Ja, genau da! – Alles, was Du über erogene Zonen wissen musst

Und zahlreiche erogene Punkte, die Dich überraschen werden

Ja, genau da! – Alles, was Du über erogene Zonen wissen musst
In diesem Artikel

Fühlt es sich nicht fantastisch an, wenn Dein Partner an Deinem Ohrläppchen knabbert oder sanft über Deinen Rücken streichelt und Dir hierdurch ein wohliges Kribbeln über den Körper läuft? Und liebst Du es als Mann nicht genauso, wenn Deine Partnerin mit ihren Fingernägeln leicht über Deine Oberschenkel fährt und zärtlich Deinen Nacken küsst, bevor sie sich Deinem besten Stück widmet?

Frauen und Männer können auf ganz unterschiedliche Weise sexuell erregt werden. Natürlich sind die Geschlechtsteile besonders empfänglich für stimulierende Reize. Viele andere Körperstellen wie etwa die Ohren, Unterarme oder der Po sind jedoch ebenfalls höchst empfindlich. Sie werden auch als „erogene Zonen“ bezeichnet. Diese sind bei jedem Menschen ganz unterschiedlich angelegt und stimulierbar. So mag es die eine Frau besonders gern, wenn ihr Liebster ihren Kopf massiert, eine andere wird dahingegen durch das Saugen an ihren Brustwarzen intensiv erregt.

Da also die erogenen Zonen bei jedem Menschen anders verteilt sind, lohnt es sich, während des Liebesspiels genau zu erkunden, wo sie sich verstecken. Damit Du einen kleinen Anhaltspunkt erhältst, wo genau Du auf die Suche gehen solltest, stellen wir Dir hier alle typischen erogenen Zonen vor sowie einige weitere Körperstellen, die bei einer Berührung überraschenderweise ebenfalls starkes Begehren auslösen können.

Was sind erogene Zonen?

Erogene Zonen sind Körperstellen, die bei einer Berührung etwa mit den Fingern oder den Lippen sexuelle Erregung auslösen. Findet also beim Solosex oder beim Liebesspiel mit Deinem Partner/Deiner Partnerin eine Stimulation dieser Bereiche statt, so senden die dort befindlichen Nervenenden Signale an Dein Gehirn, welches wiederum Botschaften an Deine Geschlechtsorgane schickt. Männer reagieren hierauf üblicherweise mit einer Erektion, Frauen werden beispielsweise feucht oder ihre Vulva schwillt an.

Schon gewusst? Im menschlichen Körper befindet sich eine Vielzahl von Nervenbahnen. Würde man diese hintereinander in einer langen Reihe auslegen, so würde sich eine Strecke von rund 5,8 Millionen Kilometern ergeben.

Zu den erogenen Zonen gehören insbesondere Penis, Hoden, Klitoris und Vagina. Dies bestätigt auch eine Studie aus dem Jahr 2013 mit rund 800 Teilnehmern und Teilnehmerinnen. Andere Bereiche wie etwa Nacken, Mund, Lippen, Brustwarzen oder Oberschenkelinnenseiten wurden von vielen Befragten aber ebenfalls als sehr empfänglich für zärtliche Berührungen genannt.

Allerdings ist der Grad der Erregung von Mensch zu Mensch höchst unterschiedlich. So werden beispielsweise einige Männer besonders stimuliert, wenn ihre Partnerin ihre Oberschenkel streichelt. Andere werden hierdurch dahingegen nur minimal erregt.

Generell kann jedoch gesagt werden, dass erogene Zonen immer dort vorzufinden sind, wo zahlreiche Nervenenden zusammenlaufen, also beispielsweise an den Augen, in der Klitoris oder in den Fingerspitzen (spezifische erogene Zonen). Es existieren aber auch unspezifische Bereiche, die zumeist mit Haarfollikeln versehen sind und nur eine normale Dichte an Nervenenden besitzen. Hierzu zählen etwa der Po, die Oberschenkel oder der Lendenwirbelbereich.

