Beziehung sollte man die Anzahl seiner vergangenen Sexpartner offenbaren?

  • Innerhalb des ersten Monats: 31,2 % Frauen, 33,8 % Männer
  • 1 bis 4 Monate: 36,3 % Frauen, 35,3 % Männer
  • 5 bis 8 Monate: 13,9 % Frauen, 13,2 % Männer
  • 9 bis 12 Monate: 3,9 % Frauen, 3,8 % Männer
  • Über 12 Monate: 3,8 % Frauen, 2,6 % Männer
  • Nie: 10,9 % Frauen, 11,3 % Männer

Ab wann würdest Du Deinem/r Partner/Partnerin sagen, wie viele Sexaffären Du schon hattest?

Bei wem wurde bereits eine Geschlechtskrankheit festgestellt?

Schließlich gings ans Eingemachte: die Studie ermittelte auch den Anteil an Infektionen mit einer sexuell übertragbaren Krankheit im Verhältnis zur Anzahl der GeschlechtspartnerInnen.

  • 0 bis 4 SexpartnerInnen: 3 % (der Befragten haben sich schon mal mit einer Geschlechtskrankheit infiziert)
  • 5 bis 9 SexpartnerInnen: 8 %
  • 10 bis 14 SexpartnerInnen: 8 %
  • 15 oder mehr SexpartnerInnen: 13 %

Die Schweizer – Von wegen langsam und traditionell

Eine Online-Umfrage mit dem Thema „Sex in der Schweiz“, an welcher rund 30000 SchweizerInnen teilnahmen, ermittelte ebenfalls die scheinbar magische Zahl 6: So liegt die durchschnittliche Sexpartner-Anzahl von männlichen Schweizern bei sieben, die von Schweizerinnen bei sechs.

Allerdings kam auch heraus, dass 23 % der Männer und 14 % der Frauen bereits mit mindestens 20 PartnerInnen Sex hatten.

Spitzenreiter bei den besonders kuschelfreudigen SchweizerInnen waren homosexuelle Männer sowie bisexuelle Frauen. Schwule Herren der Schöpfung ließen es im Schnitt mit 14,7 Männern krachen, bisexuelle Damen mit 13,5 heißen Typen oder verführerischen Mädels.

Und was ist mit homosexuellen Männern und Frauen aus Deutschland?

Laut einer Studie der TU München, die 2018 veröffentlicht wurde und über 12000 45-jährige Männer einschloss, hiervon 471 Homosexuelle, sind viele schwule Deutsche offenherziger unterwegs als ihre heterosexuellen Geschlechtsgenossen.

Während die meisten heterosexuellen Studienteilnehmer (fast 70 %) nämlich angaben, bis zu zehn Sexpartnerinnen gehabt zu haben, enthüllten 44 % der homosexuellen Befragten, dass sie bereits mit über 30 Männern in die Kiste gehüpft sind.

Statistiken zu deutschen lesbischen Frauen fehlen leider. Zieht man einen internationalen Vergleich heran, so lassen es homosexuelle Frauen jedoch nicht so sehr krachen wie ihre männlichen Pendants.

Einer Umfrage des amerikanischen Dating-App-Unternehmens MATCH zufolge, an welcher 1000 US-AmerikanerInnen aus der LGBTQ-Szene teilnahmen, kommen Lesben durchschnittlich auf 12 Sexpartnerinnen.

Eine Studie mit über 1200 britischen homo- und bisexuellen Frauen kam zu dem Ergebnis, dass die meisten Teilnehmerinnen aus UK mit 2 bis 5 (36 %) oder 6 bis 10 (28 %) Geschlechtsgenossinnen geschlafen haben (diese Untersuchung stammt allerdings aus dem Jahre 2003).

Was ist die optimale Anzahl an Sexualpartnern?

Gibt es das überhaupt, die optimale Anzahl an Sexualpartnern? Statistisch gesehen vielleicht schon. So wurden die TeilnehmerInnen an oben bereits genannter SUPERDRUG-Studie gefragt, ab welcher Sexpartner-Anzahl sie einen Mann bzw. eine Frau für zu promiskuitiv halten.

Die männlichen und weiblichen Befragten waren sich hierbei nahezu einig: Männer antworteten, dass 14 Sexpartner und mehr zu viel seien, Frauen hielten 15,2 Sexpartnerinnen und mehr für ein No-Go.

Darüber hinaus wurde gefragt, ab welcher Anzahl eine Person als zu konservativ gelte. Frauen befanden, dass 1,9 Sexpartnerinnen für einen Mann zu wenig seien; Männer hätten gerne, dass Ihre Partnerin vor ihnen mit mindestens 2,3 Menschen Matratzensport betrieben hat.