Darüber hinaus muss ein gewisser Grad an sexueller Lust (Libido) vorhanden sein, damit die Berührung der erogenen Zonen auch wirklich in sexuelle Erregung umschlägt. Insbesondere Frauen sind nicht empfänglich für die Avancen ihrer Partner, wenn sie beispielsweise stark unter Stress stehen oder ihre Stimmung gerade im Keller ist. In diesen Fällen kann das Berühren ihrer Intimzonen sogar als störend und unangenehm empfunden werden.

Sollten jedoch beide Partner Lust empfinden, so lohnt es sich zu erforschen, wo genau sich die erogenen Zonen des Gegenübers befinden. Das Streicheln, Massieren oder Küssen dieser Bereiche kann wunderbar ins Vorspiel eingebaut werden. So entsteht eine besonders erotische Atmosphäre und das Miteinander wird noch intimer.

Woher kommt der Begriff „erogen“ eigentlich? „Erogen“ kommt aus dem Griechischen und setzt sich aus den Wörtern „éros“ sowie „genes“ zusammen. „Eros“ ist sicherlich vielen als griechischer Gott der begehrlichen Liebe bekannt. Zudem wird der Begriff in der griechischen Literatur und Philosophie als Synonym für starkes Begehren verwendet – Durch den Einfluss des Liebesgottes Eros verspüren Menschen also sozusagen ein intensives (sexuelles) Verlangen. Der Wortstamm „genes“ kann hier im Sinne von „entstehend“ oder „verursachend“ verstanden werden.

Die Wortschöpfung „erogen“ bedeutet in Verbindung mit einem Körperteil also, dass diese Körperstelle besonders leicht erregbar ist und dass durch ihre Berührung ein intensives Begehren ausgelöst wird.

Unter der Gürtellinie – Erogene Zonen im Intimbereich

Oben genannte Studie sowie einige weitere Untersuchungen belegen, dass die Genitalien von Männern und Frauen DIE erogenen Zonen schlechthin sind. Dies ist verständlich, sind sie doch genau dazu da, sexuelle Erregung hervorzurufen, damit es zum Geschlechtsakt kommt und Nachkommen gezeugt werden können.

Es lohnt sich jedoch, einen genaueren Blick auf die Intimzonen von Männern und Frauen zu werfen, denn einige Bereiche sind besonders erregbar. Werden sie stimuliert, so kommt es im besten Falle sogar zum Orgasmus.

Erogene Zonen von Frauen

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Klitoris

Besonders erregbar ist bei nahezu allen Frauen die Klitoris. Kein Wunder, ist die sichtbare Spitze des Kitzlers doch mit ganzen 8000 Nervenendungen ausgestattet und übertrifft somit sogar die männliche Eichel sowie die ebenfalls sehr empfindliche Zunge.

Gerade für den weiblichen Orgasmus ist die Klitoris von herausragender Bedeutung, denn ohne eine Stimulation dieser erogenen Zone können viele Frauen erst gar nicht zum Höhepunkt kommen. Es empfiehlt sich also zu erforschen, auf welche Berührungen der Klitoris Deine Partnerin besonders anspricht. Dies ist von Frau zu Frau höchst unterschiedlich. So genügen einigen Frauen bereits zarte Berührungen mit den Lippen und der Zunge, andere stehen dahingegen auf reibende Bewegungen mit der Hand. Klar ist jedoch, wenn Du erst einmal gelernt hast, den Kitzler Deiner Partnerin gekonnt zu stimulieren, wirst Du ihr Herz im Handumdrehen erobern.

Übrigens: Keine Sorge, falls Du nicht so geschickt mit Deinen Händen oder Deiner Zunge bist. Sextoys wie Druckwellenvibratoren wurden extra für eine Stimulation der Klitoris entwickelt. Sie werden auf den Kitzler aufgesetzt und erzeugen durch ein Wechselspiel zwischen Unter- und Überdruck pulsierende Luftwellen, welche punktgenau auf die Klitoris treffen und diese in Sekundenschnelle erregen. Mit einem solchen Toy – beispielsweise von der Firma WOMANIZER – wirst Du Deiner Partnerin sicherlich befriedigte Seufzer entlocken.

G-Punkt

Weitläufig bekannt ist zudem der G-Punkt, welcher sich innerhalb der Vagina befindet und bei Frauen ebenfalls für wundervolle (vaginale) Orgasmen sorgen kann. Wenn man es ganz genau nimmt, gehört diese erogene Zone eigentlich auch zur Klitoris, allerdings zu deren Rückseite. Denn der Kitzler besteht nicht nur aus dem kleinen sichtbaren Hügelchen, sondern auch aus länglichen Schenkeln, die hinter den Schamlippen verlaufen.

Führst Du zwei Deiner Finger also in die Vagina Deiner Freundin ein und streichst über die obere Wand des Scheidenkanals, dann stimulierst Du die verborgene, geheime Seite der Klitoris, den sagenumwobenen G-Punkt. Allerdings stellt die Stimulation dieser erogenen Zone nicht für alle Frauen einen Lustgewinn dar. Bei einigen ist der G-Punkt zudem unauffindbar.

Erforsche einfach geduldig, ob sich dieses Schmuckkästchen in der Höhle Deiner Liebsten befindet. Wie oben bereits beschrieben, funktioniert dies am besten mit den Fingern. Du kannst aber auch Dildos oder spezielle G-Punkt-Vibratoren nutzen, um den Schatz zu heben.

So findest Du den G-Punkt:

A-Spot

Eine weitere im Inneren der Vagina befindliche erogene Zone ist weit weniger bekannt als der G-Punkt. Die sogenannte „Anterior Fornix Erogenous Zone“ (AFE-Zone) sitzt an der oberen Scheidenwand etwa zwischen G-Punkt und Gebärmutterhals.

Der Gynäkologe Chua Chee Ann entdeckte diese Zone zufällig, als er Frauen, die beim Geschlechtsverkehr über eine trockene Scheide sowie Schmerzen klagten, untersuchte. Durch die Stimulation des A-Spots kam es zu einer schnellen Feuchtigkeitsbildung im Inneren der Vagina. 15 % der Untersuchten kamen sogar zum Orgasmus.

Es lohnt sich also, den A-Punkt zu erkunden. Da er jedoch tief in der Vagina sitzt, ist er gar nicht so einfach zu finden. Beim Sex sollte eine Stellung gewählt werden, in der der Penis komplett eindringen kann. Hierzu eignet sich beispielsweise die Doggy-Stellung. Aber Vorsicht: Trifft Dein Penis direkt auf den Muttermund und nicht auf den A-Spot, so empfinden viele Frauen dies als unangenehm.

Du kannst daher zunächst mit einem leicht gebogenen Dildo versuchen, den A-Punkt Deiner Freundin zu erreichen und testen, ob sich die Stimulation dieser Zone wirklich gut für sie anfühlt. Mit einem Fingervibrator kannst Du Dich sogar noch gezielter vortasten und diese erogene Zone noch besser aufspüren.

U-Punkt

G-Punkt, A-Punkt – gibt es noch einen Punkt? Ja, und zwar den U-Punkt. Dieser ist jedoch im Gegensatz zu den anderen genannten erogenen Zonen ziemlich leicht zu finden. Er liegt am Ausgang der Harnröhre, also über der Vaginalöffnung und unter der Klitoris. Dieser Bereich wird auch als „Urethra“ bezeichnet, was das „U“ in U-Punkt erklärt.

Die Zone um die Urethra verfügt über zahlreiche Nervenenden. Zudem befindet sie sich in unmittelbarer Nähe zur Klitoris. Daher bietet es sich an, diese beiden erogenen Zonen gleichzeitig zu verwöhnen. Nutze hierzu Deine Finger, einen Vibrator oder einen Massagestab. Natürlich ist es aber auch möglich, den U-Punkt mit der Zunge oder den Lippen zu liebkosen.