Die ideale Anzahl an Sexualpartnern lag für die Teilnehmerinnen der Studie bei durchschnittlich 7,5, für die männlichen Befragten bei 7,6.

Nun kennst Du also die „ideale“ Nummer. Bedeutet dies jedoch zwangsläufig, dass es schwer für Dich wird, einen Partner/eine Partnerin zu finden, wenn Du darunter oder darüber liegst? Im Rahmen der SUPERDRUG-Umfrage sagten zunächst nur 9 % der Befragten, dass sie eine Beziehung mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit beenden würden, wenn sie herausfänden, dass ihr neuer Partner/ihre neue Partnerin in der Vergangenheit zu viele Bettgeschichten hatte. 21 % hielten das Beziehungsende für eher wahrscheinlich. 33 % standen der hohen Sexpartner-Anzahl jedoch bereits neutral gegenüber, der Rest hatte sogar gar kein wirkliches Problem mit zahlreichen Verflossenen.

Noch gütiger gingen die TeilnehmerInnen zudem mit sexuell unerfahrenen Menschen ins Gericht. So würde es nur 8 % von ihnen stören, wenn ihr Liebster/ihre Liebste zuvor sehr wenige SexpartnerInnen hatte.

Eine Online-Umfrage der britischen Swansea University, an welcher 188 heterosexuelle Männer und Frauen zwischen 18 und 35 Jahren teilnahmen, kam ebenfalls zu dem Ergebnis, dass für die Mehrheit der Befragten ab einer Anzahl von 15 SexpartnerInnen Schluss mit lustig ist. Die meisten von ihnen wünschten sich, dass ihr zukünftiger Partner/ihre zukünftige Partnerin zwei oder drei Liebeleien vor ihnen hatte.

Andererseits nahmen sie es selbst nicht ganz so genau mit dieser Anzahl. So fanden die britischen Wissenschaftler auch heraus, dass die Probanden im Schnitt mit 5,81 (Frauen) bzw. 8,4 (Männer) Personen Sex hatten. Es ist also immer auch etwas Doppelmoral und Mogelei im Spiel.

Fasst man die Ergebnisse der Studien sowie oben besprochenes Sexualverhalten von Männern und Frauen zusammen, so besteht anscheinend ein gesellschaftlicher Konsens darüber, dass bei einer Sexpartner-Anzahl zwischen zwei und 15 alles im grünen Bereich ist und dass diese Spanne weithin akzeptiert wird. Eine möglichst geringe Anzahl an LiebhaberInnen – etwa bis sechs oder sieben – ist im Spiegel der Gesellschaft betrachtet sogar noch „optimaler“, wird von Männer sowie Frauen also als noch idealer empfunden.

Andererseits lassen sich viele Beziehungssuchende von einer hohen Nummer nicht unbedingt abschrecken, sondern stehen einer etwas erhöhten Sexpartner-Anzahl eher neutral oder sogar positiv gegenüber. Zwei bis sieben Sexabenteuer im Leben mögen also in der Theorie ideal klingen. In der Realität sind jedoch viele Menschen nicht allzu sehr auf eine Nummer fixiert.

Gute Gründe, mit WENIGEN Männern/Frauen zu schlafen

1. Qualität vor Quantität

Wer mit vielen Frauen/Männern schläft, wird nicht immer auf den perfekten Lover oder die leidenschaftlichste Sexgefährtin stoßen – viel Sex bedeutet eben nicht gleichzeitig auch viel GUTEN Sex. Eine gewisse Vorauswahl zu treffen und nur mit Menschen Sex zu haben, auf die man auch wirklich Lust hat, die einen umgarnen und denen man vertraut, kann also viel effektiver sein, als immer wieder einzelne Bettgeschichten zu haben, bei welchen keine echte Leidenschaft aufkommt.

2. Hebe Dich für Deine große Liebe auf

Dieser Gedanke klingt natürlich recht romantisch und es besteht die Gefahr, dass die große Liebe eine große Niete im Bett ist. Doch wenn Du einen Menschen aufrichtig liebst, erlebst Du Sex mit ihm/ihr zumeist auf einer viel tieferen Ebene, die unter Umständen auch einzigartige Orgasmen hervorzaubert.

Du musst ja nicht gleich als Jungfrau in die Ehe gehen. Doch nach dem ein oder anderen Mr. Right bzw. nach der ein oder anderen Traumfrau Ausschau zu halten, anstatt immer wieder Gelegenheitsbekanntschaften aufzugabeln, kann für Dein Sexleben eine wahre Bereicherung sein.