Vulva

Einen höchst erogenen Teil der Vulva, also die äußerlich sichtbaren Geschlechtsorgane der Frau, haben wir oben bereits beschrieben – die Klitoris. Jedoch lohnt es sich auch, einen Blick auf die restlichen Bereiche dieser einzigartig geformten Körperzone zu werfen.

Streichle zunächst sanft über den Venushügel Deiner Partnerin und erzeuge so Lust auf mehr. Dann kannst Du mit dem Zeigefinger und Daumen zärtlich an den äußeren Schamlippen ziehen und diese leicht massieren. Nutze danach Deinen Mund und sauge ein wenig an den inneren Schamlippen Deiner Liebsten. So erweckst Du ihre Lotusblume, die sicherlich vor Erregung anschwellen wird, zum Leben.

Erogene Zonen von Männern

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Eichel (inklusive Frenulum)

Mit einem Augenzwinkern wird oftmals behauptet, dass Männer nur eine einzige erogene Zone hätten: den Penis. Dem möchten wir natürlich vehement widersprechen, obschon die erste höchst erregbare Körperstelle bei Männern sich tatsächlich am Penis befindet.

Die Eichel bildet die Spitze des Penisschafts und ist mit einer besonders dünnen Haut und etwa 4000 Nervenenden versehen. Aus diesem Grund ist sie besonders reizempfindlich. Du kannst diese erogene Zone Deines Partners verwöhnen, indem Du zunächst sanft mit den Fingern darüber streichst. Feuchte dann Deine Handinnenfläche mit etwas Gleitgel an, forme deine Hand zu einer kleinen Schale und reibe kreisend über die Penisspitze Deines Herzblatts – dieser Flut an Reizen kann Dein Partner sicherlich nur schwer widerstehen.

Nutze dann noch Deine Lippen und Deinen Mund und reize die Eichel Deines Liebsten mit saugenden Küssen oder auf und ab Bewegungen – Ok, wir sprechen es aus: gibt ihm einen Blowjob!

Wenn Du gerade dabei bist und Deinen Partner mit heißem Oralsex verwöhnst, dann vergiss auch nicht, mit Deiner Zunge langsam über das sogenannte Frenulum, das Vorhautbändchen, zu fahren. Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine höchst empfindliche Stelle, über die Du außerdem sanft mit Deinem Daumen reiben kannst, um sein bestes Stück noch weiter anschwellen zu lassen.

Skrotum

Diese erogene Zone benötigt ein wenig Fingerspitzengefühl, denn viele Männer sind sehr empfindlich, wenn es um ihre Hoden und den dazugehörigen Hodensack – auch Skrotum genannt – geht. Kein Wunder, würde doch ein zu fester Griff oder ein zu starkes Saugen zu heftigen Schmerzen führen.

Denn die Region rund um die Hoden ist mit zahlreichen Nervenenden ausgestattet. Daher ist der Hodensack aber auch eine ebenfalls nicht zu unterschätzende erogene Zone, welche jedoch erst nach vorheriger Absprache ausgiebig erkundet werden sollte. Frage also Deinen Partner, ob er es mag, wenn Du sein Skrotum streichelst oder zart massierst.

P-Spot

Nach dem G-, A- und U-Punkt bei Frauen kommt nun endlich auch mal ein Spot, der sich im männlichen Intimbereich befindet. Das sogenannte Perineum liegt zwischen Hodensack und After; es wird landläufig auch als Damm bezeichnet. Zunächst ist die Haut hier mit vielen Nerven durchzogen. Zudem befinden sich auch die Muskeln, die für eine Ejakulation notwendig sind, in diesem Bereich.