3. Finde den Einen/die Eine, der/die Deine Vorlieben teilt

Stehst Du auf erotische Rollenspiele, BDSM, Sexpraktiken wie Rimming oder hast Du bestimmte Fetische?

Vielleicht macht es für Dich dann mehr Sinn, beispielsweise in Onlinebörsen gezielt nach PartnerInnen zu suchen, die Deine Vorliebe teilen. Ansonsten musst Du viele Frösche küssen, um genau auf den Mann/die Frau zu stoßen, der/die Dich auspeitschen, sich den Anus lecken lassen oder Dich anpinkeln will. Das kann schnell frustrierend werden.

4. Halte das Risiko für Geschlechtskrankheiten möglichst gering

Natürlich kannst Du Dir auch durch einen einmaligen, unbedachten Sexkontakt eine Geschlechtskrankheit einfangen. Wenn Du jedoch regelmäßig mit vielen wechselnden Menschen schläfst, steigt das Risiko, sich mit Chlamydien, Hepatitis, Ghonorrhö und Co. zu infizieren exponentiell an.

Da selbst durch die Nutzung von Kondomen eine Ansteckung nicht komplett ausgeschlossen werden kann, ist das schlagendste Argument für wenige SexpartnerInnen sicherlich die geringere Infektionsgefahr.

Gute Gründe, mit VIELEN Männern/Frauen zu schlafen

1. Finde Deine sexuelle Identität

Ein großer Vorteil von Sex mit mehreren PartnerInnen ist, dass Du mit ihnen herausfinden kannst, worauf Du stehst und was Dich richtig anmacht. Wenn Du immer nur mit einer Frau/einem Mann schläfst und Euer Sexleben stets gleich abläuft, dann weißt Du vielleicht gar nicht, wo Deine erogenen Zonen liegen oder welche Sexstellung Dir am besten gefällt.

Unter Umständen bist Du auch bisexuell, magst Gruppensex oder wärst gern mal ein Sexsklave/eine Sexsklavin – Wer weiß, welche sexuelle Identität in Dir schlummert?!

2. Probiere Neues aus und lerne dazu

Eine neue Gespielin/ein neuer Gespiele zeigt Dir mitunter einige neue Tricks und Kniffe, wie Du Deine und ihre/seine Lust bis ins Unendliche steigern kannst. So legst Du Dir Stück für Stück ein großes Repertoire an Sexvorlieben zu, auf welche Du später wieder zurückgreifen kannst.

Hast Du beispielsweise schon mal Pegging, einen Analdildo oder eine erotische Hypnose ausprobiert?

3. Nimm Sex das Tabu

Auch im 21. Jahrhundert wird Sex oftmals noch als Tabuthema behandelt. Wenn Du Dich auf mehrere Menschen einlässt, wirst Du jedoch feststellen, dass es beim Sex einfach darum geht, dass zwei oder mehrere Menschen sich miteinander vergnügen und die schönste Nebensache der Welt genießen.

Natürlich solltest Du Sex nicht komplett auf die leichte Schulter nehmen. Doch ein lockeres Verhältnis zu Geschlechtsverkehr ist allemal gesünder, als beim Anblick eines nackten Körpers verschämt wegschauen oder beim Gedanken an Sex gleich an Sünde denken zu müssen.

4. Steigere Dein sexuelles Selbstbewusstsein

Dadurch, dass Du Sex nicht als Tabu ansiehst und schon viele Erfahrungen gesammelt hast, kannst Du Deinen neuen Partnern genau sagen, was Du willst und was eben nicht. Darüber hinaus lernst Du durch verschiedene SexpartnerInnen auch, wie die Körper anderer Männer/Frauen ticken und was sie brauchen, um zum Höhepunkt zu kommen.

So kannst Du voller Selbstbewusstsein auf neue LiebhaberInnen zugehen, wirst auf Deine Kosten kommen, bescherst aber auch Deinem Gegenüber einige erfüllende, befriedigende Stunden der Leidenschaft.

Wann liegt eine Sexsucht vor?

Bei Hypersexualität kommt es nicht vornehmlich auf die Anzahl an SexpartnerInnen an, mit denen ein Mann oder eine Frau intim wird. Vielmehr muss hinzukommen, dass er oder sie die Kontrolle über sein/ihr Sexleben verloren hat, einen großen Leidensdruck verspürt und trotz negativer Konsequenzen einfach nicht damit aufhören kann, Geschlechtsverkehr zu haben. Hiernach liegt also keine Sexsucht vor, wenn beispielsweise ein Mann im Monat mit hundert Frauen in die Kiste steigt, dies jedoch vollkommen ok findet und jederzeit auch damit aufhören könnte.