Das Perineum lässt sich am besten mit kreisenden Bewegungen der Finger stimulieren. In Kombination mit einem Blowjob fühlt sich dies für viele Männer einfach himmlisch an. Du kannst außerdem leicht auf diese Stelle drücken, wenn die Erektion Deines Partners noch ein wenig ausgeprägter werden soll oder wenn er kurz vor dem Orgasmus steht. So erlebt er den Höhepunkt noch intensiver.

Prostata

Kommen wir nun noch zu einer etwas heiklen Stelle. Die Prostata ist eine walnussgroße Drüse, die sich im Inneren des männlichen Intimbereichs unter der Blase befindet. Sie wird zum Rücken hin durch den Mastdarm begrenzt, sodass sie am besten durch ein Eindringen in den Analbereich erreicht und stimuliert werden kann.

Hier kommen wir nun auch schon zum Kasus Knaxus. Viele (vor allem heterosexuelle) Männer scheuen sich davor, etwas in ihren Anus einzuführen bzw. einführen zu lassen. Selbst Wissenschaftler schrecken vor diesem Thema zurück, sodass es laut Dr. Roy Levin, Forscher an der Universität von Sheffield, noch keine gesicherten Fakten über Orgasmen durch die Stimulation der Prostata gibt. Dennoch ist der Wissenschaftler davon überzeugt, dass „es nur wenig zweifelhaft ist, dass eine Stimulation der Prostata durch das Rektum ekstatische, besonders erregende Gefühle hervorrufen kann, die jene bei der Stimulation des Penis oftmals übertreffen.“

Vielleicht wagst Du also Dein eigenes Experiment und bittest Deine Partnerin oder Deinen Partner, ihren/seinen Finger in Dein Rektum einzuführen, um Deine Prostata zu massieren. Es gibt aber auch zahlreiche Analsextoys, die sich speziell für eine Prostatamassage eignen. Nicht vergessen: Gleitgel!

Im Rahmen einer Online-Umfrage britischer Wissenschaftler aus dem Jahre 2020, an welcher 407 Frauen und 206 Männer teilnahmen, wurden die Teilnehmer gebeten, 41 Körperstellen auf einer Skala von 1 bis 11 danach zu bewerten, wie stark diese erregbar sind. Im Zuge dessen wurden vier verschiedene Szenarien vorgestellt: Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen sollten beurteilen, wie stark die jeweilige Stelle erregbar ist, wenn (1) ihr eigener Körper manuell stimuliert wird, (2) ihr eigener Körper vom Partner betrachtet wird, (3) der Körper des Partners mit den Händen berührt wird, (4) der Körper des Partners angeschaut wird.

Neben einer mit anderen Studien übereinstimmenden hohen Erregbarkeit der Genitalien zeigte die Untersuchung, dass Frauen und Männer nicht nur durch die Stimulation ihrer eigenen erogenen Zonen erregt werden können. Auch die Berührung der Zonen ihrer Partnerinnen bzw. Partner sowie das Anschauen von Bereichen wie Brust, Po, Penis und Vulva rief bei vielen TeilnehmerInnen erotische Gefühle hervor. Besonders die männlichen Befragten beurteilten das Anfassen und Ansehen bestimmter Körperregionen ihrer Partnerinnen als höchst erregend.

Streicheln ausdrücklich erlaubt – Körperstellen, die ebenfalls höchst reizbar sind

Der Intimbereich von Männern und Frauen ist natürlich prädestiniert dafür, sexuelles Begehren hervorzurufen. Daher ist es nicht schwer zu erraten, dass sich hier einige der am intensivsten reizbaren Körperstellen befinden. Laut einer von ägyptischen Wissenschaftlern durchgeführten Umfrage aus dem Jahr 2016, an welcher 150 verheiratete und sexuell aktive Frauen teilnahmen, gaben jedoch 95,3 % der Befragten an, neben den Genitalien viele weitere erogene Zonen zu besitzen. 12 % konnten sogar durch die Stimulation eines solchen Bereichs zum Orgasmus kommen.

Bei Männern sieht es übrigens ähnlich aus. So gaben im Rahmen einer Umfrage einer Dating-Webseite ganze 79 % der Teilnehmer an, dass ihre Intimzone nicht der am stärksten reizbare Bereich ihres Körpers ist.

Weitere erogene Zonen von Frauen

Weitere erogene Zonen von Frauen Brüste und Brustwarzen Lippen

Brüste & Brustwarzen

Viele Männer fühlen sich von schön geformten Brüsten angezogen und auch Frauen mögen es, wenn sie an ihrem Busen gestreichelt werden. Besonders reizempfindlich sind zudem die Brustwarzen, übrigens nicht nur bei Frauen.

Eine Stimulation der zartrosa Knospen sorgt dafür, dass das Lusthormon Oxytocin ausgeschüttet wird. Außerdem haben Forscher herausgefunden, dass bei einer Berührung des Busens dieselben Hirnareale angeregt werden wie bei einer Liebkosung der Genitalien.

Eine Reizung der Brustwarzen ist also ziemlich effektvoll. Hierzu kannst Du die Nippel Deiner Partnerin beispielsweise leicht mit Zeigefinger und Daumen zwirbeln oder mit den Lippen daran saugen. Für fortgeschrittene Liebespaare eignen sich beispielsweise auch Nippelklemmen, die während des Geschlechtsverkehrs getragen werden können.

Lippen

Viele Frauen zählen auch ihre Lippen zu den erogenen Zonen. Die Stimulation dieses Bereichs ist natürlich denkbar einfach: zärtliche Küsse, wildes Knutschen, leichtes Knabbern.

Weitere erogene Zonen von Männern

Weitere erogene Zonen von Männern Kinn Unterbauch

Kinn

In der oben genannten Umfrage gaben 13 % der Männer an, dass ihr Kinn besonders berührungsempfindlich sei. Dies liegt vielleicht daran, dass diese Körperpartie als Männlichkeitssymbol gilt. Wenn eine Frau nun über das Kinn eines Mannes streichelt, akzeptiert sie seine Maskulinität und findet ihn höchst attraktiv. Dies ist natürlich Küchenpsychologie. Vielleicht fühlt es sich auch einfach nur gut an, wenn das Kinn eines Mannes sanft berührt wird.

Unterbauch

Eine weitere speziell Männer betreffende erogene Zone ist der Unterbauch. Dies ist nicht verwunderlich, liegt dieser Körperteil doch gefährlich nahe an der männlichen Intimzone.

Du kannst diese erogene Zone Deines Partners am besten mit Deinen Fingern stimulieren. Lasse Deine Fingernägel sanft über seinen Unterbauch gleiten und stoppe kurz vor der Peniswurzel. Dieses aufregende Katz-und-Maus-Spiel wird ihn wahnsinnig machen.

Weitere erogene Zonen von beiden Geschlechtern

Weitere erogene Zonen von beiden Geschlechtern Ohren Nacken Oberschenkelinnenseiten Po

Ohren

Die Haut der Ohren ist sehr dünn und zart. Zudem ist sie von zahlreichen Nervenbahnen durchzogen und gut durchblutet. Damit sind die Ohren eigentlich die idealen erogenen Zonen, werden jedoch oftmals stiefmütterlich behandelt.

Knabbere leicht am Ohrläppchen Deiner/Deines Liebsten und hauche zarte Küsse auf die Ohrmuschel. Natürlich ist diese erogene Zone auch perfekt für Dirty Talk geeignet. Flüstere also verruchte Worte in das Ohr Deines Partners/Deiner Partnerin und mache ihn/sie hierdurch so richtig scharf.

Nacken

Gänsehaut garantiert! Der Nacken ist eine Körperpartie voller Nervenenden und auch der dort befindliche Haaransatz sorgt dafür, dass die Stimulation dieser Zone jedes Frauen- und Männerherz zum Schmelzen bringt. Zudem werden durch eine Nackenmassage Signale an das Kreislaufsystem gesendet, sodass der Blutfluss angeregt wird. So werden auch die Genitalien Deiner/Deines Liebsten stärker durchblutet. Durch eine erregende Stimulation des Nackens wird ferner sicherlich ihre Vulva anschwellen und Vagina feucht werden bzw. sein bester Freund sich pochend in seiner Hose bemerkbar machen.