Außerdem äußert sich Hypersexualität nicht nur in übermäßigem Geschlechtsverkehr. Auch exzessiver Porno-Konsum, ständiges Masturbieren oder immer wiederkehrende Sexfantasien können unter das Krankheitsbild fallen.

Hierauf solltest Du bei wechselnden Geschlechtspartnern achten

Geschlechtskrankheiten vermeiden

Laut der WHO werden weltweit am Tag mehr als eine Million Geschlechtskrankheiten übertragen. Mehr als 500 Millionen Menschen sind zudem bereits mit Genitalherpes infiziert, mehr als 290 Millionen Frauen mit dem Humanen Papillomvirus (HPV).

Manche Geschlechtskrankheiten verlaufen relativ harmlos oder entwickeln sogar keinerlei Symptome. Dann besteht aber trotzdem noch die Gefahr einer Übertragung, beispielsweise auf einen Säugling bei der Geburt. Zudem können unentdeckte Geschlechtskrankheiten im schlimmsten Falle Folgeerkrankungen wie Infektionen, Unfruchtbarkeit oder Krebs (besonders im Falle von HPV bei Frauen) nach sich ziehen. Krankheiten wie HIV setzen zudem das Immunsystem schachmatt und werden nicht von allein abklingen oder symptomlos verlaufen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn Du Sex mit vielen PartnerInnen haben möchtest, dann ist das völlig ok; nutze aber stets Kondome oder Lecktücher!

Beachte: Auch beim oralen Verkehr können Krankheiten übertragen werden. Beispiele sind etwa Chlamydien, Gonorrhoe oder Syphilis.

Schwangerschaft ausschließen

Laut der Studie „Frauen leben 3“ sind 33,7 % aller Schwangerschaften in Deutschland nicht beabsichtigt, 17,7 % sogar ungewollt.

Da durch unbeabsichtigte und ungewollte Schwangerschaften zahlreiche Konflikte entstehen, sollten sie von vornherein ausgeschlossen werden. Gerade wenn Du viele verschiedene SexualpartnerInnen hast, gehören Kondome daher unbedingt in Deine Tasche. Weil diese jedoch bekanntlich auch gerne mal platzen, sollten Frauen über zusätzliche Verhütungsmittel wie die Pille nachdenken.

Fremdgehen, ja oder nein?

Eine feste Beziehung zu haben oder sogar verheiratet zu sein, bedeutet noch lange nicht, dass das Budget an SexpartnerInnen sich nicht doch noch ein wenig auffüllen könnte. So gaben im Rahmen einer Umfrage des Partnersuche-Portals ELITEPARTNER aus dem Jahre 2020 27 % der befragten Männer und 30 % der befragten Frauen zu, dass sie zumindest schon ein Mal untreu waren.

Falls Du und Dein Partner/Deine Partnerin eine offene Beziehung führt, Ihr Euch also gegenseitig Sex mit anderen Personen erlaubt, ist dies natürlich vollkommen in Ordnung. Sexabenteuer hinter dem Rücken Deines Schatzes sind dahingegen ein großer Vertrauensbruch, verletzen den gehörnten Part ungemein und führen nicht selten zum Ende der Beziehung, jedenfalls dann, wenn der Seitensprung auffliegt.

Bleibe also Dir selbst und Deinem Gegenüber treu oder beende Eure Partnerschaft, wenn Du Dich sexuell noch weiter austoben möchtest.

Fazit – Viele oder wenige SexpartnerInnen, was ist richtig?

Richtig ist, dass es ganz Dir überlassen ist, mit wie vielen Männern oder Frauen Du schläfst. Fühlst Du, dass Du mit dem Sex bis zur Ehe warten möchtest, ist das genauso ok, wie sich sexuell voll auszuleben.

Achte einzig darauf, dass Du Dich und Deine SexualpartnerInnen nicht gefährdest. Du solltest also stets Safer Sex praktizieren. Außerdem ist es wichtig, dass BEIDE Partner eine ungewollte Schwangerschaft verhindern. Letztlich solltest Du natürlich auch Deinen Partner/Deine Partnerin nicht betrügen und hintergehen, nur um mehr Sex zu bekommen. Wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, spricht jedoch nichts dagegen, sich ausgiebig zu vergnügen und den Durchschnitt Durchschnitt sein zu lassen.