Oberschenkelinnenseiten

Gefährlich nahe an der Intimregion von Männern und Frauen gelegen, sind die Innenseiten der Oberschenkel ebenfalls perfekt für eine erotische Massage geeignet. Erwecke die Lust Deines Partners, indem Du mit Deinen Fingerspitzen zärtlich über seine Oberschenkel streichst. Du kannst sie auch mit den Lippen verwöhnen und Dich langsam von den Knien bis hin zum Hodensack vorarbeiten. Sobald Du dort angelangt bist, wirst Du entdecken, dass der Penis Deines Liebsten sicherlich bereits pulsiert. Mache also gleich mit einem Blowjob weiter oder reibe mit einer Hand an seinem Penisschaft, während Du seine Oberschenkelinnenseiten weiterhin mit den Lippen stimulierst.

Diese erotische Methode kannst Du als Mann natürlich auch bei Deiner Partnerin anwenden. Bahne Dir Deinen Weg von ihren zarten Schenkeln bis hin zu Ihrer Vagina und küsse dort Ihre Klitoris, um ihre wildesten Fantasien wahr werden zu lassen.

Po

Ein schöner Rücken kann entzücken, ein schöner Po sowieso. Viele Männer stehen auf Frauen mit wohlgeformten Pos und brennen geradezu darauf, diese Körperregion zu berühren. Glücklicherweise ist der Po ebenfalls eine erogene Zone, sodass Deine Partnerin sicherlich nur allzu gern dort berührt werden möchte. Streiche sanft über ihr Hinterteil und lasse Deine Finger zwischendurch auch zwischen ihre Pofalte gleiten, um ihre intimsten Geheimnisse zu entdecken und ihre Libido zu erwecken.

Der Po darf aber auch bei den Herren der Schöpfung gern ins Liebesspiel miteinbezogen werden. Lasse Deine Fingerspitzen lustvoll über den festen Hintern Deines Partners kreisen, während Du auf dem Rücken liegst und er sich über Dir befindet und mit seinem Penis in Dich eindringt. Je erregter Du wirst, desto fester kannst Du Deine Fingernägel (vorsichtig) in seinen Po krallen und ihm so signalisieren, dass Du liebst, was er tut.

Da auch?! Erogene Zonen, die Du vielleicht noch gar nicht auf dem Schirm hattest

Weitere erogene Zonen Unterarme Kopfhaut Haaransatz Unterer Rücken Füße Hüfte und Körperseiten

Oben bereits erwähnte Studie aus dem Jahre 2013 nennt noch viele weitere erogene Zonen, die von den Teilnehmern und Teilnehmerinnen zwar nicht als ganz so intensiv stimulierbar eingeordnet wurden, es jedoch ebenfalls wert sind, genauer untersucht zu werden. Vielleicht führt eine Berührung dieser Bereiche nicht zum Orgasmus, doch schöne Gefühle werden bei Frauen sowie Männern sicherlich hervorgerufen.

Unterarme

An den Unterarmen befinden sich zahlreiche reizbare Haarfollikel und vor allem die Haut am Innenarm ist sehr dünn und somit höchst empfänglich für liebkosende Berührungen.

Bewege Deine Fingerspitzen langsam und kreisend über die Unterarme Deiner Partnerin bzw. Deines Partners, um diese erogene Zone zu erwecken. Du kannst Deiner Liebsten/Deinem Liebsten auch die Augen verbinden und Dich dann intensiv diesem Bereich widmen. Nutze auch Accessoires wie Federn oder Eiswürfel, um Dein Gegenüber noch mehr zu reizen und auf ganz unterschiedliche sowie überraschende Weise zu stimulieren.

Kopfhaut und Haaransatz

Eine Kopfmassage lieben wohl Männer und Frauen gleichermaßen. Sie ist ein perfektes Entspannungsmittel, wenn Dein Schatz nach einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause kommt und total gestresst ist. Vielleicht ist Deine Massage sogar so gut, dass ein wohliger Schauer über den Körper Deiner Liebsten/Deines Liebsten läuft, sie bzw. er alle Alltagssorgen über Bord wirft und es zu einem lustvollen Quickie auf dem Sofa kommt.

Unterer Rücken

Im Bereich des Kreuzbeins sitzen aufgrund des dort befindlichen „Lenden-Kreuz-Geflechts“ zahlreiche Nerven. Zudem ist diese erogene Zone mit einer Vielzahl von zarten Härchen ausgestattet, die sich sicherlich vor Erregung aufstellen werden, wenn Dein Partner oder Deine Partnerin Dich hier massiert oder zärtlich streichelt.

Füße

Die Vorliebe einiger Menschen für Füße ist bekannt. Doch Du musst keinen Fetisch entwickeln, um Dich für die Füße Deines Partners oder Deiner Partnerin zu begeistern. Diese Körperpartie ist nämlich auch eine erogene Zone, die durch leichtes Streicheln aktiviert wird. Besonders die Fußsohlen sind sehr leicht reizbar, manchmal sogar zu reizbar, denn einige Frauen oder Männer empfinden eher ein Kitzeln als Erregung, wenn ihre Fußsohlen stimuliert werden. Doch wie heißt es so schön: probieren geht über studieren.

Hüfte und Körperseiten

Wenn Deine Liebste nackt vor Dir im Bett liegt und sich lasziv auf die Seite dreht, dann halte Deinen Penis zunächst im Zaum und umarme sie von hinten. Streiche dann sanft über ihre Hüfte, sodass sie sich entspannt und sexuell erregt wird. Führe dann Deine Hand zu Ihrer Klitoris und widme Dich ihrer intimsten erogenen Zone. Wenn sie dann ganz feucht ist und ihren Po an Deinen Penis drückt, kann es richtig zur Sache gehen.

Selbstverständlich dürfen auch Frauen diese erogene Zone ihres Partners streicheln, massieren, küssen, liebkosen, erregen…

Wie lassen sich die genannten erogenen Zonen auf verführerische Weise stimulieren?

Lippen, Finger, Fingernägel, Penis, Vagina – Diese Körperteile sind natürlich bestens geeignet, um die erogenen Zonen Deines Gegenübers effektiv zu stimulieren. Wenn Ihr jedoch ein wenig Abwechslung in Euer Vor- und Liebesspiel bringen wollt, dann könnt Ihr auch auf folgende Accessoires zurückgreifen:

  • Federn
  • Tücher
  • Clips/Nippelklemmen
  • Sextoys (z.B. G-Punkt-Vibratoren oder Analplugs)
  • Eiswürfel
  • Kerzenwachs
  • Staubwedel
  • Wartenbergrad
  • Kunstpelz
  • BDSM-Spielzeug (z.B. Peitschen oder Flogger)
  • Weiteres verführerisches Spielzeug (z.B. Augenbinden oder Handschellen)

Fazit: Es gibt viel zu entdecken

Ein wenig an den Brustwarzen spielen, kurz die Geschlechtsteile berühren und schon kommt’s zum Sex – So wird sich Dein Gegenüber Dir wohl nicht voller Wollust hingeben, es sei denn, Ihr habt einen Quickie geplant. Falls Du das Liebesspiel mit Deinem Partner bzw. Deiner Partnerin jedoch ausgiebig genießen möchtest, dann sollte ein ausgedehntes Vorspiel inklusive Erkundung aller erogenen Zonen nicht fehlen.

Wie Du oben gesehen hast, hält der weibliche und männliche Körper zahlreiche dieser höchst reizbaren Bereiche bereit – Du musst sie nur finden!